KI-Agenten

Universal Commerce Protocol: Google will KI-Handel standardisieren

Google
Bildquelle: BobNoah/Shutterstock.com

Mit dem Universal Commerce Protocol will Google KI-gesteuerte Shopping-Assistenten standardisieren. Händler wie Shopify, Target und Zalando sind bereits an Bord.

Google-CEO Sundar Pichai hat auf der National Retail Federation (NRF) 2026 und in einem Blogbeitrag ein KI-Framework für den Einzelhandel vorgestellt. Im Zentrum steht das neu entwickelte Universal Commerce Protocol (UCP), das als offener Standard eine gemeinsame Kommunikationsbasis für KI-Agenten, Händler und Zahlungsdienstleister schaffen soll.

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Offener Standard für Agentic Commerce

Das UCP soll KI-Systemen ermöglichen, plattformübergreifend zusammenzuarbeiten: von der Produktsuche bis zum Bezahlvorgang. Der Standard ist kompatibel mit bestehenden Protokollen wie Agent2Agent (A2A), Agent Payments Protocol (AP2) und dem Model Context Protocol (MCP). An der Entwicklung waren nach Google-Angaben Branchengrößen wie Shopify, Etsy, Wayfair und Target beteiligt. Unterstützung kommt von über 20 weiteren Unternehmen, darunter American Express, Stripe, Visa und Zalando.

Checkout direkt in Gemini

Zunächst in den USA wird Google eine Direktkauf-Funktion ausrollen. Nutzer können dann Produkte amerikanischer Händler direkt während der Recherche im KI-Modus oder in der Gemini-App erwerben, unter Verwendung hinterlegter Zahlungsinformationen aus Google Wallet oder künftig PayPal. Dabei bleiben die Händler die offiziellen Verkäufer und können die Integration anpassen.

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Bildquelle: Google

Parallel dazu führt Google sogenannte Business Agents ein. Diese virtuellen Verkaufsberater ermöglichen es Kunden, direkt in der Google-Suche mit Marken zu chatten und Produktfragen im Tonfall der jeweiligen Marke zu klären.

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KI-gesteuerte Werbeangebote

Mit “Direct Offers” startet zudem ein Pilotprojekt für Google Ads. Werbetreibende können exklusive Angebote direkt im KI-Modus ausspielen lassen. Sucht ein Nutzer beispielsweise nach einem Teppich fürs Esszimmer, kann die KI nicht nur passende Produkte vorschlagen, sondern auch direkt Rabattaktionen einblenden. Die Entscheidung, wann ein Angebot relevant ist, trifft dabei die KI. Händler legen lediglich in den Kampagneneinstellungen fest, welche Angebote verfügbar sind.

Gemini Enterprise für Kundenservice

Die neue Plattform “Gemini Enterprise for Customer Experience” (CX) soll zudem Shopping und Kundenservice zusammenführen. Auf Basis der neuesten Gemini-Modelle stehen vorkonfigurierte KI-Agenten bereit, die laut Google innerhalb weniger Tage implementiert werden können. Diese Agenten sollen den gesamten Customer Lifecycle begleiten.

Anders als klassische Chatbots sollen die Agenten proaktiv agieren und unter Aufsicht eigenständig Probleme lösen sowie Transaktionen ausführen. Zu den ersten Nutzern gehören die US-Händler Lowe’s und Kroger. Papa Johns setzt als erstes Unternehmen den Omnichannel-Bestellagenten von Google Cloud ein.

Lars

Becker

Redakteur

IT Verlag GmbH

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