Macron besucht mit dem niederländischen Regierungschef Jetten das Techzentrum in Eindhoven. Mit dabei Unternehmer beider Länder. Es ist ein Signal.
Frankreich und die Niederlande wollen gemeinsam eng bei der technologischen Entwicklung Europas zusammenarbeiten. Der europäische Tech-Sektor müsse gestärkt werden, bekräftigten der französische Präsident Emmanuel Macron und der niederländische Regierungschef Rob Jetten bei einem gemeinsamen Besuch des Technologiezentrums Brainport in Eindhoven.
Beide unterstrichen die hohe Bedeutung der strategischen Autonomie Europas angesichts geopolitischer Veränderungen und internationaler Konflikte. «Wenn Europa im Rennen bleiben will, muss es Produktionsketten in Europa festigen», sagte Macron. Die französisch-niederländische Zusammenarbeit beschrieb er als Motor für Innovation, KI, Quantentechnologie und Elektronik.
«Die Europäische Union muss selbst zu einem Technologieriesen werden», sagte Jetten. Unternehmen, Forschung, Talent und Industrie müssten besser miteinander vernetzt werden.
Besuch bei ASML
Macron und Jetten wurden von Vertretern von Tech-Unternehmen begleitet und besuchten auch den Hersteller von Maschinen zur Herstellung von Mikrochips, ASML. Der weltweite Marktführer hatte im vergangenen Jahr rund 1,3 Milliarden Euro in das französische KI-Start-up Mistral AI investiert und wurde damit zum größten Anteilseigner.
Macron sollte nach dem nur wenige Stunden dauernden Besuch nach Großbritannien weiterreisen.
dpa