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Change-Management

Mehr als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland nutzt regelmäßig agile Methoden, um neue Produkte oder Dienstleistungen schnell und bedarfsgerecht zu entwickeln: 51 Prozent der Firmen setzen immer, größtenteils oder manchmal auf Agile. 22 Prozent tun dies hingegen nie. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des IT-Dienstleisters Tata Consultancy Services (TCS).

„Agile Methoden bringen mehr Tempo, Flexibilität und Kundenorientierung in Projekte“, sagt Dr. Kay Müller-Jones, Leiter Consulting und Services Integration bei TCS. „Sie sind entscheidend, um schneller und bedarfsgerecht zu entwickeln. Damit sind sie ein zentraler Baustein der digitalen Transformation.“

Agile Methoden ermöglichen eine transparente Sicht auf den Entwicklungsstand. Damit kann gezielt und bedarfsgerecht entwickelt werden und Unternehmen sparen so Zeit und Ressourcen. Allerdings ist dafür ein Umdenken erforderlich: „Nur wenn Business und IT eng zusammenarbeiten, zeigen agile Methoden die erwünschten Ergebnisse“, so Müller-Jones.

Veränderungen benötigen Changemanagement

Gleich ob bei digitaler Transformation eines Unternehmens, neuen Lösungen mit Künstlicher Intelligenz oder innovativen Methoden wie Agile, hilft Changemanagement, den Wandel zu begleiten und zu gestalten. Die Mehrheit der Unternehmen hat diesen Bedarf mittlerweile erkannt: Erstmals nutzt mehr als jedes Zweite (54 Prozent) entsprechende Methoden – ein Zuwachs von 18 Prozentpunkten im Vergleich zu 2017, als die Frage erstmals in der Studie enthalten war. Vor allem Großunternehmen haben die Bedeutung des Changemanagements erkannt: Bereits zwei Drittel (69 Prozent) wenden diese Methoden an.

„Immer mehr Unternehmen erkennen die Bedeutung von Changemanagement“, sagt Studienleiter Dr. Kay Müller-Jones. „Das stimmt optimistisch, denn nur gemeinsam mit den Mitarbeitern lässt sich der Wandel erfolgreich gestalten. Es geht darum, Aufklärungsarbeit zu leisten und die eigenen Mitarbeiter für die digitale Transformation zu befähigen. Denn diese gelingt nur dann, wenn sie von den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mitgetragen wird.“

Changemanagement wird unterschiedlich verankert

Welcher Unternehmensbereich koordiniert aber das Thema Changemanagement? Am häufigsten sind es die IT-Abteilung (40 Prozent), die eigene Digitalisierungseinheit (38 Prozent), die Unternehmensführung (27 Prozent) und die Unternehmenskommunikation (25 Prozent, Mehrfachnennungen möglich). Die Verantwortlichkeiten variieren je nach Unternehmensgröße jedoch stark. Vorreiter sind auch hier Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern: jedes zweite Großunternehmen (53 Prozent) verfügt über eine eigene Digitalisierungseinheit oder einen eigens eingestellten Changemanager, um den digitalen Wandel zu begleiten.

Auswirkungen der Pandemie: Mehr virtuelle Meetings und flexiblere Arbeitszeitgestaltung

Die Covid-19-Krise erhöht das Digitalisierungstempo weiter. Fast vier von zehn Unternehmen (39 Prozent) erleben, dass sich seit Beginn der Pandemie der Umgang der Mitarbeiter mit digitalen Technologien positiv verändert hat. „Wir erleben eine Transformation im Zeitraffer“, sagt Dr. Kay Müller-Jones. „Was Anfang 2020 undenkbar schien, ist heute fast Standard: Ganze Konzerne arbeiten im Homeoffice. Teammeetings, sogar Messen und Konferenzen, finden virtuell statt.“

So finden Meetings besonders häufig virtuell statt (90 Prozent) – ein Zuwachs von 14 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Die flexible Arbeitszeitgestaltung (89 Prozent) steigt ebenfalls um 14 Prozentpunkte.

Mittlerweile sehen 85 Prozent der deutschen Unternehmen die Digitalisierung positiv. Das ist ein Anstieg um 7 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Ebenfalls erfreulich: Zum ersten Mal überhaupt lehnt kein einziges Unternehmen die Digitalisierung pauschal ab.

Hinweis zur Methodik:

Grundlage der Angaben ist eine Unternehmensbefragung, die Bitkom Research im Auftrag des IT-Beratungsunternehmen Tata Consultancy Services im Mai/Juni 2020 durchgeführt hat. Dabei wurden 955 Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern befragt. Die Interviews wurden mit Führungskräften durchgeführt, die in ihrem Unternehmen für das Thema Digitalisierung verantwortlich sind. Dazu zählen Geschäftsführer und Vorstandmitglieder ebenso wie Entscheider aus den Bereichen Digitale Technologien, Informationstechnik und Operatives Geschäft. Die Umfrage ist repräsentativ für die deutsche Gesamtwirtschaft ab 100 Mitarbeitern. Nach 2016, 2017, 2018 und 2019 ist dies die fünfte gemeinsame Studie von TCS und Bitkom Research.

www.tcs.com
 


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