Der Cloud-Speicheranbieter Wasabi Technologies übernimmt das Enterprise-Cloud-Geschäft von Festplattenhersteller Seagate. Seagate erhält im Gegenzug eine Beteiligung an Wasabi.
Im Gegenzug erhält Seagate eine Beteiligung an Wasabi. Konkrete Zahlen nannten weder Käufer noch Verkäufer.
Lyve Cloud ist auf Unternehmenskunden mit hohen Anforderungen an Sicherheit und Compliance ausgerichtet. Wasabi will die bestehende Kundenbasis übernehmen und auf dem eigenen globalen Rechenzentrumsnetz weiterversorgen: „Mit der Übernahme bauen wir unsere Position im Markt für Cloud Storage weiter aus“, sagt David Friend, Mitgründer und CEO von Wasabi Technologies. „Seagate hat für Lyve Cloud eine etablierte Enterprise-Kundenbasis aufgebaut, die wir in unserem Kundenkreis willkommen heißen. Unser Ziel ist es, diese Kunden mit unserem globalen Netzwerk an Rechenzentren, Sicherheitsfunktionen wie Covert Copy, KI-gestützten Funktionen sowie Integrationen und technischem Support zu unterstützen.“
Seagate-CFO Gianluca Romano begründet derweil den Verkauf mit einer Fokussierung auf das Kerngeschäft mit Massenspeicher-Hardware. Die Lyve-Cloud-Kunden würden bei Wasabi als unabhängigem Anbieter weiter betreut.
Wachsender Speicherbedarf durch KI und Video
Der Hintergrund ist ein bekannter Trend: KI-Anwendungen, Videoarchivierung und Compliance-Vorgaben lassen den Speicherbedarf in Unternehmen weiter steigen. Gleichzeitig stehen die Preismodelle der großen Public-Cloud-Anbieter unter Druck, weil Unternehmen die Kosten genauer prüfen und ihre Anbieterzahl reduzieren wollen.
Wasabi vermarktet sich seit Jahren als günstigere Alternative zu AWS S3 oder Azure Blob Storage mit einem festen monatlichen Preis ohne Egress-Gebühren. Seagate hatte Lyve Cloud ebenfalls mit Kosteneffizienz beworben.
Sowohl Wasabi als auch Lyve Cloud haben Integrationen mit Veeam, Rubrik und Commvault. Gemeinsame Kunden müssen künftig weniger parallele S3-Endpunkte verwalten.
Über Kaufpreis und Beteiligungshöhe schweigen beide Seiten.
(red/Wasabi Technologies)