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Apps

Online-Anwendungen sind ein integraler Bestandteil der heutigen Gesellschaft. Dies haben auch Unternehmen längst erkannt, doch stehen sie häufig vor einem Spagat. Mit ihrer Anwendung möchten sie einen bestimmten Zweck erfüllen, der natürlich das Erreichen von Kunden oder Businesspartnern sowie des eigenen Unternehmensziels in den Fokus rückt. 

Auf der anderen Seite müssen sie jedoch das Vertrauen für ihre eigene Online-Anwendung gewinnen. Die Sicherheit der Online-Angebote wird bei Kunden und Nutzern immer wieder thematisiert und die Datenskandale der Vergangenheit helfen nicht, eine gewisse Skepsis abzubauen. Doch welche Optionen haben Betriebe, um die Sicherheit zu garantieren und das Vertrauen in ihre Online-Programme zu stärken?

Vertrauen schaffen

Bei allen Online-Anwendungen gilt, dass Kunden nur die Fassade eines Unternehmens auf den ersten Blick sehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Onlineshop, eine App oder einen Casino-Auftritt handelt. Nutzer sehen zuerst rein das geschriebene Wort und die Grafiken. Es ist nicht möglich, in einem persönlichen Gespräch ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, dieses muss rein virtuell geschehen.
Je nach Business gibt es jedoch längst hinreichend bekannte und vom Kunden wertgeschätzte Attribute und Mittel, die ein Mehr an Vertrauen schaffen:

Siegel – das bekannteste Siegel ist wohl das Trusted-Shop-Siegel. Es suggeriert, dass der Shop oder die Dienstleistung geprüft wird. Des Weiteren gilt das Siegel als Hinweis auf eine offizielle Stelle, an die sich ein Kunde wenden kann, wenn es Probleme gibt. Die zu dem Siegel gehörige Seitenbeschreibung auf der Plattform selbst und die dort veröffentlichten Kundenmeinungen helfen weiterhin. Doch auch in anderen Bereichen gibt es Siegel. Online-Casinos können auf das ECOGRA-Siegel zurückgreifen, welches die Fairness des Anbieters bescheinigt. Zusätzlich sollte man sich aber auch die Konditionen wie Boni anschauen: Hier finden beispielsweise Schweizer Spieler den besten Casino Bonus. Doch auch wie in Deutschland ist ein genauer Blick auf die Bonusbedingungen immer zu empfehlen, denn gerade solche Dinge werden von Siegeln nicht abgedeckt.

Lizenzen – ein lizenziertes Angebot ist immer vertrauenswürdiger. Oftmals, gerade im Glücksspielbereich, sind Lizenzen ohnehin vorgeschrieben und ein Anbieter, der keine Lizenz ausweist, macht sich direkt verdächtig.

Offenheit – zu einem Vertrauensverhältnis gehört auch, dass mit offenen Karten gespielt wird. Ein gutes Beispiel sind Apps: Gibt ein Herausgeber bereits in der Beschreibung selbst an, welche Berechtigungen gefordert werden, so spielt er dem Nutzer gegenüber mit offenen Karten. In anderen Bereichen lässt sich diese Offenheit ebenfalls wiederfinden. Hat ein Anbieter mit einer Shoppingapp aktuell Lieferprobleme in bestimmten Bereichen und kommuniziert diese offen von sich aus und ohne Aufforderung, so schafft dies indirekt wieder Vertrauen.

Erreichbarkeit – mitunter ist die Erreichbarkeit eines Unternehmens, welches Online-Anwendungen anbietet, das wichtigste Prädikat. Viele Nutzer fühlen sich nicht wertgeschätzt, wenn nur nach langer Suche Kontaktmöglichkeiten gefunden werden können. Dasselbe gilt, wenn auf Kontaktanfragen lange Zeit keine Antwort kommt. Wer hingegen einen Kundenchat anbietet und den Kundenservice an oberster Stelle führt, der schafft Vertrauen, da sich ein unzufriedener oder unglücklicher Kunde nicht im Stich gelassen fühlt.

Das Vertrauen zwischen Herausgeber und Nutzer baut immer auf diversen Standbeinen auf. Zugleich ist ein gutes Vertrauensverhältnis bei Online-Anwendungen das wichtigste Prädikat, denn erhalten Nutzer auf den ersten Blick einen negativen und fragwürdigen Eindruck, so werden sie das Angebot meiden.

