Das „Mise en Place“ von Private AI

Private AI – Warum die Datenstrategie die wichtigste Vorbereitung ist

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Generative AI setzt Unternehmen unter Druck – doch vielen fehlt das entscheidende „Mise en Place“: eine saubere, sichere und nachvollziehbare Datenbasis.

Sie merken, Data Readiness ist heute Grundvoraussetzung für erfolgreiche KI-Anwendungen. Stehen Governance, Souveränität und Datensicherheit im Fokus, ist Private AI hier der passende Ansatz, um die Leistungsfähigkeit von KI zu nutzen, ohne die verletzlichen Unternehmensdaten zu gefährden.

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In der anspruchsvollen Welt der Profiküche gilt eine heilige Regel: Mise en Place. Sie bedeutet wörtlich „alles am richtigen Platz“ und beschreibt den sorgfältigen Prozess, Zutaten zu beschaffen, zu waschen, zu schneiden und zu organisieren, bevor der Herd überhaupt eingeschaltet wird. Ohne diese Vorbereitung wird der abendliche Dinner-Andrang zum Desaster.

Unternehmen erleben ihren eigenen Ansturm – in Form von Generative AI. Sie wollen Drei-Sterne-Erlebnisse liefern, ignorieren jedoch die Mise en Place. Sie versuchen, im großen Stil zu kochen, haben aber eine Speisekammer, die unorganisiert, ohne Zugriff, in Silos zerteilt und in vielen Fällen unsicher ist. Dies bestätigt auch die aktuelle Umfrage von Cloudera unter 250 IT-Entscheidungsträgern in deutschen Großunternehmen: Überwältigende 90,4 Prozent der Befragten gaben an, dass datengestützte Initiativen im Unternehmen voll, überwiegend oder teilweise behindert werden, weil sie nicht auf 100 Prozent der benötigten Daten in allen Umgebungen zugreifen können. Über 66 Prozent berichten jedoch, dass Infrastruktur-Performanceprobleme ihre Initiativen häufig oder manchmal behindern. 

Das ist die Krise der Data Readiness. In einem Geschäftsumfeld, in dem Datensicherheit und Datensouveränität unverzichtbar sind, ist ihre Bewältigung nicht bloß eine Frage der Geschwindigkeit, sondern die grundlegende Voraussetzung für Private AI.

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Die Basis für Private AI: Was man nicht findet, kann man nicht sichern

Daten galten in den vergangenen Jahren zu Recht als neue Rohzutat für künstliche Intelligenz (KI). Doch Rohdaten sind – ähnlich wie ungewaschenes Gemüse – ein Risiko, solange sie nicht sorgfältig aufbereitet werden.

Heute geht es um mehr: CEOs und Geschäftsverantwortliche suchen eine KI, die differenzierten, messbaren Mehrwert liefert. Dafür braucht es eine kontrollierte Umgebung, in der Datenschutz und -sicherheit sowie die Einhaltung rechtlicher Vorgaben über den gesamten Lebenszyklus hinweg gewährleistet sind. Private AI ist hier der passende Ansatz, um die Leistungsfähigkeit von KI zu nutzen, ohne die verletzlichen Unternehmensdaten zu gefährden. Um im Bild zu bleiben: Eigene Geheimrezepte (geistiges Eigentum) und Zutaten (sensible Kundendaten) dürfen nicht in die Öffentlichkeit gelangen. Außerdem muss die strikte Einhaltung der „Lebensmittelhygienevorschriften“ (regulatorische Vorgaben) sichergestellt werden.

Entscheidend ist: Ohne Data Readiness gibt es keine Private AI. Für eine erfolgreiche KI verschiebt sich der Fokus von „mehr Modellen“ hin zu „mehr Data Governance“. Wer seine Datenlandschaft nicht verstehen kann – Herkunft, Verarbeitung, Verantwortlichkeit, Speicherorte –, kann sie nicht schützen. Datenbereitschaft ist das Fundament der Standards, die sicheren KI-Betrieb erlauben. Ohne Lineage, Qualität und Governance ist die KI-Strategie nicht nur langsam, sondern ein Compliance-Risiko, das nur darauf wartet, zu explodieren.

