Für 420 Millionen Dollar übernimmt der Endpoint-Security-Anbieter CrowdStrike das Start-up Seraphic Security. Es ist bereits die zweite Akquisition innerhalb weniger Tage.
CrowdStrike weitet sein Sicherheitsportfolio weiter aus: Das Unternehmen gab am Dienstag auf der eigenen Website bekannt, den Browser-Sicherheitsspezialisten Seraphic Security übernehmen zu wollen. Laut Medienberichten beträgt der Kaufpreis etwa 420 Millionen US-Dollar. Seraphic hat sich auf den Schutz vor browserbasierten Angriffen spezialisiert, darunter Zero-Day-Exploits und Phishing. Die Besonderheit: Die Lösung kommt ohne separate Secure Browser aus und leitet auch keinen Traffic um.
Strategie: Identity Security und Browser-Schutz kombinieren
Erst vor wenigen Tagen hatte CrowdStrike die Übernahme von SGNL angekündigt, einem Anbieter für Identity Security, für 740 Millionen Dollar. Die beiden Zukäufe fügen sich in eine gemeinsame Strategie ein: CrowdStrike will die Browser-Schutztechnologie von Seraphic mit der Identitätsprüfung von SGNL und der Endpoint-Telemetrie seiner Falcon-Plattform verzahnen.
Das Ziel sei eine durchgängige Zero-Trust-Architektur vom Endgerät über den Browser bis in die Cloud, erklärte das Unternehmen. Mitarbeiter und externe Dienstleister sollen künftig unabhängig von Standort und Endgerät sicher auf Unternehmensressourcen zugreifen können – und das über den Browser ihrer Wahl.
Sicherheit ohne Browser-Wechsel
CrowdStrike-Chef George Kurtz betonte, dass Nutzer nicht gezwungen werden sollen, auf einen bestimmten Browser umzusteigen. Seraphics Ansatz entkopple die Sicherheitsfunktionen vom Browser selbst. So lasse sich jeder gängige Browser absichern, ohne die Arbeitsweise der Anwender zu verändern oder die Produktivität einzuschränken.
“Der Browser ist der Ort, an dem moderne Arbeit stattfindet”, sagte Ilan Yeshua, CEO und Mitgründer von Seraphic. “Mit CrowdStrike bringen wir Schutz auf Plattform-Niveau zur wichtigsten Ausführungsebene im Unternehmen.”
Der Deal soll im ersten Quartal von CrowdStrikes Geschäftsjahr 2027 über die Bühne gehen. Der größte Teil der Kaufsumme wird bar gezahlt, ein kleinerer Anteil in Form von Aktien mit Vesting-Bedingungen.