Sicherheit schaffen

Ein anderes Thema rund um Internet-Anwendungen ist die Sicherheit. Immer mehr Nutzer werden sensibilisiert und achten genauer darauf, welche Sicherheitsvorkehrungen gelten. Andere hinterfragen diese auch. Ein gutes Stichwort ist hier »Berechtigungen«. Dass eine Wetter-App mitunter den Standort abrufen will, ist verständlich. Doch warum sollte diese App Zugriffe auf Telefonbuch oder Fotogalerie erhalten?

Und auf welche Bereiche sollten Unternehmen besonders beachten, wenn sie Online-Anwendungen bieten?

Verschlüsselung – die Seite sollte rein über verschlüsselte Wege aufrufbar sein. Auch eine App muss die Verschlüsselung aufrechterhalten und sicherstellen, dass Daten nicht nach außen dringen.

Datenschutz – es genügt nicht, Cookie-Hinweise einzublenden. Der Datenschutz intern im Unternehmen muss gewährleistet sein. Auch hier zählt wieder die Verschlüsselung. Doch auch die gesicherten und vor Fremdzugriffen geschützten Server sind ein wichtiger Bestandteil. Zugleich muss ein Unternehmen seine Mitarbeiter dementsprechend schulen und sicherstellen, dass Daten nicht von unterwegs oder aus dem Homeoffice ohne Schutzvorkehrungen übermittelt werden.

Spieler-/Nutzerschutz – bei Angeboten, die der Volljährigkeit unterliegen, gelten gesonderte Schutzvorkehrungen. So ist die korrekte Altersverifikation notwendig. An dieser Stelle können Wettangebote oder Streamingportale mit Ü18 Filmen tatsächlich Vertrauen verlieren. Denn akzeptieren sie das bloße Eintippen eines Geburtsdatums ohne jegliche Prüfung, lässt dies bereits Schlüsse zu: Dem Herausgeber liegt das Wohl des Nutzers nicht am Herzen, denn er missachtet schon die simpelste Vorkehrung zum Schutz des Spielers.

Zahlungsmodalitäten – sie gehören fest zur Sicherheit, bilden aber auch das Vertrauensverhältnis. Ermöglicht eine Online-Anwendung beispielsweise rein die Zahlung per Überweisung als Vorkasse, so wirkt es nicht nur wenig vertrauenswürdig, auch die Sicherheit für den Nutzer wird nicht geboten. Wer hingegen bekannte und sichere Zahlungsanbieter mit einbindet, beispielsweise Sofortüberweisungen, der nutzt ebenfalls die Vorkassemöglichkeit, gibt dem Nutzer aber die Chance, das Geld zurückzuerhalten, wenn das Angebot nicht funktioniert.
Wichtig ist bei Online-Anwendungen, die mehrere Plattformen betreffen, überall auf den hohen Sicherheitsstandard zu achten. Sollte ein Nutzer, der üblicherweise immer via App auf ein Casino zugreift, auf der mobilen Seite keine Warnung erhalten, dafür aber von seinen eigenen Schutzprogrammen vor der Desktopseite gewarnt werden, so schürt das Unbehagen. Dies gilt natürlich auch für Shopping-Apps, Gaming-Apps oder Streaming-Angebote.

Fazit - den Kunden abholen

Jede Online-Anwendung hat das Problem, dass sie praktisch nur durch eine Mattscheibe betrachtet werden kann. Herausgeber müssen für sich den passenden Weg finden, ihr eigenes Wissen über die Vertrauenswürdigkeit und die Sicherheit des Unternehmens zum Nutzer zu transportieren. Rein werbende und lobende Worte führen nun nicht zum Ziel, denn der Nutzer fordert Taten. Siegel und Lizenzen sind ein wichtiger Weg, da sie als Merkmal einer Kontrolle stehen. Die Kommunikation hilft dabei, Nutzer und Herausgeber näherzubringen. Der Sicherheitsaspekt eines Angebots rundet das Bild ab. Und zuletzt gilt, dass ein Kunde immer mehr Vertrauen fasst, wenn er sich auch in unliebsamen Situationen vom Herausgeber abgeholt und mitgenommen fühlt. 

 


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