Universal-Speisekammer statt Pop-up-Küchen-Falle

Um Chaos im Rechenzentrum zu vermeiden und einzelne Projekte schnell aufzugleisen, richten viele Führungskräfte „Pop-up-Küchen“ ein. Dabei handelt es sich um isolierte Cloud-Umgebungen, in die ein kleiner Datenausschnitt für Pilotprojekte verschoben wird. Das mag vielleicht eine schnelle Lösung für eine Vorspeise sein, scheitert jedoch beim Skalieren.

Dieser Ansatz kann kostspielig werden. Sobald die Daten eine geschlossene proprietäre Anbieterumgebung, für den Einsatz in der Produktion, verlassen, fallen Egress-Gebühren an. Noch problematischer: die Sicherheitskette wird durchbrochen. Wer Daten aus der Kernumgebung in ein anderes Modell verschiebt, verliert Metadaten und Kontext, die für Compliance relevant und nicht leicht zu ersetzen sind. Eine Pop-up-Strategie hält die Komponenten abgeschottet beim Anbieter fest, ohne zu berücksichtigen, dass die Branchenrealität heute hybrid ist. So entscheiden Unternehmen aus Kosten-, Performance- oder Souveränitätsgründen individuell, was für welche (KI-)Workloads passend ist.

Die Zukunftsstrategie lautet daher Private AI über eine einheitliche Plattform, die KI zu den Daten bringt – nicht umgekehrt. Kern dieses Ansatzes ist eine einheitliche Data Fabric als “universelle Speisekammer”, die Daten überall für die Zubereitung bereithält. Drei Elemente sind entscheidend für eine erfolgreiche Data-Readiness-Strategie:

  1. Unified Governance: In Profiküchen gelten durchgehend Hygienevorschriften. Analog dazu schafft eine geteilte Data Experience eine dauerhafte, aktive Metadaten- und Sicherheitsschicht. Richtlinien, Tags und Lineage folgen den Daten in jede Umgebung. Wer On-Premises keinen Zugriff auf personenbezogene Daten hat, bleibt auch in der Cloud strikt ausgeschlossen. So endet die Governance-Fragmentierung, an der Private-AI-Projekte scheitern.
  2. Datensicherheit und/oder Datensouveränität: Mit Private AI besitzen Unternehmen die Daten, nicht der Anbieter. Offene Tabellenformate wie Apache Iceberg stellen Daten für jedes Tool und jedes Modell, ohne Vendor-Lock-in, bereit. Die Schlüssel zur Speisekammer bleiben im Unternehmen
  3. Compute-to-Data: Statt riesige Datensätze zum Modell zu bewegen (und ggf. Egress-Gebühren zu zahlen), verlagert sich die Rechenleistung zu den Daten. Das macht Private AI aus: Modelle und Inferenz laufen direkt bei den gesteuerten Daten – in der Cloud, im Rechenzentrum oder am Edge.
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Der Herd ist heiß – die Daten liegen bereit 

Der Wettbewerbsvorteil der nächsten Jahre geht nicht an die Unternehmen mit den größten LLMs, sondern an Unternehmen, die ihren Daten so sehr vertrauen können, dass sie daraus einzigartige Einsichten und Geschäftswert gewinnen. Private AI ist kein Buzzword, sondern eine strategische Notwendigkeit für Unternehmen, die ihr geistiges Eigentum schützen. Sie beginnt nicht mit dem Algorithmus, sondern mit dem Mise en Place der Daten.

Eine erfolgreiche Data-Readiness-Strategie besteht aus drei Schlüsselelementen: 

  • Unified Governance: ein universeller Steuerungsstandard, der garantiert, dass konsistente Sicherheits-, Lineage- und Qualitätsrichtlinien Daten in allen Umgebungen (On-Premises, Cloud) folgen.
  • Datensicherheit und/oder Datensouveränität: offene Standards wie Apache Iceberg sichern die Datenhoheit und verhindern den Vendor-Lock-in.
  • Compute-to-Data: Statt Daten zu verlagern, werden Modelle und Inferenz direkt zu den gesteuerten Daten gebracht. Das reduziert Egress-Gebühren und Sicherheitsrisiken.

Franzini

Yari

Franzini

Group Vice President South, Central & Eastern Europe

Cloudera

Yari Franzini ist seit 2026 als Group Vice President South, Central & Eastern Europe bei Cloudera tätig und arbeitet bereits seit 2019 bei dem Unternehmen. Vor seinem Wechsel zu Cloudera bekleidete Franzini Führungspositionen bei Oracle und HPE. Seine Karriere begann er als Management-Berater, bevor er sieben Jahre bei EMC2
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