Passkeys statt Passwörter

Biometrisches Bezahlen gewinnt in Deutschland an Bedeutung

Mastercard beobachtet in seiner aktuellen Payment-Pulse-Studie einen deutlichen Wandel im Bezahlverhalten: Immer mehr Menschen nutzen biometrische Verfahren wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung, um sich beim Bezahlen zu authentifizieren.

Besonders stark treibt die Generation Z diese Entwicklung voran, während Sicherheit und Komfort als wichtigste Gründe gelten.

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Junge Zielgruppen setzen auf biometrische Authentifizierung

Bereits rund ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland hat laut Untersuchung biometrisch bezahlt. Unter den 18- bis 29-Jährigen liegt der Anteil deutlich höher und überschreitet die Hälfte. Biometrie kommt jedoch nicht nur beim Bezahlen zum Einsatz, sondern vor allem beim Entsperren von Smartphones sowie beim Onlinebanking. Jüngere Nutzer greifen auch beim digitalen Einkauf und teilweise im stationären Handel darauf zurück.

Diese Zahlen zeigen, dass biometrische Verfahren zunehmend zum Alltag gehören und sich besonders in mobilen Nutzungsszenarien etablieren.

Sicherheit bleibt das wichtigste Argument

Für viele Anwender steht der Schutz sensibler Daten im Vordergrund. Ein großer Teil der Befragten nennt Sicherheit als wichtigsten Vorteil biometrischer Verfahren, gefolgt von Bequemlichkeit, da Passwörter oder PINs entfallen. Auch Geschwindigkeit und einfache Handhabung spielen eine Rolle.

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In der Praxis dominieren derzeit Fingerabdruck- und Gesichtserkennungssysteme. Andere Methoden wie Iris- oder Stimmerkennung sind bislang kaum verbreitet und gelten noch als Nischenlösungen.

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Passkeys und Tokenisierung verändern den Online-Checkout

Parallel zur stärkeren Nutzung von Biometrie entwickelt sich auch die technische Infrastruktur für digitale Zahlungen weiter. Mastercard setzt dabei auf sogenannte Passkeys, bei denen die Authentifizierung über biometrische Merkmale direkt auf dem Endgerät erfolgt. Sensible Daten werden nicht an Händler oder Zahlungsnetzwerke übertragen, sondern durch verschlüsselte Einmal-Token ersetzt.

Langfristig verfolgt das Unternehmen das Ziel, digitale Zahlungen vollständig zu tokenisieren und damit Sicherheit sowie Nutzerfreundlichkeit weiter zu erhöhen.

Neue biometrische Verfahren im stationären Handel

Auch im klassischen Einzelhandel könnten biometrische Bezahlmethoden künftig eine größere Rolle spielen. Ein erheblicher Teil der Verbraucher kann sich vorstellen, per Gesichtserkennung oder ähnlichen Verfahren ohne klassischen Kassiervorgang zu bezahlen. Technologische Ansätze wie Handflächen- oder Irisscans werden bereits erprobt.

Im Mittelpunkt stehen dabei weiterhin Datenschutz und lokale Speicherung biometrischer Informationen, sodass lediglich das Ergebnis der Authentifizierung in den Bezahlprozess einfließt.

Studienhintergrund

Die Ergebnisse stammen aus einer repräsentativen Onlinebefragung im Auftrag von Mastercard, durchgeführt durch das Marktforschungsinstitut GfK im Oktober 2025. Befragt wurden etwas mehr als tausend Personen zwischen 18 und 74 Jahren in Deutschland.

Pauline Dornig

Pauline

Dornig

Online-Redakteurin

IT Verlag GmbH

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