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Internet of ThingsUnsere Welt wird schlauer – dank dem Internet der Dinge (Internet of Things, IoT): Sogenannte Smart Buildings passen die Beheizung und Reinigung eines Gebäudes selbsttätig an die Raumnutzung an, Fahrzeuge werden bei Stau automatisch umgeleitet und Maschinen melden im Voraus, wenn sie Wartungsbedarf haben.

Für Unternehmen bieten IoT-Technologien vielerlei Chancen: Sie können mithilfe von Datenanalyse und Künstlicher Intelligenz ihre Produktion optimieren, Kosten sparen und neue Geschäftsmodelle entwickeln. Doch auf dem Weg dahin gilt es grundlegende Fragen zu klären: Wie und wo fängt man ein IoT-Projekt am besten an? Was sind Voraussetzungen, Hindernisse und Handlungsempfehlungen?

Das Internet der Dinge verbindet physische und virtuelle Objekte zu einem globalen Netzwerk. So sind moderne Kaffeemaschinen, Heizungen oder Fräsmaschinen mit Modulen ausgestattet, mit denen sie internetfähig werden. Sie sammeln Daten, die sie mit anderen Geräten austauschen oder an einen zentralen Pool zur Auswertung weiterleiten. Daten zu sammeln, zu analysieren und in Mehrwert zu verwandeln steht im Zentrum jedes IoT-Projekts. Wem dies gelingt, der sichert sich einen wertvollen Wettbewerbsvorteil. Denn mithilfe von Datenanalysen können Unternehmen ihre Prozesse und ihre Produktion optimieren, ihr bestehendes Geschäft mit neuen, kundenorientierten Services und Lösungen aufwerten oder komplett neue Geschäftsmodelle realisieren. Der allgemeine Markttrend geht in den industrialisierten Ländern weg von der reinen Produktherstellung hin zur Dienstleistung. So vernetzt der Flugzeugtriebwerkhersteller Rolls-Royce zum Beispiel seine Produkte und bietet sie im „As a Service“-Modell an: Der Kunde kauft die Turbine nicht mehr, sondern zahlt pro genutzter Flugstunde.

IoT ist Zukunftsthema

Es gibt kaum eine Branche, für die das Internet der Dinge nicht relevant ist. Eine Vorreiterrolle nehmen jedoch die Automobilhersteller und Maschinenbauer ein. Laut der IDG-Studie stammen die meisten IoT-Projekte bisher aus den Bereichen vernetzte Produktion und Smart Connected Products.

Insgesamt sind 72 Prozent der deutschen Unternehmen der Meinung, dass IoT innerhalb der nächsten drei Jahre für ihre Organisation wichtig oder sehr wichtig wird. Das zeigt die aktuellen Studie „Internet of Things 2016“ von IDG Research Services, die IT-Entscheider in der DACH-Region befragte. Die meisten Befragten befinden sich mit ihren IoT-Initiativen jedoch noch in der Anfangsphase.

Neue Strukturen schaffen

Unternehmen, die ihre digitale Transformation ganzheitlich vorantreiben und ihre Strategie auf das Zukunftsthema IoT ausrichten wollen, müssen sich über eines im Klaren sein: Die Digitalisierung ist ein multidimensionaler Veränderungsprozess, der sowohl technologischen als auch kulturellen, sozialen, politischen und ökonomischen Wandel umfasst. So verändern neue Kollaborationsformen zum Beispiel die Zusammenarbeit, flache Hierarchien und interdisziplinäre Teams krempeln bestehende Strukturen um und die Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen wirkt sich auf die ökonomische Ausrichtung aus. Gleichzeitig müssen Unternehmen eine Kultur schaffen, die offen für Veränderung und die Möglichkeiten der Digitalisierung ist.
Voraussetzungen für die erfolgreiche Umsetzung von IoT-Projekten

Möchten Unternehmen ein IoT-Projekt starten, sollten im Vorfeld bestimmte Voraussetzung erfüllt werden: Dabei sind die Anforderungen auf technischer Seite gar nicht so hoch, wie die meisten glauben. Industrieunternehmen müssen nicht gleich neue Maschinen kaufen. Oft kommen sie schon recht weit, wenn sie temporäre Sensoren an bestehende Produktionsgeräte anlegen, daraus Daten auslesen und sie einem Machine-Learning-Algorithmus zuführen. Dies hilft, im ersten Schritt die Investition gering zu halten und den Mehrwert einer vernetzten Anlage zu ermitteln.

