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Der EMEA ISG Index stellt vierteljährlich die jeweils aktuellen Daten und Trends des Outsourcing-Markts zur Verfügung. Dabei berücksichtigt er alle kommerziellen Outsourcing-Verträge mit einem Jahresvolumen (Annual Contract Value, ACV) von mindestens vier Millionen Euro. Hier sind die fünf wichtigsten Ergebnisse und Fakten des zweiten Quartals 2016, vor allem für die Märkte in EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika):

1) As-a-Service-Aktivitäten boomen, während traditionelles Outsourcing abflaut.

Der aktuelle EMEA ISG Index gewährt erstmals dedizierte Einblicke in das wachsende As-a-Service-Business und macht deutlich, dass sich der Outsourcing-Markt in einem grundlegenden Umbruch befindet. Das traditionelle Outsourcing büßte im vergangenen Quartal 28 Prozent gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres ein und liegt nun bei 1,6 Milliarden Euro – das niedrigste Quartals-ACV der letzten sieben Jahre. Grund ist die geringe Zahl großer Abschlüsse sowie ein auffälliger Rückgang bei der Restrukturierung von Verträgen. Im gleichen Zeitraum legte der As-a-Service-Markt um 38 Prozent auf nun 600 Millionen Euro zu.

2) As-a-Service-Aktivitäten machen nun 36 Prozent des Gesamtmarktes aus

Weltweit betrachtet repräsentieren As-a-Service-Aktivitäten nun 36 Prozent des gesamten Outsourcing-Marktes, was fast einer Verdopplung des Anteils seit Anfang 2014 entspricht. ISG geht davon aus, dass der As-a-Service-Markt in den kommenden Monaten und Jahren sowohl in EMEA als auch weltweit noch schneller als bisher wachsen wird, da Kunden zunehmend auf Automatisierung setzen und weiteres operatives Geschäft in die Cloud verschieben.

3) Das gesamte Vertragsvolumen in EMEA zeigt sich stabil.

Das ACV des Gesamtmarktes in EMEA fiel im zweiten Quartal gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 18 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Umfassender betrachtet zeigt sich der Outsourcing-Markt jedoch stabil: In den ersten sechs Monaten dieses Jahres erzielte der Gesamtmarkt in EMEA ein ACV von insgesamt 4,9 Milliarden Euro. Dies entspricht dem Wert des ersten Halbjahrs 2015.

4) Auch im deutschsprachigen Markt schwächelt das traditionelle Outsourcing.

Die Zahl der Vertragsabschlüsse in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) blieb auf einem hohen Niveau und nahm um ein Drittel zu. Nach einem starken zweiten Halbjahr 2015 sank jedoch das Geschäftsvolumen der ersten sechs Monate 2016 im traditionellen Outsourcing um 71 Prozent und bleibt 30 Prozent hinter dem Wert des ersten Halbjahrs 2015 zurück. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die großen Unternehmen in DACH eher mit Zurückhaltung auf einige der neueren Transformationsservices im Markt reagierten.

5) Finanzdienstleistung weiter aktivste Branche im Outsourcing-Markt.

Sowohl im Hinblick auf das Marktvolumen, als auch auf die Zahl der abgeschlossenen Verträge bleibt die Finanzdienstleisterbranche die führende. Ihr ACV von einer Milliarde Euro in den ersten sechs Monaten 2016 stellt ein Minus von 17 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 dar, obwohl im gleichen Zeitraum die Zahl der Abschlüsse um 17 Prozent anstieg. Die Fertigungsindustrie zeigte ihre stärkste 12-Monats-Performance seit 2011. Zwar blieb das ACV der ersten sechs Monate dieses Jahres etwas hinter dem eindrucksvollen zweiten Halbjahr 2015 zurück. Doch ungeachtet dessen fällt der Vergleich mit dem ersten Halbjahr 2015 dank eines Anstiegs um 34 Prozent positiv aus.

 

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