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Schlimmer als eine Aschewolke.

„Der Airport kommt nicht durch den TÜV“, „Ihr Abflug verspätet sich“ oder „Berlin bekommt keinen hoch“ – so lauten die Schlagzeilen der Medien. Die verschobene Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens Willy Brandt BER ist diese Woche in aller Munde. Sie beschäftigt nicht nur die deutschen, sondern auch die internationalen Medien. Wie kommt es dazu, dass drei Wochen vor der geplanten Eröffnung bei einem der größten Bauprojekte in Deutschland die Stopp-Taste gedrückt wird? War wirklich nicht absehbar, dass die Brandschutzanlagen einwandfrei funktionieren? Oder ist das nur ein vorgeschobener Grund?
 
Fakt ist: Die Planungen des Projekts sind klar verfehlt, das Vorhaben liegt hinter dem Zeitplan. Welche Auswirkungen die Verschiebung auf die Gesamtkosten haben wird, ist momentan unklar.
 
Projekte ohne Risiko gibt es nicht
 
Dr. Michael Streng, Geschäftsführer der parameta Projektberatung GmbH & Co. KG
„Wenn Projekte scheitern, liegt es selten an den äußeren Umständen, der eingesetzten Technik oder den Beteiligten, sondern am mangelnden oder mangelhaften Projektmanagement", kommentiert Dr. Michael Streng, Geschäftsführer der parameta Projektberatung GmbH & Co. KG." Dies scheint auch beim Berliner Flughafen der Fall zu sein. Die Folge: Milliardenschwere Verschwendung von Steuergeldern. In Berliner Regierungskreisen ist von 15 Millionen Euro pro Monat die Rede. Die Zusatzkosten der Airlines sind dabei offenbar noch nicht mit eingerechnet.
 
„Gerade in Projekten dieser Größenordnung und von solch strategischer Bedeutung kommt es zu unvorhergesehen Problemen. Das zeigen unsere Erfahrung immer und immer wieder. Bereits der ursprüngliche Eröffnungstermin im Oktober 2011 konnte nicht gehalten werden. Das wäre der richtige Zeitpunkt gewesen, die Notbremse zu ziehen und Projektpläne auf den Prüfstand zu stellen. Die Tatsache, dass zum momentanen Zeitpunkt nicht absehbar ist, wann die Inbetriebnahme des neuen Flughafens erfolgen kann, zeigt das mangelnde Projekt- und somit Risikomanagement deutlich“, erläutert Dr. Streng. „Es verwundert mich immer wieder, dass in Deutschland – dem Ingenieursland schlechthin – auffallend oft regelmäßig Großprojekte dieser Art haarscharf am Scheitern vorbeischlittern: Die LKW-Maut, der Bau des BND Gebäudes oder auch die Weiterentwicklung der Versichertenkarte geben einem zu denken“, kritisiert Dr. Streng. „Bleibt zu hoffen, dass künftig bei weiteren großen Bauvorhaben oder Großprojekten realistischere Pläne – sowohl für die Kosten als auch für die Projektzeit – angegeben werden. Dann hätte das Desaster um den neuen Flughafen in Berlin zumindest etwas Gutes. Das Rad muss dabei noch nicht einmal neu erfunden werden: Professionelles Projektmanagement garantiert, dass weder Zeitplan noch Kosten vollkommen aus dem Ruder laufen", erklärt Dr. Streng. Ein solides Projektmanagement stützt sich auf bewährte Methoden, um Projekte termingerecht zum Erfolg zu führen – auch bei auftretenden Schwierigkeiten. „Die Privatwirtschaft hat dies längst erkannt. Die überwiegende Zahl an Projekten wird hier mithilfe von Projektberatungen durchgeführt“, weiß Dr. Streng aus seiner langjährigen Erfahrung im Projektmanagement zu berichten.
 
Je größer das Projekt, desto mehr Risiken
 
Projekte, wie der Bau eines neuen Flughafens, befassen sich häufig mit sehr komplexen, kostenintensiven und innovativen Aufgaben mit hohem Unsicherheitsfaktor. Die systematische Analyse und fortlaufende Beobachtung der Projektrisiken ist unerlässlich für die erfolgreiche Umsetzung. Wie das aktuelle Beispiel zeigt, wird dem Risikomanagement immer wieder zu wenig Beachtung geschenkt. Mit immer komplexeren Aufgabenstellungen gibt es keine risikolosen Projekte mehr. Unternehmen müssen deshalb Risiken analysieren und fortlaufend beobachten, um auf einen möglichen Ernstfall vorbereitet zu sein. In kaum einem anderen Wirtschaftsbereich ist das Nicht-Einhalten von Terminen und Kostenzielen so weit verbreitet wie im Projektmanagement.
 
Mit richtigem Risikomanagement gewappnet für den Ernstfall
 
Der Blick in Unternehmen zeigt, dass Risiken erfasst werden – allerdings nur die kleinen. Nämlich diejenigen, für die man mit möglichst wenig Aufwand eine zufriedenstellende Lösung finden kann. Risiken, für die keine Gegenmaßnahmen zur Hand sind, werden häufig einfach ignoriert. Anstatt diese zu strukturieren und Gegenmaßnahmen zu entwickeln, stecken viele Unternehmen lieber den Kopf in den Sand. Auch der Flughafen Berlin zeigt: Tritt ein Risiko ein, sind die Beteiligten völlig unvorbereitet. Die Kosten und der Zeitaufwand, die dann entstehen, sind um ein vielfaches höher als wenn bereits im Vorfeld vorbeugende Strategien entwickelt wurden. Darüber hinaus verbessert der bewusste Umgang mit Risiken auch entscheidend die Projektplanung. Der Projektendtermin kann realistisch geplant und die Kosten besser kalkuliert werden.
 
Für ein erfolgreiches Risikomanagement ist umfangreiches Projektmanagementwissen und -erfahrung notwendig. Viele Führungspersonen, die zum Projektleiter ernannt werden, verfügen über diese nicht. Ein versierter externer Coach oder ein Projektbüro können wertvollen Support leisten. Die Privatwirtschaft hat dies längst erkannt. Die überwiegende Zahl an Projekten wird hier mithilfe von Projektberatungen durchgeführt.
 
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