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Für Microsoft ist Windows Server 2012 nicht einfach nur ein neues Produktrelease. Mit Windows Server 2012 präsentiert der Softwarekonzern seine Vision eines kompletten Betriebssystems für die Cloud. Unternehmen sollen damit vor allem beim Aufbau, dem Betrieb und der Optimierung von Private Cloud-Umgebungen unterstütztwerden.

Cloud Computing – was vor zwei bis drei Jahren als Buzzword abgetan wurde und allenfalls als Technologie einer entfernten Zukunft galt, ist längst Realität geworden. Kurzum: an der Cloud führt in einer zeitgemäßen IT kein Weg vorbei. Laut einer IDC-Umfrage unter westeuropäischen Unternehmen ist das Thema „Cloud“ bei 56 Prozent der Firmen längst Teil der IT-Strategie, bei einem Drittel sogar der Unternehmensstrategie. Die Gründe dafür sind vielfältig und hinlänglich bekannt, nicht zuletzt die stetig steigende Mobilität mit Tablet PCs und Smartphones oder die erhebliche Effizienzsteigerung in Hinblick auf Kosten, Ressourcennutzung und Qualität der Dienstbereitstellung. Insbesondere Private Cloud-Lösungen sind auf dem Vormarsch und werden sich in den kommenden Jahren durchsetzen: „Die Investitionen in die Private Cloud sind derzeit fast doppelt so hoch wie in Public Cloud-Projekte.“ Mit dieser Aussage verdeutlichte Wafa Moussavi-Amin, Geschäftsführer von IDC Deutschland, diesen Trend bei der Präsentation der Studie. Und daran wird sich auch in den kommenden Jahren nichts ändern. Rund um dieses Thema, zum Beispiel beim Aufbau einer Private Cloud oder der Bereitstellung von Cloud Services, erwarten Unternehmen konkrete Unterstützung von einem Anbieter wie Microsoft. Zu dieser Erwartungshaltung passt die Neuausrichtung des Microsoft-Server-Betriebssystems mit der seit September 2012 verfügbaren neuen Version Windows Server 2012.

Einfach und schnell zur eigenen Cloud-Infrastruktur

Basierend auf den Erfahrungen von Microsoft in den eigenen Rechenzentren wurde das Server-Betriebssystem mit Windows Server 2012 zum Cloud-Betriebssystem erweitert: „Mit Windows Server 2012 heben wir die IT-Infrastruktur nun auf eine neue Ebene und bieten unseren Kunden und Partnern das ideale Cloud-Betriebssystem für ihre verschiedenen Anwendungen“, unterstreicht Satya Nadella, President Server & Tools Business bei Microsoft, diese Entwicklung. Durch Windows Server 2012 erhalten Unternehmen die Möglichkeit, das Potenzial von Cloud-Infrastrukturen umfassend auszuschöpfen. Es steht eine skalierbare, dynamische und multiinstanzfähige Cloud-Infrastruktur zur Verfügung, die standortübergreifende Verbindungen unterstützt. Dadurch kann schneller und effizienter auf Geschäftsanforderungen reagiert werden. Letztlich können die IT beziehungsweise das ganze Unternehmen via Windows Server strategisch nachhaltig auf die Cloud und Cloud Services ausgerichtet werden. Diese Neuausrichtung wird auch in Analystenkreisen positiv bewertet, so empfiehlt zum Beispiel Frank Schmeiler, Research Director bei der Experton Group AG, Windows Server 2012: „Microsoft erfindet mit Windows Server 2012 sein Betriebssystem neu und führt zentrale Funktionen zur Verwaltung cloud-basierter Infrastrukturen in einer Plattformzusammen. (...) Die Realisierung von Private, Hosted und Public Clouds lässt sich damit deutlich vereinfachen, Anwender können ihre IT-Ausgaben und die Effizienz der Prozesse gezielt optimieren und steuern.“ Dabei ist es ganz gleich, ob es sich bei einer Organisation um eine kleine Firma, eine Behörde, einen Hosting Provider oder ein Großunternehmen handelt: Windows Server 2012 unterstützt alle Betriebsgrößen beim Aufbau und der Optimierung von Cloud-Infrastrukturen und der Anpassung der Aufgaben. „Im Zusammenspiel mit Windows Azure und der Verwaltungslösung System Center erhalten Anwender eine Cloud-Plattform, mit der sie ihre Rechenzentren und ihre Infrastruktur optimal an ihre Aufgabenstellungen anpassen können“, erklärt hierzu Satya Nadella.

