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Flattr PlusFlattr, das Micropayment-Tool für Online-Content, das seit 2010 schon Zahlungen an 30.000 Empfänger abwickelt, und Adblock Plus, die beliebte Browser-Extension zum Blocken störender Werbung, mit mehr als 500 Millionen Downloads, haben Flattr Plus vorgestellt, ein neues gemeinsames Projekt, das das Bezahlen für digitalen Content radikal vereinfachen soll.

Flattr Plus wird damit genau die integrierte Bezahlfunktion bieten, die dem Internet seit seiner Entwicklung vor 27 Jahren fehlt. Eine Zahlungsfunktion war eigentlich von Anfang als Teil des Internets angedacht, sie sollte Usern ermöglichen, Autoren jeglicher Inhalte für ihre Arbeit zu entlohnen. Zur Zeit der ersten Browser war dies jedoch technisch noch nicht umsetzbar.

“Flattr Plus” soll die ursprüngliche für das Internet vorgesehene Zahlungsfunktion ermöglichen

Flattr Plus ermöglicht Hunderten Millionen von Usern, Online-Content, der ihnen gefällt, direkt und nachhaltig zu finanzieren – ohne die Abhängigkeit von Werbeanzeigen und ohne für jede Webseite einen eigenen Bezahlvorgang durchlaufen zu müssen. Flattr Plus basiert auf Flattr, das 2010 von Peter Sunde und Linus Olsson gegründet wurde um Menschen eine Möglichkeit zu geben, Online-Content direkt mit Spenden zu unterstützen. Flattr erntete großes Lob in der Öffentlichkeit, als es zur einzigen Möglichkeit für Spenden an Wikileaks wurde, nachdem Visa, MasterCard and PayPal die Konten von Wikileaks gesperrt hatten.

Nutzer können bei Flattr Plus selbst einen monatlichen Betrag bestimmen, mit dem sie nahezu alles, was das Internet bietet, “flattern” können: Ein Blog, einen Musiker, eine Künstlerin, eine Nachrichtenseite, uvm. Flattr Plus hat die bisherigen Probleme von Micropayment-Systemen gelöst, indem Zahlungen reibungslos und automatisch erfolgen, basierend auf der Interaktion eines Users mit der jeweiligen Seite.

Wie auch schon in ihren bisherigen Projekten legen die Gründer dabei besonderen Wert auf den Schutz der Privatsphäre und ermöglichen Usern volle Kontrolle über ihre Flattr Plus Aktivität.

“Unser Ziel mit Flattr Plus ist das Web endlich zu dem zu entwickeln, was es schon immer sein sollte; ein Ort an dem alle Arten von Autoren und Kreativen ihre Zielgruppe treffen und gleichzeitig ein Mechanismus für diese Zielgruppen um Content-Ersteller direkt und nachhaltig zu unterstützen,” sagt Peter Sunde, Mitgründer von Flattr und einer der Köpfe hinter Pirate Bay.

“Die Idee von großartigen Inhalten ist untergegangen in Clickbait-Schlagzeilen und Artikeln in Form von Slide-Shows. Das übergeordnete Ziel ist es, Werbeeinnahmen zu generieren. Wenn wir diesen Trend umkehren wollen, brauchen wir ein Finanzierungsmodell, welches auf Interaktion und echtem Interesse basiert, nicht nur auf Seitenaufrufen. Ich bin der festen Überzeugug, dass die wachsende Bereitschaft der Menschen, für gute Inhalte zu bezahlen, das nächste große Ding im Internet ist. Und es wird Realität werden, wenn wir diesen Menschen eine einfache, nutzerfreundliche Lösung bieten, um Journalismus, Kunst oder Musik, die sie lieben, zu finanzieren. Deshalb entwickeln wir genau diese Lösung,” so Linus Olsson, Mitgründer von Flattr und leitender Entwickler von Flattr Plus.

“Das aktuelle Modell, das Usern aufdringliche, störende Werbung zeigt und ihre Privatsphäre verletzt, um Inhalte zu finanzieren, ist gescheitert: User sind zunehmend frustriert mit ihrem Erlebnis von Online-Werbung, gleichzeitig sinken die Einnahmen, die Website-Betreiber mit solch aufdringliche Werbeformate generieren, immer weiter,” stellt Till Faida fest, Mitgründer von Adblock Plus und der Betreibergesellschaft Eyeo. “Mit unserer Acceptable Ads Initiative haben wir bereits bewiesen, dass weniger und bessere Werbeanzeigen einen größeren Mehrwert bieten; mit Flattr Plus gehen wir jetzt noch einen Schritt weiter, wir bieten Nutzern noch mehr Wahlfreiheit wie sie für Inhalte, die sie konsumieren, bezahlen. Unsere große Nutzerbasis bietet die einzigartige Chance, eine komplett neue Monetarisierungsmöglichkeit zu etablieren, die guten Inhalt belohnt und gleichzeitig die Interessen der User respektiert.”

Funktionalität

Bei den bisher existierenden Micropayment-Lösungen müssen Nutzer für jede einzelne Seite manuell einen Zahlungsvorgang auslösen. Flattr Plus hingegen basiert auf einem Algorithmus, der automatisch ein vorab definiertes Budget verteilt, entsprechend der tatsächlichen Interaktion mit den besuchten Seiten.

Flattr Plus wird allen Websitebetreibern zur Verfügung stehen. Einzige Voraussetzung ist ein Account bei Flattr, den interessierte Verleger und Kreative jederzeit erstellen können, sofern sie das noch nicht getan haben. Alle Seiten, die mit einem Flattr-Konto assoziiert sind, können automatisch Zahlungen durch Flattr Plus empfangen, sobald Flattr Plus öffentlich gelauncht wurde.

Alle interessierten Nutzer können sich unter https://flattrplus.com bereits heute für Flattr Plus registrieren um Zugang zu einer Beta-Version zu erhalten, sobald diese im Sommer diesen Jahres zur Verfügung steht.

Flattr Plus soll weltweit noch innerhalb dieses Jahres gelauncht werden.

Vorab-Registrierung für die Beta-Version Flattr Plus: https://flattrplus.com


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