Der Entwickler des viralen KI-Assistenten Peter Steinberger schließt sich dem ChatGPT-Entwickler an. Was passiert jetzt mit OpenClaw?
Was als Freizeitprojekt begann, entwickelte sich innerhalb eines Monats zu einem Internet-Phänomen: Peter Steinbergers KI-Assistent OpenClaw sorgte weltweit für Aufsehen. Nun zieht der österreichische Entwickler die Konsequenzen aus dem unerwarteten Erfolg und wechselt zu OpenAI.
Von der Hummer-Invasion zum Strategiewechsel
“Das Internet wurde wieder seltsam”, beschreibt Steinberger die vergangenen Wochen. Sein ursprüngliches Ziel sei es gewesen, Spaß zu haben und Menschen zu inspirieren. Die Reaktion übertraf alle Erwartungen – unzählige Investitionsangebote, Ratschläge aus allen Richtungen und die Frage, was als nächstes komme. “Überwältigend ist eine Untertreibung”, so der Entwickler.
Steinberger hätte aus OpenClaw durchaus ein großes Unternehmen aufbauen können. Doch genau das reizt ihn nicht: “Ich bin im Herzen ein Builder.” Das Spiel der Unternehmensgründung habe er bereits 13 Jahre lang gespielt. Seine nächste Mission sei es, einen Agenten zu entwickeln, den selbst seine Mutter nutzen kann. Eine Aufgabe, die tiefgreifende Überlegungen zur Sicherheit und Zugang zu neuesten Modellen erfordere.
OpenClaw wird zur Stiftung
Vergangene Woche führte Steinberger in San Francisco Gespräche mit den großen KI-Laboren. Dabei erhielt er Zugang zu unveröffentlichter Forschung. Je mehr er mit OpenAI sprach, desto deutlicher wurde: Beide teilen dieselbe Vision. Der Wechsel sei der schnellste Weg, seine Arbeit einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Für Steinberger war stets wichtig, dass OpenClaw quelloffen bleibt. OpenAI habe starke Zusagen gemacht und sponsert das Projekt bereits. Um eine angemessene Struktur zu schaffen, arbeitet Steinberger an der Gründung einer Stiftung. Diese soll ein Ort für Denker, Hacker und Menschen bleiben, die ihre Daten kontrollieren wollen – mit dem Ziel, künftig noch mehr Modelle und Unternehmen zu unterstützen.
OpenAI-Chef Sam Altman erklärte auf X, Steinberger werde die nächste Generation persönlicher Agenten vorantreiben. Die Community um OpenClaw bezeichnet der Entwickler als “etwas Magisches”, das unter dem Dach der geplanten Stiftung weiter gedeihen soll.