Der Einstieg eines neuen Teams in die Formel 1 ist ein organisatorischer Kraftakt. Neben Fahrzeugentwicklung und Rennbetrieb entscheidet vor allem die Leistungsfähigkeit der internen Prozesse über den Erfolg.
Genau hier setzt die Zusammenarbeit zwischen dem Cadillac Formula 1 Team und dem Industrie-Softwareanbieter IFS an, der das Team bereits vor dem offiziellen Start in der Königsklasse technologisch begleitet.
Noch bevor Cadillac die formale Zulassung für die Formel 1 erhielt, begann der schrittweise Einsatz der IFS-Software. Zunächst standen grundlegende Funktionen wie Finanzwesen und Einkauf im Fokus. In weiteren Ausbaustufen kamen unter anderem Lieferkettensteuerung, Produktionsplanung sowie Qualitäts- und Bestandsmanagement hinzu. Ziel war es, von Anfang an stabile Prozesse aufzubauen, die mit dem schnellen Wachstum eines Formel-1-Teams Schritt halten können.
Entscheidungen in Echtzeit statt Bauchgefühl
In der Formel 1 entscheiden oft Sekundenbruchteile – nicht nur auf der Strecke, sondern auch in der Vorbereitung. Durch die Zusammenführung von Daten aus Engineering, Logistik und Betrieb unterstützt die Software fundierte Entscheidungen in Echtzeit. Das betrifft sowohl die Entwicklung des Fahrzeugs als auch die Abläufe an den Rennwochenenden. Gleichzeitig helfen automatisierte Prozesse dabei, manuelle Arbeit zu reduzieren und Ressourcen gezielter einzusetzen.
Effizienz unter strengen Regeln
Der Rennsport unterliegt klaren finanziellen und technischen Vorgaben, etwa durch Budgetobergrenzen und Reglements. Digitale Transparenz spielt deshalb eine zentrale Rolle. Die eingesetzten Systeme ermöglichen es dem Team, Kosten, Materialeinsatz und Produktionsschritte präzise zu steuern und regulatorische Anforderungen einzuhalten, ohne an Geschwindigkeit oder Flexibilität zu verlieren.
Die Formel 1 gilt als eine der datenintensivsten Sportarten weltweit. Für IFS ist die Zusammenarbeit mit dem Cadillac Formula 1 Team daher auch ein praktisches Beispiel dafür, wie industrielle Software unter extremen Bedingungen eingesetzt werden kann. Prozesse müssen stabil laufen, obwohl Zeitdruck, Komplexität und Veränderung zum Alltag gehören.
Neben der operativen Nutzung ist die Partnerschaft auch nach außen sichtbar. Die Marke IFS wird künftig auf Fahrzeugen sowie auf der Team- und Fahrerausstattung präsent sein. Im Mittelpunkt steht jedoch nicht die Außendarstellung, sondern der Anspruch, technologische Präzision und Leistungsfähigkeit in einem hochkompetitiven Umfeld zu demonstrieren.