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Transformation SchmetterlingDer Druck auf IT-Budgets wächst, der Mangel an Fachkräften hält an, die Situation in der IT verschärft sich. Und gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen ist der Druck besonders hoch.

Im Vergleich zu großen Konzernen verfügen sie nicht über die nötigen IT-Ressourcen und müssen kreative Wege suchen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Daher war in der Vergangenheit das Outsourcing für viele Unternehmen eine bequeme Alternative: Outsourcing versprach die Kosten zu reduzieren und genügend freie Ressourcen, um sich wieder auf die Kernkompetenzen zu konzentrieren. Doch viele Firmen, die ein solches Outsourcing-Projekt eingegangen sind, tragen sich heute mit dem Gedanken, ihre IT-Services wieder zurückzuholen und selbst zu betreiben (In-Sourcing). Gründe dafür sind: Ein anderes Verständnis von Dienstleistung, mangelnde Transparenz und in nicht wenigen Fällen ein nicht funktionierendes Outsourcing der IT-Bereiche. Damit stehen aber gerade Mittelständler vor einer großen Herausforderung. Die ursprüngliche Entscheidung, bestimmte Bereiche oder Abteilungen auszulagern, wurde schließlich bewusst getroffen. Viele Unternehmen sind aufgrund von fehlendem Know-how und Fachpersonal oder wegen mangelnder Ressourcen nicht in der Lage, sich um alle Aufgaben inklusive Server, Netzwerk, Security, Applikationen oder Speicherplatz zu kümmern. Eine Lösung sind Managed Services. Externe Dienstleister übernehmen auch hier ganze Teile der IT. Die wichtigsten Unterschiede zum Outsourcing sind, dass Managed Services teamorientiert sind, sie bedürfen einer engen Zusammenarbeit mit dem Kunden und sie sind strikt an gemeinsam vereinbarte SLAs (Service Level Agreements) gebunden.

Der globale Managed Services-Markt boomt und wird insbesondere in den USA und Europa innerhalb der nächsten Jahre stark wachsen. Expertenschätzungen (Managed Services Market by Managed Data Center, Managed Network, Managed Information, Managed Mobility, Managed Infrastructure, Managed Communications, Managed Security - Global Forecast to 2019) zufolge reduzieren Managed Services die hausinternen IT-Kosten um 30 bis 40 Prozent. Gleichzeitig verbessern sie die Effizienz um mehr als 50 Prozent. Laut Prognosen wird sich der Managed-Services-Markt von über 100 Milliarden in 2014 auf bis zu 200 Milliarden in 2019 entwickeln.

Flexible Managed Services

Managed Services haben im Gegensatz zu vielen anderen IT-Projekten einen entscheidenden Vorteil: Sie lassen sich beliebig skalieren. Es ist nicht zwingend nötig, den großen Wurf im ersten Schritt zu machen. Durch die Identifizierung und Priorisierung der für Managed Services potenziellen IT-Bereiche lassen sich im ersten Schritt kleinere und sekundäre IT-Bereiche in die Services überführen. Dadurch kann sich ein Unternehmen an die neue Vorgehensweise gewöhnen und es lassen sich in vergleichsweise unkritischen Bereichen wichtige Erfahrungen sammeln.

Der Dienstleister kümmert sich beispielsweise um Netzwerke, Server, Datenbanken oder die Mail-Systeme. Ein gut aufgestellter und erfahrener Dienstleister liefert ein hohes Maß an Know-how, was oftmals eine höhere Qualität verspricht als eine Inhouse-Abteilung leisten kann.

Im Vergleich zum klassischen Outsourcing bieten Managed Services damit große Vorteile. Erstens können die relevanten IT-Bereiche stufenweise zum Dienstleister ausgelagert werden. Zweitens können die internen IT-Mitarbeiter involviert bleiben – jedoch zu einem wesentlich geringeren Aufwand. Damit behält das Unternehmen die Kontrolle, was beim klassischen Outsourcing oftmals nicht der Fall ist.

Viele deutsche Unternehmen stehen Managed Services offen gegenüber. Doch häufig steht man dort vor der Frage oder Entscheidung, welche Bereiche der IT in Managed Services überführt werden sollen. Aus ganz unterschiedlichen Gründen eignen sich unter Umständen nicht alle Bereiche der IT. Eine der Fragen ist beispielsweise, ob der IT-Bereich unmittelbar zum Kern und damit zum laufenden Betrieb des Unternehmens beiträgt. Datenbanken, Anwendungen sowie die dazugehörige Hardware, die den Produktionsbetrieb sicherstellen, könnten einerseits so wichtig sein, dass sie vielleicht besser in-house betrieben werden. Auf der anderen Seite könnte gerade bei kleineren Unternehmen die Zuverlässigkeit von Kernapplikationen der Grund dafür sein, diese in ein Managed Services-Modell zu überführen, um einen gut gewarteten 24x7-Betrieb zu garantieren.

