Wachsende Bedenken

US-Behörde weitet Prüfung von Teslas Selbstfahr-Software aus

Tesla
Bildquelle: Scharfsinn/Shutterstock.com

Elon Musk will, dass Millionen Teslas nur mit Kameras als Sensoren autonom unterwegs sind. Doch der Plan bereitet US-Regulierern verstärkt Sorgen.

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde vertieft ihre Untersuchung von Teslas Computersystem, das Elektroautos des Konzerns durch den Verkehr steuern soll. Die Auswertung von Unfalldaten lasse die Sorge aufkommen, dass die Technik Probleme bei schlechten Sichtbedingungen haben kann, erklärte die NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) zur Begründung.

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Tesla-Chef Elon Musk will, dass Teslas nur mit Kameras als Sensoren autonom fahren können. Konkurrenten und viele Experten warnen hingegen schon lange, Kameras allein seien nicht verlässlich genug, weil sie bei schwierigen Sichtbedingungen Probleme haben könnten. Musk beharrt jedoch auf seinem Plan.

Mehr Technik bei Rivalen 

Andere Entwickler selbstfahrender Autos wie die bei Robotaxis führende Google-Schwesterfirma Waymo setzten dagegen zusätzlich teurere Technik wie Laser-Radare ein, die die Umgebung von Fahrzeugen abtasten. Ginge Musks Rechnung auf, hätte Tesla einen erheblichen Kostenvorteil. Während die Verkäufe von Tesla-Fahrzeugen sinken, schwört er Anleger darauf ein, dass die Zukunft der Firma in Robotaxis und Robotern liege.

Die NHTSA untersucht zwei Versionen von Teslas System mit dem Namen FSD (Full Self-Driving – etwa: komplett selbstfahrend). Entgegen dem Namen ist es bisher nur ein Fahrassistenzsystem, bei dem die Fahrer stets die Kontrolle über die Verkehrssituation behalten müssen. Tesla spricht zum einen von einem «beaufsichtigten» FSD, das von den Nutzern überwacht werden soll. Die nächste Ausbaustufe, bei der sich die Fahrzeuge tatsächlich selbst steuern sollen, ist bisher in den USA nur in einer Beta-Testversion verfügbar.

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Behörde: Kameras erkannten ihre Grenzen nicht

Der Behörde zufolge soll das FSD-System nach Teslas Angaben erkennen, wenn die Kameras Sichtprobleme haben und die Fahrer warnen. In untersuchten Unfällen habe es aber nicht festgestellt, dass die Kameras etwa geblendet oder durch in der Luft schwebende Partikel behindert worden seien und auch keine Warnung ausgegeben. Die Fahrer hätten damit nicht genügend Zeit bekommen, um zu reagieren. Von der Untersuchung sind der NHTSA zufolge Tesla-Modelle ab dem Jahr 2016 betroffen.

dpa

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