Deutschland bietet preiswerte Einstiegstarife

Mobilfunkpreise im Vergleich

Mobilfunk

Deutsche Mobilfunkkunden haben im internationalen Vergleich eine breite Tarifauswahl – insbesondere für Nutzer mit geringem bis mittlerem Datenbedarf.

Das zeigt eine aktuelle Studie des Marktforschungsunternehmens Tarifica im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Deutschland zählt bei Einstiegstarifen zu den günstigsten Märkten unter den zwölf untersuchten Industrienationen.

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Vor allem kleine Budgets profitieren: XS- und S-Tarife mit 7 bis 20 GB Datenvolumen sind bereits ab rund 5 bis 6 Euro pro Monat erhältlich. Damit liegt Deutschland hier auf den vorderen Plätzen, während Länder wie Finnland, die Schweiz oder die USA deutlich teurer sind. Spanien bietet zwar die niedrigsten Einstiegspreise, in mehreren europäischen Ländern müssen Kunden für kleine Datenmengen oft größere Pakete buchen.

Mittlere und große Datentarife im Mittelfeld

Bei Tarifen für intensivere Nutzung (M-Profil mit rund 50 GB pro Monat) liegt Deutschland preislich im Mittelfeld. Die günstigsten Tarife starten bei etwa 8,70 Euro, der mittlere Preis liegt bei rund 21 Euro.

Für sehr große Datentarife (L- und XL-Profile mit 100 GB) fallen in Deutschland keine Zusatzkosten für maximale Geschwindigkeiten an – ein Vorteil gegenüber vielen anderen Ländern. Der günstigste XL-Tarif liegt bei 18,66 Euro, der Medianpreis bei rund 24,60 Euro. International sind diese Tarife günstiger in Italien, deutlich teurer in den USA, wo XL-Tarife bis zu 95 Euro kosten können.

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Ausbau und Investitionen entscheidend für die Zukunft

Laut Bitkom sind günstige Preise und gute Netze nur nachhaltig, wenn der Netzausbau weiter beschleunigt wird. Bürokratische Hürden für Mobilfunkmasten sollten abgebaut, Genehmigungsverfahren digitalisiert und bundesweit standardisiert werden. Zudem müsse das 2025 eingeführte „überragende öffentliche Interesse“ für den Netzausbau konsequent umgesetzt werden, damit neue Standorte schneller realisiert werden können.

Mit Blick auf die Regulierung betont Bitkom die Bedeutung eines europäischen Binnenmarkts für Telekommunikation. Einheitliche Regeln und weniger nationale Sonderwege würden Bürokratie reduzieren und Investitionen erleichtern. Damit könnten leistungsfähige Netze aufgebaut und Deutschland als Digitalstandort gestärkt werden.

Pauline Dornig

Pauline

Dornig

Online-Redakteurin

IT Verlag GmbH

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