Acer hat auf der IFA 2026 mit dem SFF RTX Spark einen kompakten KI-Arbeitsplatzrechner vorgestellt, der auf Nvidias RTX-Spark-Plattform basiert und dabei gezielt Systeme wie Apples Mac Studio als Konkurrenz ins Visier nimmt.
Das System kombiniert eine Nvidia-Blackwell-Grafikeinheit mit bis zu 6.144 CUDA-Kernen sowie einen Grace-Hauptprozessor mit bis zu 20 Kernen zu einem gemeinsamen RTX-Spark-Superchip. Nach Angaben von Acer erreicht das System dadurch bis zu 1 Petaflop an KI-Rechenleistung im FP4-Format. Zentrales Merkmal ist zudem eine Architektur mit bis zu 128 Gigabyte gemeinsam genutztem Arbeitsspeicher zwischen Haupt- und Grafikprozessor, wodurch sich klassische Engpässe bei der Speicherbandbreite zwischen beiden Komponenten vermeiden lassen sollen. Acer richtet das Gerät dabei gezielt an Content-Ersteller, KI-Entwickler sowie Gamer, die erhebliche lokale Rechenleistung benötigen, ohne dabei auf Cloud-Infrastruktur angewiesen zu sein.
Damit lasse sich eine Kombination aus Rechenleistung und Datenschutz erreichen, da sich anspruchsvolle KI-Modelle sowie autonome digitale Assistenten direkt auf dem Gerät selbst ausführen ließen, statt Daten in die Cloud zu übertragen.
„Es ist darauf ausgelegt, bis zu 1 Petaflop an KI-Leistung sowie bis zu 128 Gigabyte hochschnellen, gemeinsam genutzten Speicher zu liefern.“
Acer
Acer RTX-Spark-PC: Preis, Maße und Verfügbarkeit bislang unbekannt
Konkrete Angaben zu Preis, Abmessungen, Stromverbrauch oder alternativen Speicherkonfigurationen machte Acer bislang nicht, eine Markteinführung sei laut Unternehmensangaben zu einem späteren Zeitpunkt geplant. Anhand der bislang veröffentlichten Werbebilder lassen sich immerhin ein HDMI-Anschluss, ein RJ45-Ethernet-Port sowie vier USB-Typ-C-Anschlüsse erkennen, über die das Gerät zudem mit Strom versorgt wird. Nach Einschätzung mehrerer Fachmedien dürfte der tatsächliche Preis angesichts der eingesetzten, besonders leistungsfähigen Nvidia-Hardware sowie der allgemein gestiegenen Speicherpreise recht hoch ausfallen. Das Fachmagazin TechRadar äußerte sich zudem skeptisch zur konkreten Zielgruppe des Geräts und merkte an, die bislang veröffentlichten Informationen konzentrierten sich fast ausschließlich auf reine KI-Kennzahlen, obwohl Acer das Gerät zugleich auch für Gamer bewerbe.
Der RTX-Spark-Superchip selbst basiert auf einer Arm-Architektur und wurde ursprünglich bereits auf der Computex 2026 vorgestellt. Neben Acer entwickeln nach Angaben von Nvidia auch weitere Hersteller eigene Geräte auf Basis derselben Plattform, sowohl als kompakte Desktop-Rechner als auch als schlanke Windows-Notebooks.
(red)