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Windows 7

Quelle: Wachiwit / Shutterstock.com

IT-Sicherheitsexperten raten Nutzer eindringlich zum raschen Update, um auf das Supportende von Windows 7 sowie Win Server 2008 vorbereitet zu sein.

Nicht erst gestern gab Microsoft das Support-Ende von Windows 7 bekannt. Dennoch sind Rechner in Unternehmen, Privathaushalten, Schulen und Behörden nach wie vor mit diesem Betriebssystem unterwegs. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW GROUP aufmerksam und verweisen auf eine aktuelle Untersuchung des Sicherheitsspezialisten Kaspersky. Demnach verwenden noch immer 41 Prozent ein nicht unterstütztes oder bald auslaufendes Desktop-Betriebssystem wie Windows XP oder Windows 7.

„Laut Kaspersky nutzen 38 Prozent der Kleinstunternehmen, 47 Prozent der Mittelstands- und Großunternehmen sowie 38 Prozent der Privatanwender Windows 7, obwohl der Support Anfang 2020 eingestellt wird“, verdeutlicht Patrycja Tulinska, Geschäftsführerin der PSW GROUP, und macht auf die Folgen aufmerksam: „Das ist ärgerlich, denn ein veraltetes Betriebssystem schadet nicht nur dem betroffenen Rechner, sondern allen im Netzwerk angeschlossenen Systemen.“

Wie sicher die verwendeten Computer sowie deren Netzwerk sind, hängt stark vom eingesetzten Betriebssystem ab. In aller Regel bedeutet ein Support-Ende bei Betriebssystemen, dass diese nicht mehr durch (Sicherheits-)Updates vom Hersteller versorgt werden. So können neu entdeckte Sicherheitslücken nicht geschlossen und damit bequem von Cyberkriminellen ausgenutzt werden.

„Das Aus von Windows 7 Anfang 2020 bedeutet gleichwohl das Ende der Unterstützung für die Serversysteme dieser OS-Generation. Das heißt für Nutzer, dass mit dem 14. Januar 2020 auch der Support für Windows Server 2008 sowie 2008 R2 endet. Es gibt ab diesem Zeitpunkt keine Updates mehr, es werden keine Sicherheitslücken geschlossen“, stellt Tulinska klar. Damit sind nicht nur Rechner, sondern auch Server dringend durch ein Update auf die nächste Generation zu bringen, um IT-Sicherheit zu gewährleisten. Zwar stellen die End-of-Support (EoS)-Server ihren Betrieb nicht ein, jedoch ist jeder weitere Einsatz mit immensen Sicherheitsrisiken und mit möglichen Compliance-Richtlinien-Verletzungen verbunden. „Diese Risiken gehen über einzelne Plattformen deutlich hinaus. Ist ein Server kompromittiert, wird oft das Gesamtnetzwerk für Hacker-Attacken anfällig. Neben Datenverlusten können Crypto-Mining-Attacken oder auch durch Ransomware verschlüsselte Daten die Folgen sein“, so die IT-Sicherheitsexpertin.

Eine Vorbildfunktion könnten Behörden, Schulen und andere öffentliche Einrichtungen einnehmen, jedoch hinken diese in Sachen Umstellung auf die aktuelle Betriebssystem-Version mindestens genauso hinterher wie Unternehmen und Privatanwender – und gefährden damit den Datenschutz, den die DSGVO mittlerweile vorgibt.

Ein Blick in die Berliner Verwaltung beispielsweise offenbart das Desaster. Knappe 57.000 Verwaltungsrechner warten in der Hauptstadt auf ihr Upgrade. Auch Schulen stehen vor dieser Problematik: Um den Betrieb an einer Schule am Laufen zu halten, müssen zahlreiche unterschiedliche Daten tagtäglich verarbeitet werden. Darunter befinden sich viele personenbezogene Daten, wie Stammdaten der Schülerinnen und Schüler, der Eltern, aber auch der Lehrkräfte und etwaiger Gastdozenten. Neben den Schulcomputern müssen zudem sämtliche Rechner im gesamten Schulsystem auf Windows 10 umgestellt werden. „Idealerweise kümmern sich betroffene Schulen und Behörden ja spätestens in den Weihnachtsferien 2019 um den Umstieg auf Windows 10, um das neue Jahr sicher zu starten“, hofft und mahnt Patrycja Tulinska gleichsam.

Weitere Informationen unter: https://www.psw-group.de/blog/veraltetes-betriebssystem-ein-sicherheitsrisiko/7292
 


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