Anzeige

Facebook

Quelle: David Tran Photo / Shutterstock.com

Facebook hatte bereits im vergangenen Jahr eingeräumt, dass die Funktion zur Freunde-Suche nach Telefonnummer zum Datenabgriff missbraucht wurde. Jetzt ist im Internet eine Datenbank mit Einträgen zu hunderten Millionen Nutzern entdeckt worden.

Telefonnummern von rund 420 Millionen Facebook-Nutzern waren offen im Netz zugänglich. Die Datenbank scheint durch den Missbrauch einer Funktion zur Freunde-Suche per Telefonnummer zusammengestellt worden zu sein. Facebook erklärte am Mittwoch, bestätigte die Echtheit der Daten, erklärte aber, es handele sich um alte Datensätze. Sie seien wohl gesammelt worden, bevor das Online-Netzwerk im vergangenen Jahr die Möglichkeit abschaltete, Bekannte mit Hilfe ihrer Telefonnummer zu finden. Facebook habe keine Hinweise darauf, dass Accounts gehackt worden seien.

Unter den Telefonnummern seien 133 Millionen von Facebook-Nutzern aus den USA gewesen - sowie 13 Millionen aus Großbritannien und mehr als 50 Millionen aus Vietnam. Anwender aus Deutschland waren demnach nicht in der Datenbank zu finden.

Die Datei mit den Telefonnummern und der dazugehörigen Facebook-Identifikationsnummer hatte ein IT-Sicherheitsforscher entdeckt und darauf das Technologieblog «TechCrunch» hingewiesen. Sie sei unverschlüsselt zugänglich gewesen und inzwischen entfernt worden. Es ist unklar, wer die Auflistung zu welchem Zweck erstellt und hochgeladen hat. In einigen Fällen seien auch Informationen zum Namen und Geschlecht der Nutzer enthalten gewesen.

Die Gefahr bei solchen Daten ist, dass Online-Kriminelle sie nutzen könnten, um Account-Passwörter zurückzusetzen und die Profile zu kapern.

Facebook hatte bereits im April 2018 eingeräumt, dass die Freunde-Suche nach Telefonnummern dazu missbraucht wurde, Daten abzugreifen, und schaltete die Funktion ab. Die Telefonnummern waren zwar nicht offen sichtbar, konnten aber unter Umständen über automatisierte Anfragen - das sogenannte «Scraping» - in großem Stil abgerufen werden. Das verstieß gegen die Facebook-Regeln, war aber technisch möglich. Auch bei der Fotoplattform Instagram hat Facebook mit dem Scraping öffentlich zugänglicher Profildaten zu kämpfen.

dpa
 


Newsletter Anmeldung

Smarte News aus der IT-Welt

Sie möchten wöchentlich über die aktuellen Fachartikel auf it-daily.net informiert werden? Dann abonnieren Sie jetzt den Newsletter!

Newsletter eBook

Exklusiv für Sie

Als Newsletter-Abonnent erhalten Sie das Booklet „Social Engineering: High Noon“ mit zahlreichen Illustrationen exklusiv und kostenlos als PDF!

 

Weitere Artikel

Nachhaltigkeit

5 Tipps: Wie Smartphones, Laptops und Co. länger halten

Wer ein wiederaufbereitetes statt ein neues Smartphone erwirbt, spart über 80 Prozent CO2 ein und reduziert den benötigten Rohstoffverbrauch um 77 bis 91 Prozent. Das hat der Online-Marktplatz für gebrauchte und wiederaufbereitete Elektronikgeräte Back Market…
Youtube

YouTube-KI verschärft Altersbeschränkungen

Google-Tochter YouTube will Altersbeschränkungen bei Videos mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) stärker durchsetzen. Ab jetzt werden deutlich mehr Inhalte einen Account-Login erfordern, mit dem User ihre Volljährigkeit nachweisen müssen. Kinder und…
MobilePayment

Mobile Payment: So bezahlen Sie entspannt mit Ihrem Handy

Mobile Payment per Handy oder Smartwatch erfreut sich hierzulande immer größerer Beliebtheit. Insbesondere an Supermarktkassen können Nutzer dank der Unterstützung verschiedener Anbieter ihre Einkäufe kontaktlos bezahlen.
Gamer

Games: Spieler bevorzugen Audio-Werbung

Gamer bevorzugen bei mobilen Videospielen Audio-Werbung gegenüber Videos, die den Spielfluss unterbrechen. Letztere Anzeigen sind bei 86 Prozent der Gamer verhasst. Werbung, die Spieler nur hören können, sind weniger störend und haben einen positiveren Effekt.
Neues release

Neues Release - PostgreSQL 13

PostgreSQL 13 enthält Verbesserungen bei der Indizierung, einschließlich Platzersparnis und Leistungsgewinnen für Indizes, schnellere Antwortzeiten für Abfragen, sowie eine bessere Planung der Anfragen bei Verwendung erweiterter Statistiken. Zusammen mit…
E-Spionage

"Mole" macht Smartphone-User zu Spionen

Mit der neuen US-App "Mole" können User andere Menschen weltweit als Spione anheuern. Diese "Agenten" filmen dann mit ihren Smartphones ein bestimmtes Ziel und schicken dem Auftraggeber das Material als Stream. Die Anwendung ist als "Uber für die Augen"…

Anzeige

Newsletter Anmeldung

Smarte News aus der IT-Welt

Sie möchten wöchentlich über die aktuellen Fachartikel auf it-daily.net informiert werden? Dann abonnieren Sie jetzt den Newsletter!

Newsletter eBook

Exklusiv für Sie

Als Newsletter-Abonnent erhalten Sie das Booklet „Social Engineering: High Noon“ mit zahlreichen Illustrationen exklusiv und kostenlos als PDF!