Der Spielwarenherstellern Hasbro wurde Opfer eines Hackerangriffs und kämpft nun mit den Folgen.
Ende März bemerkte der US-Spielekonzern Hasbro ungewöhnliche Aktivitäten in seiner IT-Infrastruktur. Als Reaktion fuhr das Unternehmen Teile seiner Systeme herunter, ein üblicher Schritt, um weiteren Schaden zu begrenzen. Gegenüber der US-Börsenaufsicht SEC legte der Konzern den Vorfall offen, wie es börsennotierte Unternehmen in solchen Fällen tun müssen. Die Wiederherstellung des Normalbetriebs könnte sich demnach über Wochen hinziehen.
Auffällig ist, was Hasbro nicht sagt: Über die Art des Angriffs schweigt sich das Unternehmen aus. Ob es sich um Ransomware handelt, ob Daten abgeflossen sind, ob die Angreifer Kontakt aufgenommen haben, all das bleibt offen. Eine Unternehmenssprecherin beschränkte sich auf allgemeine Formulierungen und betonte lediglich, man habe schnell reagiert.
Angreifer möglicherweise noch im Netz
Dass Hasbro gleichzeitig erklärte, man arbeite weiter daran, den Geschäftsbetrieb abzusichern, lässt aufhorchen. Es könnte darauf hindeuten, dass der Vorfall noch nicht eingedämmt ist und die Angreifer womöglich weiterhin Zugriff haben. Externe Sicherheitsexperten wurden hinzugezogen.
Die Webpräsenz des Unternehmens war zwischenzeitlich nur eingeschränkt erreichbar und zeigte Wartungshinweise an. Über Notfallprozesse will Hasbro aber sicherstellen, dass Bestellungen und Lieferungen trotzdem weiterlaufen.
Für Hasbro steht einiges auf dem Spiel. Der Konzern mit mehr als 5.000 Beschäftigten hält die Rechte an einigen der bekanntesten Marken der Spielwaren- und Unterhaltungsbranche. Dazu gehören unter anderem Transformers, Peppa Pig, Dungeons & Dragons, Monopoly, My Little Pony und das Sammelkartenspiel Magic: The Gathering.