Anzeige

Google

Bild: archintamb / Shutterstock.com

Google droht in Australien als Reaktion auf ein geplantes Mediengesetz mit der Abschaltung seiner Suchmaschine.

Nach Plänen der Regierung sollen Internetriesen wie die Google-Mutter Alphabet und Facebook künftig lokale Medienunternehmen bezahlen, wenn sie deren Inhalte verbreiten. Das Vorhaben sei nicht umsetzbar und für Google mit finanziellen Risiken verbunden, die nicht kalkuliert werden könnten, sagte Mel Silva, die Geschäftsführerin für Googles Aktivitäten in Australien, am Freitag bei einer Anhörung im Senat.

Den australischen Markt zu verlassen sei die «einzig rationale Entscheidung, wenn dieses Gesetz verabschiedet würde», betonte sie.
Silva verglich eine Bezahlung von Medienunternehmen für das Anzeigen von Links zu deren Inhalten damit, einem Freund Cafés zu empfehlen und dann von den Cafés für ihre Erwähnung eine Rechnung zu bekommen. «Wenn man einen Preis für das Verlinken mit bestimmten Informationen ansetzt, dann wird so die Funktionsweise von Suchmaschinen gebrochen, und man hat kein freies und offenes Web mehr.»

Sollte der Gesetzentwurf verabschiedet werden, müssten Google und Facebook NewsFeed künftig Sender und Verlage für deren Inhalte vergüten. Andernfalls drohen australischen Medienberichten zufolge Strafen von bis zu zehn Millionen Australischen Dollar (6,3 Millionen Euro).

Premierminister Scott Morrison sagte, seine Regierung lasse sich von Drohungen nicht einschüchtern. «Lassen Sie mich das klar sagen: Australien legt die Regeln für Dinge fest, die man in Australien tun kann. (...) So funktionieren die Dinge hier in Australien.» Er fügte hinzu: «Wir reagieren nicht auf Drohungen.»

dpa


Artikel zu diesem Thema

Google
Jan 21, 2021

Urheberrecht: Google und Frankreichs Verleger legen Grundlinien fest

Im Streit um Urheberrechte haben der Internetgigant Google und französische Verleger…

Weitere Artikel

RIP Grabstein

Best of Hacks: Highlights August 2021

Im August 2021 haben Cyberkriminelle bei PolyNetwork und Liquid gezielt Kryptowährungen erbeutet. Personenbezogene Daten wurden unter anderem vom Terrorist Screening Center des FBI und von Journalistinnen und Aktivistinnen im Nahen Osten erbeutet.
Kamera - Sicherheit

Alle sollen sich viel mehr um IT-Sicherheit kümmern

Nach Cyberangriffen wird im Nordosten nur in wenigen Fällen Lösegeld gezahlt. Bis auf einen Fall sei ihm bisher kein Unternehmen oder eine Verwaltung bekannt, die in diesem Jahr Lösegeld gezahlt hätte, sagte der Rostocker Oberstaatsanwalt Harald Nowack am…
Impfzertifikat

Das Geschäft mit gefälschten digitalen Impfzertifikaten

Die gefälschten digitalen Impfzertifikate, die derzeit mit gültigen Signaturen im Internet kursieren, könnten nach Einschätzung von Experten auf Sicherheitslücken in Arztpraxen oder Apotheken zurückzuführen sein.
Browser

Browsing: Nutzer besuchen nur 30 Websites

Trotz Millionen Websites verbringt ein Großteil der Nutzer seine Zeit auf gerade einmal einem Prozent der Top-Internetadressen.
Retoure

Onlinehändler erhalten jede siebte Bestellung zurück

Sie sorgen für mehr Verpackungsmüll, zusätzliche Kosten und belasten die Umwelt: Retouren beim Online-Shopping.
Google

Google löscht Bilder von Minderjährigen

Google löscht auf Wunsch bereits veröffentlichte Bilder von Minderjährigen.

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.