Studie

BYOD-Sicherheitsmaßnahmen sind oft unzureichend

Cloud-Sicherheitsanbieter Bitglass hat seinen BYOD Report 2020 veröffentlicht, in dem die Nutzung und Sicherheit persönlicher Geräte (Bring Your Own Device, BYOD) in Unternehmen analysiert werden.

Bitglass hat 303 IT-Experten befragt, wie Unternehmen den Einsatz persönlicher Geräte ermöglichen, was ihre Sicherheitsbedenken bei BYOD sind und welche Maßnahmen sie ergriffen haben, um ihre Daten in einem Arbeitsumfeld zu schützen, das zunehmend von Telearbeit und Flexibilität geprägt ist.

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Sicherheitsbedenken weichen praktischen Vorteilen

Mit der Zunahme an Telearbeit stehen die meisten Unternehmen auch BYOD am Arbeitsplatz positiv gegenüber. 69 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass Mitarbeiter ihre persönlichen Geräte für die Erledigung ihrer Arbeit verwenden dürfen, während einige Arbeitgeber auch Auftragnehmern, Partnern, Kunden und Lieferanten die Möglichkeit zur BYOD-Nutzung geben. Auf die Frage nach ihren größten BYOD-Sicherheitsbedenken nannten 63 Prozent die Angst vor Datenverlust und 53 Prozent die Furcht vor nicht-autorisierten Daten- sowie Systemzugriffen. 52 Prozent sorgen sich um Infektionen mit Malware.

Dennoch wird die Nutzung privater Endgeräte gestattet, ohne geeignete Maßnahmen für den Schutz von Unternehmensdaten zu ergreifen. Etwa der Hälfte der befragten Unternehmen fehlt es an Einblick in Filesharing-Apps (51 Prozent), 30 Prozent haben keinerlei Kontrolle über mobile Unternehmens-Messaging-Tools und keinen Einblick in diese, und nur 9 Prozent verfügen über Cloud-basierte Anti-Malware-Lösungen.

Der Einsatz persönlicher Geräte am Arbeitsplatz nimmt derzeit stark zu, doch viele Unternehmen haben keinerlei Vorkehrungen getroffen, um ein Gleichgewicht zwischen Produktivität und Sicherheit zu schaffen. Hinzu kommt, dass Unternehmen für die Sicherung privater Endgeräte neben physischem Zugriff auch die Geräte-PINs benötigen. Für durch das Unternehmen bereitgestellte, verwaltete Geräte ist dies hinnehmbar, im Rahmen von BYOD stellt dies jedoch einen Eingriff in die Privatsphäre dar.

„Die beiden wesentlichen Gründe, warum Unternehmen zögern, die Nutzung persönlicher Geräte zu erlauben, sind die Unternehmenssicherheit und der Schutz der Daten von Mitarbeitern“, erklärte Anurag Kahol, der CTO von Bitglass. „Die Realität ist jedoch, dass moderne Arbeitsumgebungen Flexibilität und Fernzugriff erfordern, und die Nutzung persönlicher Geräte wird diesem Anspruch gerecht. Daher benötigen Unternehmen umfassende Cloud-Sicherheitsplattformen, die für den Schutz sämtlicher Interaktionen zwischen Benutzern, Geräten, Apps oder Websites entwickelt wurden.“

www.bitglass.com

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