Der taiwanische Halbleiterkonzern TSMC hat im vierten Quartal einen kräftigen Gewinnsprung verzeichnet und rechnet angesichts der starken Nachfrage nach Chips für Künstliche Intelligenz mit weiterem Wachstum.
Der weltweit größte Auftragsfertiger für Halbleiter teilte mit, der Gewinn sei im Zeitraum von Oktober bis Dezember im Jahresvergleich um 35 Prozent auf rund 16 Milliarden US-Dollar (rund 13,7 Milliarden Euro) gestiegen. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen von Analysten.
Große Nachfrage nach modernen Halbleitern
Der Umsatz kletterte im Schlussquartal auf umgerechnet gut 28,5 Milliarden Euro. Nach Angaben des Konzerns wurde das Geschäft vor allem von der hohen Nachfrage nach moderner Technik in der Chipfertigung getragen, mit der TSMC sehr leistungsfähige Chips herstellen kann.
Für das laufende erste Quartal stellt TSMC weiteres kräftiges Wachstum in Aussicht. Der Umsatz könnte im Jahresvergleich deutlich und bis zu 40 Prozent zulegen.
Auch bei den Investitionen legt TSMC nach. Für das Jahr 2026 plant der Konzern Ausgaben zwischen 52 und 56 Milliarden Dollar, ebenfalls ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr.
Geopolitik bleibt Unsicherheitsfaktor
TSMC profitiert vom weltweiten Boom rund um Künstliche Intelligenz. Zu den Kunden des Konzerns zählen große internationale Technologiefirmen wie Nvidia und Apple.
Geopolitische Spannungen prägen das Umfeld. Die Taiwan-Frage bleibt ein zentraler Unsicherheitsfaktor, da die demokratische Inselrepublik politisch von China beansprucht wird und eine Schlüsselrolle in der globalen Chipproduktion spielt. Gleichzeitig greift US-Präsident Donald Trump stärker in die Industriepolitik ein.
dpa