Den SAP-Betrieb stabil und sicher aufstellen

Die Zeit nach dem Go-live

Ist der SAP-Betrieb für die kommenden Anforderungen gerüstet? Mit dem Wechsel in die Cloud stehen Verantwortliche vor großen Aufgaben.

Support und kontinuierliche Weiterentwicklung der Systemlandschaft nach dem Go-live, ein sauberer Clean Core – und der nächste Schritt zum Autonomous Enterprise. Wer das rechtzeitig prüft, bleibt handlungsfähig.

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Und nach der Einführung?

Die richtige IT-Systemlandschaft ist die Basis für den Unternehmenserfolg. Seit Monaten dreht sich daher vieles um die Transformation des bestehenden SAP-Systems in eine Cloud-basierte Zukunft mit KI-Funktionen. Zu Beginn der Transition stellt sich die Frage nach einer Strategie, die zum Unternehmen passt, einem Transformationsansatz, der den größten Nutzen bringt, und einem Migrationspfad, der einen schnellen, risikoarmen Einstieg verspricht.

Doch die Herausforderung liegt nicht nur darin, die IT zukunftssicher aufzustellen, sondern auch in einem gut laufenden Betrieb nach der Einführung. Alles muss compliant und stets auf dem neuesten Stand bleiben. Das bedeutet, Systeme müssen maximal verfügbar, sicher und leistungsfähig sein, damit Mitarbeitende sich auf das Kerngeschäft konzentrieren können. Um dies zu gewährleisten, sind drei Dinge wichtig. Erstens: Systeme müssen regelmäßig geprüft werden, um Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und ungeplante Ausfälle zu vermeiden. Zweitens: Integrationen und Schnittstellen müssen kontinuierlich überwacht und Fehler analysiert werden, damit Prozesse reibungslos laufen. Drittens: Neue SAP Releases müssen zeitnah implementiert werden.

Das Beste aus der Cloud herausholen

Auch die Cloud muss stabil, sicher und schnell laufen; alle Rollen müssen klar und Berechtigungen korrekt sein. Da diese Systeme oft komplexer und verteilter sind, stoßen klassische Support-Modelle und einfache Server-Monitoring-Tools an ihre Grenzen. Die Kernfragen, die sich Unternehmen hier stellen sollten, sind: Was passiert mit den Informationen, die diese Systeme liefern? Wer bewertet sie? Wer reagiert, wenn etwas auffällig ist? Wer entscheidet, ob ein Patch relevant is und wann er eingespielt wird?

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Bei den technischen Releaseupgrades bietet die Cloud einen klaren Vorteil, da die SAP diese übernimmt. SAP kümmert sich aber nicht um alles. Nach dem Shared Responsibilty Model der SAP verbleibt ein großer Teil der Verantwortung für Security und Datenschutz beim Kunden, so zum Beispiel der SAP Security Patch Day in der Private Cloud. Auch bei Prozessen, Daten, Berechtigungen, fachlicher Konfiguration, Relevanzbewertungen und internen Entscheidungen bleiben Unternehmen verantwortlich. Wenn dort niemand hinschaut, entsteht kein effizienter Betrieb, sondern neue Unübersichtlichkeit.

Um zu prüfen, wie gut Unternehmen aufgestellt sind, sollten sie mit einem Betriebs- und Verantwortlichkeitscheck beginnen: Welche Systeme und Services sind im Einsatz? Wer ist wofür verantwortlich? Wie sind Berechtigungen geregelt? Wie laufen Patches, Security-Bewertungen und Service Requests? Wo entstehen Cloud-Kosten und wer kontrolliert sie regelmäßig? Diese Fragen zu reflektieren und beantworten zeigt in der Regel, wo akuter Handlungsbedarf besteht.

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Managed Services werden zum Enabler

Die Schwierigkeit besteht bei vielen Unternehmen darin, dass Tickets, Service Requests und operative Aufgaben immer mehr Ressourcen binden – und keine Zeit bleibt, das SAP-System zuverlässig und vorausschauend zu betreuen. Gleiches gilt für die proaktive Optimierung und Weiterentwicklung des Systems und der Prozesse, auch in den Bereichen KI, Automation und weiteren innovativen Technologien. Insbesondere mit dem Wechsel in die Cloud gewinnen Innovationen an Tempo, mit dem Anwendungen mithalten müssen. SAP läuft, aber es könnte besser und effizienter laufen – wenn die IT-Abteilung nicht so überlastet wäre.

