Bei Diebstahl sensibler Daten drohen Unternehmen nicht nur Bußgelder und Reputationsschäden, sondern im Fall von geistigem Eigentum auch der Verlust ihres Wettbewerbsvorteils.
Geistiges Eigentum ist der wichtigste Wert eines jeden Unternehmens, denn es definiert und differenziert Unternehmen durch seine Ideen und Erfindungen und trägt wesentlich zur Unternehmensbewertung bei. Aufgrund seines hohen Wertes versuchen Kriminelle zunehmend, geistiges Eigentum und andere Unternehmensdaten durch digitalen Diebstahl zu erlangen.
Im letzten Teil dieser Serie wird noch auf eine andere Art von Insidern eingegangen. Über Mitarbeiter mit Anspruchsdenken wurde schon geschrieben. Das sind Insider, wie wir sie uns vorstellen: Ein verärgerter Mitarbeiter, der zum Beispiel einen erwarteten Bonus nicht erhält und dann Millionen von Datensätzen aus dem CRM-System löscht.
Hacker setzen bei breit angelegten Angriffen häufig auf Phishing-Methoden, um den ganz normalen Angestellten eines Unternehmens dazu zu bringen, seine Zugangsdaten preis zu geben. Die potenzielle Folge: Kundendaten werden in großem Stil abgezogen. Man kann sich die Urheber solcher Kampagnen ein bisschen vorstellen wie die Walmarts der Cyber-Welt. Sie verkaufen Kreditkartendaten (natürlich auf dem Schwarzmarkt)…
Einen Insider dingfest zu machen, bevor er Daten stiehlt, ist alles andere als leicht. Wie im letzten Blog-Eintrag dieser Serie beschrieben haben Insider bereits Zugriffsrechte für sensible Inhalte – es ist ihnen also ganz offiziell erlaubt, Code, Dokumente und Präsentationen zu lesen, zu kopieren und zu bearbeiten.
Anfang dieses Jahres haben wir über Forschungsergebnisse des Computer Emergency Response Teams (CERT) der Carnegie Mellon University (CMU) berichtet. Es ging im Speziellen um Insider-Bedrohungen. Die Forscher der CMU hatten herausgefunden, dass sich die Ziele von Insider-Angriffen grob in drei Kategorien einteilen lassen: Finanzielle Bereicherung, Sabotage und Diebstahl geistigen Eigentums.