Weil er einen Cyberangriff auf die Ölindustrie-Firma Rosneft Deutschland GmbH gestartet haben soll, kommt ein 31-Jähriger heute (9.00 Uhr) in Berlin vor Gericht.
Der Mann soll laut Ermittlungen bei mehreren Zugriffen im Frühjahr 2022 rund 20 Terabyte Daten kopiert sowie andere Daten gelöscht haben. Im Prozess vor dem Amtsgericht Tiergarten lautet die Anklage auf Ausspähen von Daten, Computersabotage und Datenveränderung.
Das Unternehmen wird der Kritischen Infrastruktur im Energiesektor zugeordnet. Der Hack auf das Tochterunternehmen des russischen Energieunternehmens Rosneft verursachte laut Staatsanwaltschaft einen Schaden in Millionenhöhe. So musste die Firma ihre gesamten Systeme offline nehmen und Untersuchungen einleiten. Zu einer Veröffentlichung des abgegriffenen Datenpakets sei es nicht gekommen. Der Angeklagte soll im Namen der Gruppe Anonymous agiert haben. Sie ist seit Mitte 2023 inaktiv.
dpa