Wer regulatorische Vorgaben erfüllen und sich sicher, nachhaltig und souverän aufstellen will, benötigt Echtzeitinformationen sowie ein kontinuierliches strategisches Risikomanagement durch eine Plattformlösung in europäischen Händen.
Die Cybersicherheitslage wird komplexer: IT-Sicherheitsteams sollen hochgradig verteilte, externe und interne Workloads in Rechenzentren, Cloud-Umgebungen und am Netzwerkrand schützen. Mobiles Arbeiten und hybride Umgebungen zerstückeln aber die unübersichtliche Angriffsfläche zusätzlich.
Auf der anderen Seite sorgen Regularien wie ISO 27001, NIS2, die DSGVO oder DORA für ständig neue Anforderungen. Dieser Wandel erfordert ein kontinuierliches Risikomanagement. Dabei erhöht die Forderung nach souveräner, durchgängig unter EU-Kontrolle stehender Sicherheit die Pflicht zu Transparenz und Dokumentation von Verantwortlichkeiten.
Weiteren Aufwand bringen vorgeschriebene, regelmäßige Audits mit sich. Der Nachweis der IT-Compliance kann dann Wochen dauern. Noch länger und teurer wird es, wenn es externer Prüfer bedarf. Viele Verantwortliche verfolgen daher notgedrungen einen reaktiven, kostenintensiven Compliance- Ansatz, der Geschäftsprozesse unterbricht, die Cyberresilienz nicht steigert, Risiken kaum senkt – und dessen Ergebnisse nach abgeschlossenem Audit schnell wieder ungültig sind.
Ein weiteres Problem: Herkömmliche Compliance reagiert nur auf festgestellte Mängel oder ständig sich ändernde Vorschriften. Organisationen setzen daher zunehmend auf strukturierte Frameworks und proaktive Strategien einer Cybersicherheitsplattform.
Von punktueller Compliance zum permanenten Baseline-Check
Die Komplexität erschwert es, Daten zu analysieren, einschlägige Informationen im Kontext zusammenzustellen und für Nachweise aufzubereiten. Nur kontinuierliches Monitoring, regelmäßige Statusberichte sowie eine Datenbasis in Echtzeit können nachhaltige Audit-Prozesse verwirklichen.
Verantwortliche sollten Compliance daher als permanenten Prozess verstehen, dessen Messlatte ein von allen Beteiligten definierter Soll-Sicherheitsstatus ist. Ein stetiger Abgleich des Ist-Status mit der Soll-Baseline verbessert die Verteidigungsaufstellung und entlastet operative Abläufe spürbar.
Echtzeit-Compliance-Monitoring bietet weitere Vorteile. Nutzer sind jederzeit vorbereitet. Ein zentrales Verzeichnis aller relevanten Informationen schafft eine ständig vorhandene Basis für Audits und ein effizientes Sicherheitsmanagement. Automatisierte Prozesse verkürzen das Zusammenstellen von Nachweisen und schließen Lücken teils selbsttätig und präventiv.
Mit NIS2 und DORA sowie angesichts der aktuellen geopolitischen Lage rückt digitale Souveränität in den Fokus.
Jörg von der Heydt, Bitdefender GmbH
Digitale Souveränität
Konformität sicherzustellen, hat sich von einer punktuellen zu einer strategischen Daueraufgabe entwickelt – die zugleich Transparenz über Verantwortlichkeiten erfordert. Wer Compliance auf diese Weise als kontinuierlichen, datengestützten Prozess versteht, verschafft sich nicht nur Rechtssicherheit, sondern auch eine höhere Resilienz.
Mit NIS2 und DORA sowie angesichts der geopolitischen Lage rückt digitale Souveränität in den Fokus. Unternehmen sollten hinterfragen, ob sich neue europäische Compliance-Vorgaben sinnvoll mit Sicherheitslösungen umsetzen lassen, die außerhalb des europäischen Rechtsraums betrieben werden.
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