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In München

B2B Service Management
22.10.19 - 23.10.19
In Titanic Chaussee Hotel, Berlin

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22.10.19 - 23.10.19
In Nürnberg, NCC Ost

DILK 2019
28.10.19 - 30.10.19
In Düsseldorf

Digital X
29.10.19 - 30.10.19
In Köln

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Netzwerk

Die Telekommunikationslandschaft erlebt in den letzten Jahren einen gezielten und steten Wandel der Netzinfrastruktur. Sei es der Wechsel von ISDN auf VoIP oder der Ablösung des quasi Marktstandards MPLS zum SD-WAN. 

Auch die Evolution von IoT (Internet of Things) und 5G führt zu einer steigenden Integration von intelligenten Abschlussgeräten (Edge Devices), um die damit verbundenen schnelleren und notwendigen Implementationen der jeweiligen Dienste voranzutreiben zu können. 

Durch die Zero Touch Provisioning (im folgenden ZTP genannt) - Möglichkeiten dieser Edge Devices ist es nun nicht mehr notwendig, dass ein Mitarbeiter Konfigurationen lokal am Endgerät vornimmt. So kann beispielsweise ein Netzbetreiber eine Verbindung zum Edge Device aus der Ferne herstellen und alle notwendige Konfigurationen durchführen. Des Weiteren erfordern NFV (Network Function Virtualization) Dienste im Zuge der Cloudifizierung und Internationalisierung zunehmend einen schnelleren und dynamischeren Umgang innerhalb der Netz-Infrastruktur, da diese stets auf veränderte Netzanforderungen reagieren müssen. NFV Funktionalitäten, die vor allem durch die Einführung der SD-WAN Netze Fahrt aufgenommen haben, sind zum Beispiel Firewall, WAN-Optimierung oder Anti-Virus Funktionalitäten. Zero Touch Provisioning ist die daraus logisch entstandene Antwort.

Was ist Zero Touch Provisioning?

Im Grunde ist ZTP eine Basisfunktionalität mit der es möglich ist Endgeräte/Switche (Edge Devices) ohne menschliches Einwirken aus der Ferne zu konfigurieren. Durch den zuvor erwähnten Wandel der Netzinfrastruktur, angetrieben von Themen wie SD-WAN, IoT oder 5G, können manuelle Konfigurationen entsprechend zeitaufwändig und kostenintensiv sein. Um diesen Faktoren entgegen zu wirken, ist eine automatisierte Konfiguration, typischerweise bei Installation und Konfiguration neuer Hardware, erforderlich. Ein typisches Szenario für eine automatisierte Konfiguration ist eine „request“ Anfrage etwa via DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) oder TFTP (Trivial File Transfer Protocol) sobald das jeweiligeEndgerät angeschlossen und angeschaltet wurde. Hierdurch kann die im Netz gespeicherte Image- bzw. Konfi gurationsdatei auf das Gerät geladen und automatisiert installiert werden.

In der Live-Umgebung können jederzeit durch den Netzbetreiber oder den Anwender (managed oder unmanaged) die bereits erwähnten NFV Funktionalitäten hinzugebucht oder abgeändert werden. Hierbei sind die Features auf den vom Netzbetreiber zur Verfügung gestelltenWarenkorb jedoch limitiert. Der Anwenderhat somit zwar immer noch eine höhere Flexibilität bzw. eine größere Anzahl an Features auf Abruf zur Verfügung, bewegt sich aber stets innerhalb eines vordefi nierten Warenkorbs des Herstellers. Dies bedeutet, dass die Features (etwa Firewall-Funktionalitäten) zwar nur eine Lizensierung auf dem Edge-Gerät benötigen, der Hersteller und der Umfang aber bereits im Vorfeld klar defi niert und nicht beliebig sind.

Stand heute gibt es keinen einheitlichen Standard, welcher zusammenfasst, was unter ZTP umgreifend zu verstehen ist. Idealerweise sollten verschiedene Hersteller und Dienstleister sich unter einem gemeinsamen ZTP Standard zusammenfassen, in dem alles von Konfi guration, Zuschaltung sowie Trouble-Shooting automatisiert ist. Quasi ein Netzwerk, das sich selbst monitort, verwaltet und heilt. Der gemeinsame Konsens derzeit ist, dass ZTP eine Funktionalität ist, die hoch verfügbare Services automatisiert und zu jeder Zeit und von jedem Standort zur Verfügung stellt, von Bandbreitenupgrades bis zu NFV Diensten (Firewall, Antivirus,Netz-Optimierung etc.)  

Funktionsweise

 Grundsätzliche Funktionsweise von ZTP.

Was spricht für Zero Touch Provisioning?

Es gibt diverse Vorteile, die für ZTP sprechen und die in erster Linie auch eine direkte Antwort auf die heutigen sowie die in der Zukunft verstärkten Herausforderungen innerhalb einer WAN-Infrastruktur sind.

