Nach dem Hackerangriff bleibt der IT-Kern der Kreisverwaltung Ahrweiler verschont. Nur das «Schaufenster» ist betroffen. Dafür gibt es eine Übergangslösung.
Update vom 29.04.2026, 06.27 Uhr
Nach einem Cyber-Angriff auf die Kreisverwaltung Ahrweiler läuft der Betrieb der Behörde nach eigenen Angaben weitgehend uneingeschränkt. Der Kernbereich der IT sei nicht betroffen, teilte die Verwaltung mit. Mitarbeitende seien wie gewohnt per E-Mail und telefonisch erreichbar, vereinbarte Termine könnten stattfinden.
Betroffen ist demnach vor allem die Internetseite der Kreisverwaltung. «Man kann die Situation mit einem Laden vergleichen: Unser Schaufenster, die Internetseite der Kreisverwaltung, ist von dem Cyber-Vorfall betroffen», sagte der Fachbereichsleiter für zentrale Aufgaben der Kreisverwaltung, Erich Seul. «Das Ladeninnere jedoch wurde nicht angegriffen, sodass die tägliche Arbeit normal weiterläuft.»
Die IT-Abteilung überprüft den Angaben zufolge die Systeme weiterhin sicherheitstechnisch. Parallel laufen forensische Untersuchungen durch einen externen Cyber-Sicherheitsdienstleister. Weitere Auffälligkeiten seien bislang nicht festgestellt worden.
Währenddessen arbeitet die Verwaltung am Neuaufbau ihrer Internetseite. Unter https://kreis-ahrweiler.de steht so lange eine Interimsseite mit Kontaktmöglichkeiten, Online-Terminvergabe sowie digitalen Bürgerdiensten zur Verfügung.
dpa
Erstmeldung von Dienstag, 28.04.2026: Hackerangriff auf Kreis Ahrweiler
Auf die Internetseite und einige Online-Dienste der Kreisverwaltung Ahrweiler hat es eine Hackerattacke gegeben. Es handele sich um einen Cyberangriff auf die Wordpress-Systeme, die die Verwaltung nutzt, teilte die Kreisverwaltung mit. Demnach wurden bereits am Donnerstag vergangener Woche Unregelmäßigkeiten auf der Internetseite festgestellt. Die Seite sei unmittelbar und vorsorglich abgeschaltet worden, hieß es. Seitdem liefen sicherheitstechnische Überprüfungen.
Bei weiteren Untersuchungen eines auf Cyber-Sicherheit spezialisierten externen Dienstleisters habe sich am Montag herausgestellt, dass es auch bei weiteren Online-Diensten Auffälligkeiten gab. Dazu zählen den Angaben zufolge unter anderem das Kreistagsinformationssystem und das Archiv des Heimatjahrbuchs. Auch diese Dienste seien vorsorglich abgeschaltet worden.
Interims-Internetseite eingerichtet
Aktuell werde intensiv daran gearbeitet, zu identifizieren, woher der Angriff auf die Internetseite kam. Ob persönliche Daten an Dritte abgeflossen sind, kann laut der Kreisverwaltung nach aktuellem Kenntnisstand nicht ausgeschlossen werden.
Vorsorglich empfiehlt sie Bürgerinnen und Bürgern, die ihre E-Mail-Adressen über die Internetseite der Kreisverwaltung hinterlegt haben, ihre Zugangsdaten der Mail-Postfächer zu ändern und auf ungewöhnliche Aktivitäten zu achten. Um weiterhin Services zur Verfügung zu stellen, wurde eine Interims-Internetseite geschaltet.
dpa