Amazons Cloud-Sparte AWS bestätigt einen Stromausfall und Brand in einer Availability Zone in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ein Zusammenhang mit den iranischen Angriffen liegt nahe, ist aber noch nicht bestätigt.
AWS hat am Sonntag einen Vorfall in einem seiner Rechenzentren in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) gemeldet. Gegen 12.30 Uhr Ortszeit (4:30 Uhr PST) seien Objekte auf das Gebäude getroffen und hätten Funken sowie einen Brand ausgelöst, teilte das Unternehmen mit. Die Feuerwehr habe daraufhin den Strom zum betroffenen Gebäude gekappt, um den Brand zu löschen.
Betroffen ist laut AWS die Availability Zone „mec1-az2″. Eine Availability Zone besteht bei AWS aus einem oder mehreren physisch getrennten, aber miteinander verbundenen Rechenzentren innerhalb einer Region. Die übrigen Zonen in der VAE-Region seien weiterhin in Betrieb, so das Unternehmen. Die Wiederherstellung der Konnektivität in der betroffenen Zone werde mehrere Stunden in Anspruch nehmen.
Zusammenhang mit iranischen Angriffen unklar
Die VAE befinden sich derzeit in einer angespannten Sicherheitslage: Der Iran hatte zuvor mit Raketen und Drohnen Vergeltungsschläge gegen die Emirate geflogen, nachdem die USA und Israel iranisches Territorium angegriffen hatten. Die Angriffe trafen unter anderem Flughäfen, Häfen und Wohngebiete im Land.
Ob der Rechenzentrumsvorfall in direktem Zusammenhang mit diesen Angriffen steht, ließ AWS auf Nachfrage der Nachrichtenangentur Reuters offen. Das Unternehmen bestätigte den Zusammenhang weder, noch dementierte es ihn.
Für Nutzer von AWS-Diensten in der betroffenen Availability Zone kann es in der Zwischenzeit zu Ausfällen oder eingeschränkter Erreichbarkeit kommen. Wer seine Workloads über mehrere Availability Zones verteilt hat, dürfte von dem Ausfall weniger stark betroffen sein. Genau dafür sind die redundanten Zonen konzipiert.