Managed Services sind dann sinnvoll, wenn Unternehmen ihren Betrieb professionalisieren wollen, ohne intern jede Rolle dauerhaft selbst vorzuhalten.

Oliver Sonn, T.CON GmbH & Co.KG

Spätestens an dieser Stelle lohnt es sich, über Managed Services nachzudenken. Managed Services sind dann sinnvoll, wenn Unternehmen ihren Betrieb professionalisieren wollen, ohne intern jede Rolle dauerhaft selbst vorzuhalten. Es geht nicht darum, Verantwortung komplett abzugeben. Sondern darum, klare Strukturen zu schaffen: Wer überwacht was? Wer bewertet Risiken? Wer steuert Veränderung? Wer sorgt dafür, dass Systeme nicht nur laufen, sondern sicher, aktuell und wirtschaftlich betrieben werden?

Rundum-Betreuung schafft Freiräume

Managed Services umfassen eine Vielzahl an Leistungen, die individuell und flexibel auf das Unternehmen abgestimmt werden: Vom Application Management und SAP-Technologie Support für einen reibungslosen Systembetrieb über das Hosting und Plattform-Management bis hin zur Beratung in IT Security, Datenschutz und Berechtigungswesen, damit die Systeme (rechts-)sicher bleiben. Möglich ist eine Rundum-Betreuung, die schnelle Hilfe und verlässliche Lösungen verspricht. Das gilt auch für zusätzliche Services wie Stammdatenpflege, um sorgenfrei mit konsistenten Daten arbeiten zu können, und Verbuchungsmanagement für Arbeiten ohne Synchronisationsfehler – sie greifen tiefer in Business Prozesse ein und nehmen Verantwortlichen dadurch Last ab.

Bei allen Maßnahmen steht der ganzheitliche Ansatz im Vordergrund. Während Insellösungen in der Regel mit hohen Folgekosten und Integrationsaufwänden einhergehen, führt eine durchdachte Strategie am Anfang jeder Entscheidung dazu, dass die digitale Transformation erfolgreich ihren Weg nimmt. Ziel sollte sein, Systeme weiterzuentwickeln und für die Zukunft aufzustellen und gleichzeitig End und Key User von bestimmten repetitiven Tätigkeiten zu befreien.

Managed Services T.CON
Wenn Budgets knapper werden, geraten Themen ohne sofort sichtbaren Return on Invest schnell unter Druck. Doch in Managed Services, Security und Nachhaltigkeit sollten Unternehmen gerade jetzt investieren. (Quelle: T.CON GmbH)

Auf das operative Geschäft fokussieren

Die Erwartungen an Managed Services gehen inzwischen weit über einzelne Leistungen und klassische Outsourcing-Modelle wie Hosting hinaus. Vielmehr übernehmen sie zunehmend auch strategische Funktionen. Gefragt sind Dienstleistungen, welche die Transformation aktiv mitgestalten und ganzheitliche innovative Lösungen „end-to-end“ aus der Cloud anbieten. Im Idealfall begleiten Experten dabei nicht nur technologisch, sondern beleuchten auch intensiv die Geschäftsprozesse – und entwickeln kontinuierlich Services, die Mehrwerte für Unternehmen schaffen.

Damit einher geht das ständige Beobachten von Technologietrends, der ständige Abgleich mit dem eigenen IT-Ökosystem sowie die wohlüberlegte Entscheidung, an welchen Stellen Unternehmen selbst IT-Aufgaben übernehmen und wo die Partnerschaft mit externen Spezialisten sinnvoll ist. Dabei kann auch die komplette Übernahme von IT- und Geschäftsprozessen eine Option sein. In jedem Fall entlasten Unternehmen durch Managed Services die eigene IT-Abteilung und gewährleisten die Systemverfügbarkeit und -sicherheit, sodass sich diese auf das operative Geschäft fokussieren kann.

Zum Schluss noch eine wichtige Botschaft: Nicht erst warten, bis es brennt. Wer merkt, dass Cloud-Betrieb, Security, Berechtigungen oder Kostensteuerung unübersichtlich werden, sollte frühzeitig prüfen, welche Aufgaben intern bleiben müssen und wo ein Partner sinnvoll entlasten kann. Das ist meist deutlich günstiger, als später unter Druck aufzuräumen.

Oliver

Sonn

Experte für Managed Services

T.CON GmbH & Co.KG

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