Anzeige

Datenbrille

Eine vernetzte Brille auf der Nase statt ein Handy am Ohr: 26 Prozent der Smartphone-Nutzerinnen und -Nutzer glauben daran, dass ihre Mobiltelefone bis 2030 durch Datenbrillen ersetzt werden.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.002 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, darunter 789 Personen, die ein Smartphone verwenden.

Smartphones werden in den kommenden Jahren wichtig bleiben, aber immer stärker durch Datenbrillen ergänzt und zunehmend auch ersetzt werden“, erklärt Dr. Sebastian Klöß, Bereichsleiter für Consumer Technology beim Bitkom. Immer mehr Unternehmen arbeiten an Augmented-Reality-Brillen, die Informationen in das Sichtfeld projizieren. „Nutzerinnen und Nutzer können sich dann etwa Navigations-Hinweise, die Bewertung für ein Restaurant oder Informationen über ein Kunstwerk im Museum in die natürliche Umgebung einblenden lassen“, so Klöß. „Auch an smarten Kontaktlinsen, die Informationen direkt im Sichtfeld einblenden können, arbeiten Unternehmen bereits.“

Andere Geräte werden ebenfalls als Handy-Alternative an Bedeutung gewinnen: 40 Prozent der Befragten rechnen mit mehr Konkurrenz durch Smartwatches, 38 Prozent durch Sprachassistenten. Sechs Prozent der Teilnehmenden glauben sogar, dass Smartphones bis 2030 durch Chips ersetzt werden, die in den menschlichen Körper implantiert werden. Dennoch gehen 89 Prozent der Befragten davon aus, dass die Bedeutung des Smartphones bis 2030 weiter zunehmen wird. 73 Prozent erwarten, dass die Geräte immer mehr Funktionen übernehmen.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Im Januar 2021 wurden dabei 1.002 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt, darunter 789 Personen, die ein Smartphone verwenden. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Frage lautete: „Nun lese ich Ihnen einige Aussagen zur Zukunft des Smartphones bis 2030 vor. Inwieweit stimmen sie den folgenden Aussagen zu auf einer Skala von (1) Stimme voll und ganz zu, (2) Stimme eher zu, (3) Stimme eher nicht zu bis (4) Stimme überhaupt nicht zu?“ (Angaben für ‚Trifft voll und ganz zu‘ und ‚Trifft eher zu‘)“.

www.bitkom.org


Artikel zu diesem Thema

Mobile Payment Watch
Jun 01, 2021

Kontaktloses Bezahlen wird durch Corona zum Standard

Der Boom beim kontaktlosen Bezahlen an der Ladenkasse seit Beginn der Corona-Pandemie…
Augmented Reality
Nov 28, 2020

Wie Augmented Reality das Einkaufserlebnis im Einzelhandel verbessert

Mit Shopping-Apps, die Barcode-Scanning und Augmented Reality verbinden, können Händler…

Weitere Artikel

Haus digital

Energieeffiziente Gebäude: Wir brauchen eine digitale Renovierungswelle

Die Bundesregierung hat die Förderung energieeffizienter Gebäude gestoppt. Ein Kommentar von Bitkom-Präsidiumsmitglied Matthias Hartmann.
Twitter

"Twitter Flock": Tweets nur für enge Freunde

Der Mikroblogging-Service Twitter arbeitet offenbar an einem Feature, das es Usern ermöglicht, Tweets nur mit engeren Freunden zu teilen. Bis zu 150 Personen kann dieser "Flock" umfassen, wie der italienische Entwickler und Tech-Blogger Alessandro Paluzzi…
Cloud Computing

Die Kohlenstoffemissionen werden die Kaufentscheidungen für Cloud-Lösungen bestimmen

Bis 2025 werden die Kohlenstoffemissionen von Hyperscale-Cloud-Services an dritter Stelle bei Cloud-Kaufentscheidungen stehen, so das Research- und Beratungsunternehmen Gartner.
Hacker

Hackerangriff auf Unfallkasse Thüringen – Server verschlüsselt

Das Computersystem der Unfallkasse Thüringen (UKT) ist Ziel eines Hackerangriffs geworden. «Am 4. Januar 2022 erfolgte ein gezielter Angriff auf unsere informationstechnischen Systeme», schreibt die UKT auf ihrer Internetseite.
Bosch

Bosch verbündet sich mit VW-Softwaretochter Cariad fürs autonome Fahren

Bosch und die VW-Softwaretochter Cariad wollen bei der Entwicklung selbstfahrender Autos zusammenarbeiten. Es wurde dazu eine umfassende Partnerschaft vereinbart, wie Bosch und Cariad am Dienstag gemeinsam in Stuttgart und Wolfsburg mitteilten.
5G

5G-Ausbau in Europa ist laut EU-Rechnungshof deutlich zu langsam

Der Ausbau des neuen Mobilfunkstandards 5G kommt in vielen EU-Staaten einem Bericht des Europäischen Rechnungshofs zufolge nur langsam voran. «Insgesamt ergab die Prüfung des Hofes, dass sich der Ausbau der 5G-Netze durch die Mitgliedstaaten (...) erheblich…

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.