Wechsel zu SAP S/4-HANA ist mehr als ein technisches Upgrade

SAP

Die Mehrheit internationaler IT-Experten nennt in einer aktuellen  Studie geschäftliche Gründe als Antrieb für den Wechsel auf SAP S/4HANA und verspricht sich davon, Innovationen voranzutreiben oder Prozesse zu optimieren.

Doch  trotz dieses großen Potenzials für das Business haben erst 12 Prozent der Unternehmen  ihre Transformationsvorhaben abgeschlossen. Als Hürden erweisen sich die hohe  Komplexität der bestehenden ERP-Landschaften und die mangelhafte Zusammenarbeit  der verschiedenen Teams. So nutzen 70 Prozent der Firmen mehrere ERP-Systeme und  fast ebenso viele geben an, dass diese stark individuell konfiguriert sind. Als besondere  Herausforderung bei der Transformation beschreiben zwei Drittel der Unternehmen die  Abstimmung von Business-, Projekt- und IT-Teams. Dass es beim Thema Kollaboration  deutlichen Nachholbedarf gibt, zeigt der Blick auf SAP-Teams und Enterprise  Architekten: Nur in einem Drittel der Firmen arbeiten sie eng zusammen. Gerade  Enterprise Architekten könnten als Spezialisten für die Software-Landschaft eine  wichtige Rolle im Umgang mit den vorhandenen komplexen Strukturen spielen. Doch  viele Unternehmen lassen diese wertvolle Ressource ungenutzt – wie die Ergebnisse  der 2022 zum zweiten Mal durchgeführten LeanIX SAP S/4HANA Survey zeigen. 

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An der Befragung im April/Mai 2022 nahmen Enterprise Architekten und IT-Verantwortliche  aus insgesamt 98 Unternehmen des globalen LeanIX-Portfolios aus Kunden und  Interessenten teil. 70 Prozent der Befragten kommen aus Europa, weitere 20 Prozent aus den  USA – und die große Mehrheit arbeitet in Firmen mit mehr als 2.000 Beschäftigten.

Geschäftliche Gründe sprechen für SAP S/4HANA-Transformation 

Auch wenn das Ende der Mainstream-Wartung für SAP ECC im Jahr 2027 den Wechsel zu  SAP S/4HANA erfordert: Die Mehrheit der Unternehmen hat das Potenzial des postmodernen  ERP-Ansatzes erkannt und nennt geschäftliche Gründe als Auslöser für die Transformation.

21 Prozent der Befragten wollen mit SAP S/4HANA Innovationen vorantreiben und das  Business wandeln, weitere 33 Prozent sehen die Chance, im Zuge der Transformation ihre  geschäftlichen Prozesse zu optimieren. Man sollte annehmen, dass die meisten Unternehmen  bereits umgesetzt haben, was so bedeutend für ihr Geschäft sein kann. Doch das Gegenteil  ist der Fall, wie die vorliegende Untersuchung zeigt. 

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Nur wenige Unternehmen haben SAP S/4HANA-Transformation bereits abgeschlossen

Auch wenn nahezu alle befragten Unternehmen zukünftig mit SAP S/4HANA planen, haben  bisher nur 12 Prozent diese Transformation komplett vollzogen – und ebenso viele haben den  Zeitpunkt oder die Entscheidung über das Vorhaben vertagt. Die vorliegende Untersuchung  zeigt, dass sich drei Viertel der internationalen Firmen aktuell im Transformationsprozess  befinden, wobei die meisten noch mit der Evaluation und Vorbereitung befasst sind.  

Wieviel Zeit haben die Unternehmen für die Transformation benötigt oder planen Sie ein? Mit  36 Prozent geben die meisten einen Zeitraum von mehr als drei Jahren dafür an, weitere  31 Prozent nennen zwei bis drei Jahre. Was zunächst nach einem komfortablen  Planungshorizont bis zum Jahr 2027 klingt, erweist sich auf den zweiten Blick als knappes  Timing. Denn über den tatsächlich benötigten Zeitbedarf bestehen offenbar große  Unsicherheiten: 30 Prozent der Unternehmen sagen, dass der veranschlagte Zeitraum für die  Transformation nicht ausreichend war oder sein wird – und mit 37 Prozent kann der größte  Teil der Befragten nicht einmal eine Einschätzung dazu treffen. Woran liegt das?

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Bestehende ERP-Landschaften zeichnen sich durch enorme Komplexität aus 

Wer ein SAP S/4HANA-Transformationsvorhaben beginnt, muss sich im ersten Schritt mit der  bestehenden ERP-Landschaft des Unternehmens auseinandersetzen. Drei Viertel aller  Unternehmen nutzen weltweit mehrere ERP-Systeme – und in mehr als der Hälfte der Firmen  ist über SAP hinaus noch mindestens ein ERP-System eines weiteren Anbieters im Einsatz. 

Sei es durch spezialisierte Lösungen für verschiedene Geschäftsbereiche, länderspezifische  Besonderheiten oder die Akquise neuer Tochterfirmen mit etablierten Strukturen. Mehr als ein  System und mehr als ein Anbieter: So lässt sich die komplexe Ausgangssituation der meisten  ERP-Landschaften zusammenfassen.

