Irreparabel beschädigt

Iran-Krieg: AWS gibt zerstörte Rechenzentren auf

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Bildquelle: Sundry Photography/Shutterstock.com

Sechs Monate nach den Drohnenangriffen im Rahmen des Iran-Kriegs zieht Amazon Web Services eine ernüchternde Bilanz: Ein Teil der zerstörten Cloud-Infrastruktur in Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten wird dauerhaft ausfallen.

Amazon Web Services hat am Dienstag über das eigene Statusportal mitgeteilt, dass beschädigte Cloud-Standorte in Bahrain und in Teilen der VAE nicht wieder in Betrieb gehen.

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Kein Weg zurück für betroffene Standorte

Laut dem Eintrag im AWS Health Dashboard übersteigen die Schäden an mehreren Standorten in Bahrain jenes Maß, für das die Systeme ausgelegt wurden. Nach eingehender Prüfung sei klar, dass Kunden auf die dort ausschließlich gespeicherten Ressourcen und Daten keinen Zugriff mehr erhalten werden.

Ähnlich sieht die Lage in einer Availability Zone in den VAE aus: Auch dort gelten Daten und Ressourcen als nicht wiederherstellbar. Zwei weitere betroffene Zonen in den Emiraten sollen dagegen repariert werden, die entsprechenden Arbeiten laufen laut AWS weiter.

Nach einer gründlichen Prüfung sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir den Zugriff auf die Ressourcen und Daten, die ausschließlich in der Verfügbarkeitszone „mec1-az2“ gehostet werden, nicht wiederherstellen können. Wir arbeiten weiterhin daran, die regionalen Ressourcen sowie die in den anderen betroffenen Verfügbarkeitszonen („mec1-az1“ und „mec1-az3“) gehosteten zonalen Ressourcen wiederherzustellen.

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Angriffe vom März

Amazon hatte im März bestätigt, dass zwei Rechenzentren in den VAE direkt von Drohnen getroffen wurden. Ein Standort in Bahrain wurde durch einen Angriff in der Nähe in Mitleidenschaft gezogen. Betroffene Kunden sollten ihre Workloads damals auf andere AWS-Regionen umziehen. Amazon rechnete zudem mit anhaltenden Unsicherheiten im Nahen Osten und stufte den Betrieb in der Region als schwer planbar ein.

Die iranischen Revolutionsgarden übernahmen die Verantwortung für die Angriffe. Als Begründung für das Ziel in Bahrain nannten sie die Unterstützung Amazons für das US-Militär.

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Golfregion überdenkt Sicherheitskonzept für Rechenzentren

Der Vorfall bringt Diskussionen über die Sicherheit von KI-Infrastruktur am Golf ins Rollen. Die Region hatte sich zuletzt stark um Investitionen im Zuge des KI-Booms bemüht. Im Mai 2025 sicherten OpenAI, Nvidia, Oracle und Cisco ihre Beteiligung am Projekt „UAE Stargate“ zu, einem Rechenzentrumscampus mit geplanter Kapazität von 5 Gigawatt auf einer Fläche von rund 26 Quadratkilometern.

Reuters berichtet unter Berufung auf informierte Personen, dass die VAE das Projekt inzwischen überarbeiten. Im Gespräch sind eine stärkere räumliche Verteilung der Anlagen über das Land sowie zusätzliche Schutzmaßnahmen. Dazu zählen unterirdisch gebaute Standorte, explosionsresistenter Beton und Abwehrsysteme gegen Drohnen und Raketen.

Weitere Updates angekündigt

Amazon erklärte, man stehe weiterhin zur Unterstützung der Kunden in Bahrain und den VAE. Für die Emirate sollen in den kommenden Monaten neue Informationen folgen. Für Bahrain plant das Unternehmen ein Update frühestens Anfang 2027.

(red)

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