Niedrigste Kompetenzwerte seit Beginn der Pisa-Erhebungen

Streeck: Social-Media-Nutzung wirkt sich negativ auf Pisa-Erfolg aus

Pisa-Test

Wegen der schwachen Ergebnisse bei der Bildungsstudie Pisa fordert der Drogenbeauftragte Hendrik Streeck erneut Einschränkungen bei der Nutzung sozialer Medien.

«Wie viel wissenschaftliche Evidenz brauchen wir eigentlich noch, bevor wir handeln?», sagte der CDU-Politiker in Berlin. «Es geht nicht darum, Kinder den Zugang zu sozialen Medien komplett zu verbieten. Es geht darum, sie vor ungeeigneten Inhalten, manipulativen Mechanismen, problematischem Konsumverhalten und einer Nutzung in schädlichem Ausmaß zu schützen.»

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In der neuen Ausgabe der Bildungsstudie Pisa hatten Schülerinnen und Schüler in Deutschland so schlecht abgeschnitten wie nie zuvor. In Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften wurden bei den hier getesteten 15-Jährigen «die niedrigsten Kompetenzwerte seit Beginn der Pisa-Erhebungen erzielt», wie die Studienmacher bilanzierten.

«Aktuelle Studien zeigen, dass ein früher und problematischer Social-Media-Konsum die schulische Leistung messbar beeinträchtigt», sagte Streeck. «Mich beunruhigt vor allem, dass Kinder, die bereits mit elf oder zwölf Jahren soziale Medien nutzen, in Mathematik und Sprachen später bis zu einem halben Schuljahr zurückliegen. Ein halbes Schuljahr, verloren, bevor diese Kinder überhaupt in die Pubertät kommen.»

dpa

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