Damit endet die Komplexität nicht. Über zwei Drittel der befragten IT-Experten geben an, dass  sich die ERP-Landschaft ihres Unternehmen auch durch ein hohes Maß an Anpassung mit  einer Vielzahl individuell konfigurierter Komponenten auszeichnet: 

Diese strukturellen Besonderheiten sind sicher mit ein Grund, dass fast die Hälfte der  Befragten es im Rahmen der Transformation als große Herausforderung wahrnimmt, die  Abhängigkeiten zwischen den ERP-Systemen und der umgebenden Software-Landschaft zu  identifizieren und abzubilden.  

Nur in 20 Prozent der Unternehmen ist solch ein umfassender Überblick sofort oder in weniger  als einem Monat verfügbar. Die meisten brauchen dafür erheblich länger: 47 Prozent der  Befragten geben an, dass sie mehr als drei Monate benötigen, um alle ERP-Lösungen und  andere im Unternehmen vorhandenen Applikationen und Systeme mit ihren wechselseitigen  Abhängigkeiten darzustellen. Dies vor der Migration zu prüfen, ist aber die Voraussetzung,  damit das operative Geschäft im Lauf des Transformationsvorhabens nicht oder nur minimal  beeinträchtigt wird.

Größte Hürde bei der SAP S/4HANA-Transformation ist Abstimmung zwischen Teams 

Unternehmen stehen in der Transformation nicht nur einer meist hoch komplexen ERP Landschaft gegenüber. Gerade bei einer Transformation aus Business-Perspektive – wie sie  von der Mehrheit der Unternehmen angestrebt wird – müssen alle Stakeholder eingebunden  werden, um die notwendigen tiefgreifenden Veränderungen mitzugestalten und mitzutragen.  Es ist daher nicht überraschend, dass die Befragten in der Abstimmung zwischen den an der  Transformation beteiligten Teams die größte Herausforderung sehen – die Koordination von  Business-, Projekt- und IT-Teams wird von zwei Dritteln der Studienteilnehmer als große  Aufgabe beschrieben. Und es ist ebenfalls bemerkenswert, dass kein einziger der befragten  IT-Experten diesen Abstimmungsprozess für komplett unproblematisch hält: 

Herausforderungen in einem Prozess sind zunächst einmal Hürden, die es zu überwinden gilt. Dass dies aktuell nur schlecht gelingt, zeigt der Blick auf die grundsätzliche Zusammenarbeit  zwischen SAP-Teams und Enterprise Architekten – nur ein Drittel der befragten Unternehmen  berichtet von einer engen Zusammenarbeit dieser Teams: Für die SAP S/4HANA-Transformation sind das keine gute Nachrichten. Gerade Enterprise  Architekten können mit Hilfe moderner EA-Tools und einem datengetrieben Ansatz einen  entscheidenden Beitrag leisten, um Transparenz über die hoch komplexen ERP-Landschaften  und die Abhängigkeiten zur restlichen Software-Umgebung herzustellen. Doch offenbar  bleiben genau diese Experten häufig außen vor: Nur 38 Prozent der Befragten halten die  Einbindung der Enterprise Architekten in die SAP S/4HANA-Transformation ihres  Unternehmens für ausreichend.

Unternehmen können SAP S/4HANA-Transformationen beschleunigen 

Ein hohes Maß an Komplexität in den bestehenden ERP-Landschaften und die Schwierigkeit,  die verschiedenen Teams im Unternehmen in Einklang zu bringen: Bei der Migration zu SAP  S/4HANA lassen sich einige Hürden identifizieren, die den Prozess erschweren und das  Potenzial haben, den Zeitplan durcheinander zu bringen.  

„Den Unternehmen läuft bei der Umstellung auf SAP S/4HANA die Zeit davon“, warnt LeanIX CEO André Christ. „Wir haben festgestellt, dass nur ein Drittel diese Transformation innerhalb  des geplanten Zeitrahmens abschließt. Unternehmen müssen sich dringend auf Maßnahmen  konzentrieren, die den Prozess beschleunigen. Der entscheidende Schritt ist eine effektive  Zusammenarbeit zwischen den Business-, Projekt- und IT-Teams. Das macht die  Transformation nicht nur schneller, sondern stellt darüber hinaus ihren dauerhaften  geschäftlichen Nutzen sicher.“ 

Viele internationale Unternehmen lassen eine wertvolle Ressource aktuell noch ungenutzt und  verzichten auf die Expertise ihrer eigenen Spezialisten: Die Zusammenarbeit von Enterprise  Architekten und SAP-Teams sowie die Einbindung der EA-Verantwortlichen in die SAP  S/4HANA-Transformation ist stark ausbaufähig. Dabei könnten sie besonders dabei helfen,  die Komplexität von Strukturen zu bewältigen und eine gemeinsame Sprache für Business und  IT zu schaffen. Unternehmen halten den Schlüssel für eine erfolgreiche SAP S/4HANA Transformation selbst in der Hand.

www.leanix.net

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