Anzeige

Finanzierung

Der Digitalverband Bitkom hat in der Coronakrise entschiedene Maßnahmen der Politik angemahnt, die gezielt auf junge innovative Technologie-Unternehmen zugeschnitten sind. „Es muss jetzt alles getan werden, um ein großes Startup-Sterben zu verhindern.

Startups haben in aller Regel keine Rücklagen, viele leben von der Hand in den Mund und haben nicht den langen Atem, um diese Krise ohne Unterstützung durchzustehen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Wir begrüßen, dass das Bundeswirtschaftsministerium bereits ein Rettungspaket für Startups angekündigt hat. Wichtig ist, dass das Paket schnell beschlossen und umgesetzt wird – und dass es offen bleibt für Nachbesserungen.“

Bitkom drängt darauf, besonders folgende Themen in den Blick zu nehmen:

  • Kurzfristige Liquiditätslücken schließen: Die zur Liquiditätssicherung verkündeten Maßnahmen sind bisher für innovative, junge Wachstumsunternehmen nicht nutzbar. Nötig ist eine volle Risikoübernahme durch die KfW. Damit Startups finanzierbare Kredite erhalten können, sollten immaterielle Unternehmenswerte wie Daten in der Bonitätsbewertung stärker berücksichtigt werden. Der Umfang der Antragsprüfung sollte so angepasst werden, dass eine Auszahlung der Mittel binnen weniger Tage gewährleistet ist.
  • Vereinfachte staatliche Co-Investitionen: Die Verfügbarkeit von Wagniskapital für Startups wird sich in Folge der Coronakrise verschlechtern. Um aussichtsreiche und innovative Geschäftsmodelle nicht unverschuldet ins Aus geraten zu lassen, sollten Finanzierungsrunden mit staatlichen Mitteln vervollständigt werden, wenn mindestens 25 Prozent des Volumens durch private Investoren aufgebracht werden.
  • Einführung des Zukunftsfonds beschleunigen: Durch die Coronakrise droht insbesondere der Abzug von ausländischem Wagniskapital aus Deutschland. Dieses fehlt für große Finanzierungsrunden deutscher Startups. Deshalb sollte unbedingt an den Plänen zur Einführung des Zukunftsfonds festgehalten und die Umsetzung beschleunigt werden.
  • Kurzarbeitergeld vereinfachen: Kurzarbeit kann auch für Startups ein gutes Mittel sein, um auf einen kurzfristigen Absatzeinbruch zu reagieren. Allerdings stellt das 40-seitige Regelwerk zur Kurzarbeit gerade für kleine Startups eine Hürde dar, zumal sie häufig nicht über juristische In-House-Expertise verfügen. Hinzu kommt der bürokratische Aufwand bei der Beantragung. Um sowohl Unternehmen als auch Arbeitsagenturen angesichts der aktuellen Herausforderungen zu entlasten, sollte die Antragstellung wahlweise nicht mehr monatlich, sondern auch quartalsweise für je drei Monate erfolgen können. Zudem sollte die Beantragung von Kurzarbeitergeld temporär auch für Werkstudenten möglich sein.
  • Personal- und Fixkosten bezuschussen: Um die Liquidität der Startups sicherzustellen muss auch eine Entlastung im Bereich der Fixkosten möglich sein.

Darüber hinaus schlägt Bitkom vor, die Situation für ausländische Fachkräfte, auf die viele Startups angewiesen sind, zu klären, Förderzeiträume zu verlängern und Steuerstundungen auszuweiten. Zudem solle der Staat mit gutem Beispiel vorangehen und gerade jetzt – zum Beispiel bei Dringlichkeitsbeschaffungen – Auftränge vermehrt und unbürokratisch an Startups und innovative kleine und mittlere Unternehmen vergeben.

Das vollständige Positionspapier „Ganzheitliches Unterstützungspaket für Startups in Zeiten der Coronakrise“ steht zum Download bereit.

www.bitkom.org


Newsletter Anmeldung

Smarte News aus der IT-Welt

Sie möchten wöchentlich über die aktuellen Fachartikel auf it-daily.net informiert werden? Dann abonnieren Sie jetzt den Newsletter!

Newsletter eBook

Exklusiv für Sie

Als Newsletter-Abonnent erhalten Sie das Booklet „Social Engineering: High Noon“ mit zahlreichen Illustrationen exklusiv und kostenlos als PDF!

 

Weitere Artikel

Neues release

Neues Release - PostgreSQL 13

PostgreSQL 13 enthält Verbesserungen bei der Indizierung, einschließlich Platzersparnis und Leistungsgewinnen für Indizes, schnellere Antwortzeiten für Abfragen, sowie eine bessere Planung der Anfragen bei Verwendung erweiterter Statistiken. Zusammen mit…
E-Spionage

"Mole" macht Smartphone-User zu Spionen

Mit der neuen US-App "Mole" können User andere Menschen weltweit als Spione anheuern. Diese "Agenten" filmen dann mit ihren Smartphones ein bestimmtes Ziel und schicken dem Auftraggeber das Material als Stream. Die Anwendung ist als "Uber für die Augen"…
Hannover Messe

HANNOVER MESSE 2021: Analog. Digital. Hybrid.

Wenn die HANNNOVER MESSE im April 2021 ihre Tore öffnet, haben Unternehmen aus aller Welt wieder die Möglichkeit, ihre Produkte auf der weltweit wichtigsten Industriemesse erlebbar zu machen – analog, digital und hybrid. „Wirtschaft braucht Messen! Das haben…
Social-Media

Brands brauchen starke Social-Media-Identität

Ein Großteil der britischen Konsumenten kaufen lieber Marken, die auf Social Media eine ausgeprägte Persönlichkeit zeigen. Dabei ist Freundlichkeit das beliebteste Merkmal, Sarkasmus kommt bei Kunden oft sehr schlecht an. Geben sich Brands im Social Web…
Handschlag

CrowdStrike gibt Übernahme von Preempt Security bekannt

CrowdStrike, ein Anbieter von Cloud-basiertem Endpunktschutz, gab die Übernahme von Preempt Security bekannt, einem Anbieter von Zero Trust- und Conditional Access-Technologie für Echtzeit-Zugriffskontrolle und Bedrohungsabwehr. Laut Vereinbarung wird…
TikTok

Tiktok will einstweilige Verfügung gegen Download-Stopp in den USA

Die Betreiber der Video-App Tiktok wollen ungeachtet der Gespräche über einen rettenden Deal den immer noch drohenden Download-Stopp in den USA rasch vor Gericht stoppen. Tiktok beantragte am Mittwoch an einem Gericht in Washington eine einstweilige Verfügung.

Anzeige

Newsletter Anmeldung

Smarte News aus der IT-Welt

Sie möchten wöchentlich über die aktuellen Fachartikel auf it-daily.net informiert werden? Dann abonnieren Sie jetzt den Newsletter!

Newsletter eBook

Exklusiv für Sie

Als Newsletter-Abonnent erhalten Sie das Booklet „Social Engineering: High Noon“ mit zahlreichen Illustrationen exklusiv und kostenlos als PDF!