Managed Services in der Praxis

Ein Beispiel, wie es MTI Technology für diverse Unternehmen in Europa bereits umgesetzt hat: Nachdem sich der Service-Berater und der IT-Leiter des Unternehmens ausführlich über Möglichkeiten für Managed Services für dieses spezielle Unternehmen ausgetauscht haben und alle Rahmenbedingungen wie Service Level, rechtliche Zulässigkeit etc. besprochen sind, wird im ersten Schritt ein Projekt identifiziert. Sehr häufig werden Backup-Services als Start-Projekt bestimmt. Dies liegt daran, dass Backup den Produktivprozess nicht unmittelbar beeinflusst, aber dennoch enorm wichtig ist, um im Notfall ein schnelles Recovery mit mehreren Kopien zu garantieren. MTI wird in den meisten Fällen dazu raten, die erste Kopie des Backups im Unternehmen zu speichern. Wahlweise stellt MTI die benötigte Infrastruktur, kann aber auch bereits in dieser Stufe die Wartung und den Betrieb des Backups via Commvault, EMC Networker, SEP oder Veeam durch die Managed-Services-Mannschaft übernehmen. Damit ist vielen Unternehmen wesentlich geholfen, denn über das Remote Infrastructure Management (RIM) erfolgen alle nötigen Backup-Schritte für das Unternehmen vollautomatisch, vom Monitoring bis hin zum aktiven Eingriff durch Spezialisten vor Ort. Im nächsten Schritt werden die zweite und dritte Kopie des Backups auf Disk oder Tape nicht mehr im Unternehmen, sondern ins deutsche Hochverfügbarkeits-Rechenzentrum gespiegelt, wo sie je nach vereinbartem Service Level auf passenden Medien gespeichert beziehungsweise archiviert sind. Diverse Technologien, wie beispielsweise die Deduplizierung, werden je nach Bedarf eingesetzt, um die vereinbarten Service Level einzuhalten.

Individuelle Dienstleistung

MTI DiagramDie Skalierbarkeit von Managed Services sind deren wirkliche Stärke. Die Ausbaustufen der Dienstleistungen lassen sich in vier Teilbereichen beschreiben. Erstens das Monitoring. Hier kann der Managed Services-Dienstleister zuvor definierte Bereiche der IT ständig überwachen und durch automatisierte Prozesse sehr schnell einen Engpass, einen Fehler oder gar einen unautorisierten Zugriff in der IT identifizieren. Um eine schnelle und rechtzeitige Reaktion zu garantierten, werden je nach Art des Zwischenfalls die entsprechenden Prozesse im Event Management und im Eskalationsmanagement automatisiert angestoßen. Die zweite Ausbaustufe der Managed Services beinhaltet zusätzliche Analysen für das Kapazitätsmanagement, das Reporting sowie für die kontinuierliche Optimierung der Systeme. Die dritte Ausbaustufe beschreibt das aktive Management der Systeme. Der Dienstleister übernimmt über das Remote Infrastructure Management (RIM) ganze Pakete der IT, sodass sich das Unternehmen aus dem Betrieb und der Wartung herausziehen kann. Die Königsklasse der Managed Services geht noch einen Schritt weiter. Hier betreuen die Spezialisten des Managed Services Providers ihre Kunden nicht nur remote über entsprechende Konsolen. Hier werden zusätzlich Mitarbeiter des Dienstleisters vor Ort beim Kunden zur aktiven Unterstützung der internen IT-Mannschaft eingesetzt.

Bereits heute profitieren viele innovative Unternehmen von den MTI Managed Services, darunter L’Oreal, Meteo Group oder AVIS. Diese Unternehmen haben entweder in bestimmten Bereichen oder sogar über große Teile der IT-Landschaft Managed Services implementiert. Doch eines haben sie alle gemein: ganz gleich welche Services zum Einsatz kommen, die Vorteile sind deutliche Kosten- und Zeiteinsparungen.

Martin Träger, MTI Technology GmbHMartin Träger, Sales Director DE bei der MTI Technology GmbH

www.mti.com/de

 


 

 
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