Auf organisatorischer Ebene sind interdisziplinäre Teams Pflicht. Industrie 4.0 ist die Verknüpfung von IT und Operational Technology (OT). Daher müssen Experten aus beiden Bereichen eng zusammenarbeiten, damit Projekte erfolgreich werden. Häufig verfügen die Mitarbeiter aus den verschiedenen Bereichen über ähnliches Know-how: Während die IT-Abteilung sich mit Themen wie Netzwerktechnik und Big Data Analytics auskennt, hat die Produktionstechnik das erforderliche Know-how über die Produktionsprozesse. Es hapert jedoch oft an einem aktiven und regelmäßigen Austausch unter den Abteilungen, um einen effektiven Wissenstransfer sicherzustellen. Hier ist soziale Kompetenz gefragt. Ein Projektleiter muss in der Lage sein, die verschiedenen Parteien an einen Tisch zu holen und auf das gemeinsame Ziel einzuschwören. Dabei kann es hilfreich sein, einen externen Berater als Vermittler an Bord zu holen.

Herausforderungen und Widerstände überwinden

IoT-Projekte bringen viel Unsicherheit mit sich. Gerade vor Projektstart kämpfen viele Unternehmen mit Hindernissen. Oft ist zu Beginn nicht klar, was am Ende tatsächlich herauskommt. Unternehmen brauchen daher einen gewissen Mut zum Risiko und sollten sich trauen, mit den zur Verfügung stehenden Daten kreativ umzugehen. Wer sich hier zu sehr einschränkt, vergibt wertvolle Chancen.

Auch Sicherheitsbedenken stehen Industrie 4.0-Projekten häufig im Wege. Schließlich öffnet man durch die Vernetzung von IT und OT neue Einfallstore für Hacker. Cyberkriminelle könnten sich nicht nur sensible Unternehmensgeheimnisse erschleichen, sondern auch die Produktion sabotieren. Unternehmen müssen Security und Safety daher von Anfang an in ihre IoT-Projekte mit einbeziehen und ein umfassendes Sicherheitskonzept entwickeln. Hier empfiehlt es sich, mit einem erfahrenen Spezialisten zusammenzuarbeiten, der sowohl über nachweisbare IoT- als auch Security-Kompetenz verfügt.

IoT-Projekte richtig steuern

Damit Digitalisierungsprojekte erfolgreich werden, brauchen sie eine stringente Steuerung. Dafür sollten Unternehmen einen Chief Digital Officer (CDO) einsetzen, der sich in Vollzeit um die Thematik kümmert, Themen vorantreibt und Fortschritte einfordert. Er koordiniert die verschiedenen Initiativen in den Fachabteilungen, bringt die Führungsgremien der Projekte regelmäßig an einen Tisch und gibt der digitalen Transformation die richtige Richtung. Dafür muss er eng mit dem CEO und dem Top-Managementzusammenarbeiten. Der CDO braucht Entscheidungs- und Budgetfreiraum. Denn Digitalisierungsprojekte lassen sich nicht mit herkömmlichen KPIs messen. Für jedes Projekt müssen individuelle Ziele festgelegt werden. Das können je nach Einzelfall strategische, qualitative oder quantitative Kennzahlen sein. Wenn ein Unternehmen zum Beispiel eine neue Cloud-basierte mobile Plattform für den Vertrieb aufsetzt, geht es zunächst nicht um Marge, sondern darum, möglichst viele Kunden anzuziehen und Marktanteile zu gewinnen. Entscheidend ist, den Erfolg jedes Projekts in kurzen Abständen zu messen, um zeitnah reagieren zu können.

Digitale Transformation ganzheitlich verstehen

Die digitale Transformation im Unternehmen kann aber letztlich nur dann erfolgreich sein, wenn sie von allen Mitarbeitern mitgetragen wird. Deshalb sollten alle Fachabteilungen frühzeitig an der Entwicklung der digitalen Agenda beteiligt sein Die größte Gefahr besteht darin, sich selbst durch übertriebene Planung und Perfektionismus auszubremsen. Stattdessen empfiehlt es sich, mit kleinen Teams möglichst schnell einen funktionierenden Prototypen zu bauen und später zu erweitern. Wer klein startet und das einsetzt, was er zur Verfügung hat, kann schon mit überschaubarem Budget innerhalb von kurzer Zeit gute Ergebnisse erzielen. Ein erfahrener externer Berater mit fachübergreifender Kompetenz kann dabei wertvolle Hilfe leisten.

Sebastian Almer Sebastian Almer ist Geschäftsführer der Duality Beratungs-GmbH (Bild: Duality)

Sebastian Almer verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in der ICT-Branche. Der IT-Ingenieur war zunächst als Berater tätig und verantwortete später die technische Planung und Umsetzung von IT-Projekten, zuletzt beim herstellerunabhängigen IT-Haus Axians IT Solutions. Seit 2016 ist der Experte für Digitalstrategie, IoT sowie Prototypenbau Geschäftsführer der Beratungs-GmbH Duality, die zu Vinci Energies Deutschland gehört.

www.duality.de
 

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