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Netzwerk Frau

Software-Defined Wide Area Networks (SD-WAN) sind dynamisch und kostengünstig, Unternehmen versprechen sich davon mehr Flexibilität. Besonders für große Unternehmen, die global agieren, ist die Lösung attraktiv. Vielfältige Verbindungsoptionen erlauben es, den steigenden Bandbreitenbedarf zu bewältigen.

Niederlassungen überall auf der Welt und mobile Mitarbeiter können problemlos ins Firmennerzwerk eingebunden werden. Arbeiten von unterwegs und Home Office sind aber auch in kleineren Unternehmen und im Mittelstand ein wichtiges Thema geworden, so dass die Technologie auch hier helfen kann. Doch bei der Implementierung von SD-WAN lauern auch viele Stolpersteine, Open Systems hat vier vermeidbare Fehler ausgemacht:

1. Den Zeitaufwand unterschätzen

Eine großangelegte Umstellung in der IT-Infrastruktur klappt nicht von heute auf morgen, Unternehmen sollten genügend Zeit einplanen und sich eine Transformationsstrategie zurechtlegen. Zunächst muss man sich über die eigenen Anforderungen klarwerden, die dann auch bei der Wahl eines Providers mitentscheiden. Außerdem sollte das neue Netzwerkkonzept einem ausgiebigen Test unterzogen werden, um eventuelle Schwachstellen aufzudecken, bevor es in den regulären Betrieb übernommen wird. Dies benötigt natürlich alles seine Zeit.

2. Legacy-Infrastruktur vergessen

Auch weil die Umstellung normalerweise nicht schlagartig geschieht, müssen Unternehmen sicherstellen, dass ihre präferierte SD-WAN-Lösung auch mit bestehenden Legacy-Netzwerken kompatibel ist. Dazu ist es nötig, dass ein Anbieter mit verschiedenen Netzwerkprotokollen wie RIP, OSPF oder BGP zurechtkommt. So wird gewährleistet, dass wichtige Geschäftsprozesse auch in der Umstellungsphase nicht unterbrochen werden.

3. Sicherheit vernachlässigen

Im Gegensatz zu geschlossenen MPLS-Netzen werden SD-WAN-Router direkt ans Internet angeschlossen, was für Angreifer eine potentielle Eintrittsstelle eröffnet. Generell basieren SD-WAN-Lösungen auf vielen Software-Komponenten und mehr Software bedeutet auch mehr potentielle Schwachstellen. Ein schlecht implementiertes SD-WAN kann für Unternehmen so also sogar zu einem zusätzlichen Sicherheitsrisiko werden. Daher ist es wichtig, bei der Auswahl einer SD-WAN-Lösung auch auf die richtigen Sicherheits-Features zu achten, dazu gehören: Next Generation Firewalls, Eindringungsschutz, Malware-Schutz und erweiterter Bedrohungsschutz.

4. Ressourcenaufwand unterschätzen

Der Betrieb und die Überwachung eines SD-WAN benötigt technische Ressourcen und Knowhow in der Belegschaft. Die Mitarbeiter müssen sich etwa bei den Themen Netzwerk-Architektur (WAN und SD-WAN), Applikations-basierte Netzwerke, globale Netzwerksicherheit, Multi-Provider Netzwerke und Netzwerk-Orchestrierung auskennen. Verfügen Unternehmen selbst nicht über die nötigen Ressourcen und Fähigkeiten, besteht die Möglichkeit, Aufgaben an einen Managed Service Provider auszulagern. Das kann die gesamte Betreuung des Netzwerkes umfassen, oder Teilbereiche, je nach eigenem Stand eines Unternehmens.

Laurent Zimmerli, Head of Product Marketing, Open Systems

www.open-systems.com
 


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