Wahlfreiheit bei KI-Funktionen

Firefox 156 startet PDF-Viewer 45 Prozent schneller

Firefox
Bildquelle: Robert Way/Shutterstock.com

Firefox 156 bringt einen schnelleren PDF-Viewer und effizientere Bildverarbeitung, dazu gesponserte Vorschläge in der Adressleiste.

Mozilla hat Firefox 156 veröffentlicht, die zweite Version seit der Umstellung auf einen zweiwöchigen Veröffentlichungsrhythmus. Das Update bringt vor allem technische Verbesserungen im Hintergrund sowie eine neue Werbefunktion in der Adressleiste. Über die Details berichtete zuerst der Blog OMG Ubuntu.

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Schnellerer PDF-Viewer und effizientere Bildverarbeitung

Der in Firefox integrierte PDF-Betrachter startet laut Mozilla in dieser Version bis zu 45 Prozent schneller, da der im Hintergrund laufende PDF.js-Prozess künftig bereits beim Öffnen des Browsers und nicht erst bei Bedarf geladen wird. Beim Anzeigen großer JPEG-Bilder nutzt Firefox 156 zudem eine als IDCT-Skalierung bezeichnete Funktion der Bibliothek libjpeg-turbo, mit der Bilder bereits während der Dekodierung verkleinert werden, statt sie zunächst vollständig in voller Auflösung zu laden und erst danach zu verkleinern. Laut Angaben im zugehörigen Bugzilla-Eintrag benötigt dieses Verfahren beim Laden sehr großer Bilder bis zu 20-mal weniger Arbeitsspeicher und ist bis zu doppelt so schnell; da die Ladezeiten bereits zuvor kurz waren, dürfte der Unterschied für Nutzerinnen und Nutzer kaum spürbar sein.

Gesponserte Vorschläge in drei weiteren Ländern

Zudem aktiviert Mozilla mit diesem Update gesponserte Vorschläge in der Adressleiste für Nutzerinnen und Nutzer in Frankreich, Deutschland und Italien; in einigen anderen Regionen war die Funktion bereits zuvor verfügbar. Wer die Werbevorschläge nicht nutzen möchte, kann sie über die Einstellungen unter „Suche“ und „Firefox-Vorschläge“ im Bereich „Vorschläge von Sponsoren“ deaktivieren. Der Rest der Version besteht laut OMG Ubuntu vor allem aus Fehlerkorrekturen. In etwa zwei Wochen soll laut PC World mit Firefox 157 die nächste Version folgen, die unter anderem Unterstützung für das moderne Bildformat JPEG XL bringen soll – ein Format, das bei gleicher Bildqualität deutlich kleinere Dateien als JPEG ermöglicht, aber bislang mit Ausnahme von Safari kaum Browser-Unterstützung findet; Chrome hatte JPEG XL zeitweise unterstützt, die Unterstützung 2022 jedoch wieder eingestellt.

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Mozilla betont Wahlfreiheit bei KI-Funktionen

In einem begleitenden Blogbeitrag bekräftigte Mozilla zudem seinen Anspruch, Nutzerinnen und Nutzern volle Kontrolle über den Einsatz von KI-Funktionen im Browser zu lassen.

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„Die einzige Person, die dir sagen sollte, wie viel KI du brauchst, solltest du selbst sein.“

Mozilla

Über einen eigenen Bereich „KI-Kontrollen“ in den allgemeinen Einstellungen lassen sich aktuelle und künftige KI-Funktionen sowie zugehörige Pop-ups zentral über einen einzigen Schalter blockieren; einzelne Funktionen wie KI-Übersetzungen, automatisch generierte Bildbeschreibungen im PDF-Viewer, Vorschläge für Tab-Gruppen oder Kernpunkte in Linkvorschauen lassen sich darüber hinaus auch einzeln an- und abschalten.

Als am stärksten integrierte KI-Funktion nennt Mozilla das in der Beta-Phase befindliche „Smart Window“, ein neuer Fenstertyp mit eingebautem KI-Assistenten, der nach Angaben von Mozilla nur mit ausdrücklich freigegebenem Kontext aus offenen Tabs und dem Browserverlauf arbeitet, um etwa Informationen zu vergleichen, Seiten zusammenzufassen oder bei der Projektplanung zu helfen. Wer stattdessen etwa Googles KI-generierte „AI Overviews“ in Suchergebnissen blockieren möchte, kann laut Mozilla auf eine der mehr als 100 dafür verfügbaren Firefox-Erweiterungen zurückgreifen.

(red)

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