1. Automatisierung und Schnelligkeit

 Einer der wesentlichen Vorteile von ZTP ist sicherlich die Automatisierung. Der steigende Bedarf an fl exiblen und dynamischen WAN-Netzen ist eine Entwicklung, die sich kontinuierlich fortsetzen wird.  „Cloudifi zierung“ und Internationalisierung der Standorte innerhalb eines WANs erfordern Automatisierungsmechanismen, die bei diesen Herausforderungen unterstützen, zum Beispiel die automatisierte Konfi guration eines Standortes im In- oder Ausland ohne entsprechende IT-Ressourcen vor Ort oder das Ausrollen bzw. die Implementation mehrerer Standorte national und/oder international innerhalb kürzester Zeit.

2. Mehr Transparenz und Übersicht

 Da die Netze heute mehr Features denn je können müssen, steigt natürlich auch die Komplexität und Anzahl entsprechender Endgeräte innerhalb einer Netzwerkumgebung. Die Herausforderung ist, über die diversen Devices eine entsprechende Übersicht zu bewahren, diese aber auch im Alltag managen zu können.  Intelligente Edge Devices und ZTP verringern nicht nur die Komplexität/ Anzahl der Endgeräte, die beim Unternehmen stehen, sondern bündeln auch viele oder alle Feature-Sets innerhalb eines Gerätes. Durch die ZTP-Möglichkeiten können somit Features automatisiert lizensiert, Installiert und konfi guriert werden. Dies reduziert die Komplexität der IT-Landschaft und ermöglicht innerhalb dieser mehr Transparenz und Übersicht.

3. Reduzierte Aufwände

 Ein nationaler und/oder internationaler Rollout zahlreicher Devices ist nicht nur stressig, sondern erfordert auch viel Erfahrung, Know-how und Ressourcen. Die Herausforderungen sind hier, wie bereits zuvor genannt, beispielsweise fehlendes IT-Know-how an Standorten oder schlichtweg lange Bestell- und Lieferzeiten für diverse WAN Dienste. Dieses zeitintensive Administrieren bzw. Überwachen einer solchen IT-Landschaft im Rollout sowie auch im Live-Betrieb kann durch ZTP vereinfacht und beschleunigt werden. Durch die Automatisierung von Konfi gurationen sowie Schaltungen/Lizensierungen diverser Features, kann der Aufwand der IT-Ressourcen reduziert und in andere wichtige Aufgaben innerhalb der IT investiert werden.

Funktionsweise Veränderung

Veränderung der Netzwerkstruktur und Administration durch ZTP.

Zero Touch Provisioning und die daraus resultierenden Konsequenzen

ZTP und die damit verbundenen Managementmöglichkeiten sowie die diversen Netzwerk Features auf Abruf (NFV) werden in der Zukunft einen anderen Umgang in der Administration entsprechender Dienste notwendig machen. Sei es, wie beispielsweise Netze oder Features implementiert oder wie diese Netze oder Features im Alltag gemanagt werden. Dies wird voraussichtlich Einfl uss auf unterschiedliche Bereiche im Markt haben und der Blickwinkel im Umgang mit Netzwerken muss aus allen Perspektiven neu betrachtet werden – nicht nur aus Sicht des Kunden.

So wird sich auch als Beispiel der klassische Vertrieb neu erfi nden und defi nieren müssen: Durch das Zero Touch Provisioning kann sich der Kunde den „langen Weg“ über die typischen Vertriebskanäle und -prozesse sparen und den Provisioning-Prozess selbst in die Hand nehmen. Der Kunde kann somit gezielt Dienste aus seiner Administrationsumgebung, überall und zu jeder Zeit, verwalten, ohne dass Vorlaufzeiten entstehen, die etwa durch einen Bestellprozess unnötig in die Länge gezogen werden. Von Upgrades bestehender Dienste (beispielsweise die Erhöhung der Bandbreite eines Standortes innerhalb des Netzes) bis zur Schaltung komplett neuer Dienste, stehen dem Kunden die Auswahlmöglichkeiten direkt zu Verfügung.

Bei allen Vorteilen, die ZTP in Verbindung mit intelligenten Edge Devices liefert, wird eine vollständige Automatisierung jedoch zumindest in naher Zukunft nicht ohne weiteres möglich sein, da der Mensch weiterhin als letzte Kontrollinstanz den  entscheidenden Faktor darstellt. Durch die stete Evolution der Netze wird die Wichtigkeit von Zero Touch Provisioning aber weiterhin steigen und dies wird auch die Rolleder menschlichen Komponente schlussendlich neu definieren.

Lee Skeen, Senior Account Manager
Lee Skeen
Senior Account Manager, MPC Service GmbH
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