Auf dem Weg zur Private Cloud

Grundsätzlich können mit Windows Server 2012 Anwendungen wahlweise im eigenen Rechenzentrum, bei Drittanbietern oder in einer Hybrid-Umgebung entwickelt und betrieben werden. Die Basis für den Aufbau einer eigenen Private Cloud bildet die neue Version von Hyper-V als Virtualisierungsplattform, die Teil von Windows Server 2012 ist. Mit Hyper-V ist die erforderliche Flexibilität zur Bereitstellung einer Umgebung sowie die einfache Verwaltung in allen Phasen des IT-Lebenszyklus möglich. Windows Server 2012 mit Hyper-V bietet hier aber deutlich mehr als nur Virtualisierung. So wird zum Beispiel die Bereitstellung einer vollständig isolierten Mehrinstanzenumgebung ermöglicht. Außerdem stehen leicht zu bedienende Werkzeuge zur Verfügung, um SLAs zu garantieren, Rückvergütungen zu ermöglichen und die Self-Service-Bereitstellung zu unterstützen. Ein gemeinsames Identitäts- und Verwaltungsframework gewährleistet außerdem die Sicherheit und Zuverlässigkeit standortübergreifender Verbindungen und Verfügungen. Nicht vergessen werden dürfen an dieser Stelle die Steigerung der geschäftlichen Flexibilität, bessere Unterstützung für größere Workloads und die verbesserte Verfügbarkeit virtueller Maschinen. Dank PowerShell haben Administratoren die Möglichkeit, alle anfallenden Arbeiten zu automatisieren. Dazu gehört zum Beispiel das Replizieren von Virtuellen Maschinen auf einen zweiten Server, damit im Falle eines Ausfalls zumindest ein Server verfügbar ist.

Von der Private Cloud zur Hybrid Cloud

Auf Basis von Hyper-V ist es mit der neuen Version möglich, eine Private Cloud mit Kapazitäten von Service-Providern oder Windows Azure in einer hybriden Umgebung zusammenführen. Ein lokaler Server ließe sich so beispielsweise besser auslasten und flexibler einsetzen. Mit System-Center 2012 steht darüber hinaus auch noch eine einheitliche Management-Zentrale zur Verfügung, die eine zentrale Steuerung und Automatisierung von hybriden Umgebungen erlaubt.

Viele Vorteile für alle Bereiche

Eine für die Cloud optimierte IT unterstützt eine mobile und flexible Arbeitsweise. Diese gestattet den Nutzern Zugang zu Informationen und Daten, unabhängig von Infrastruktur, Netzwerk, Gerät oder verwendeter Anwendung. Windows Server 2012 ist das Betriebssystem, das die IT befähigt, den Nutzern einen flexiblen Zugang auf diese Informationen und Daten zu garantieren. Gleichzeitig wird die Verwaltung vereinfacht, während Sicherheit, Kontrolle und gesetzliche Anforderungen erhalten bleiben. Auch in anderen Bereichen profitieren Anwender von den erweiterten Serverfunktionalitäten, zum Beispiel bei mobilen Clients wie Windows Phone 8-Geräten. Für das Management mobiler Clients bietet Microsoft mit System Center 2012 Configuration Manager das geeignete Tool. Dieses bietet eine Verwaltungskonsole für Richtlinien sowie umfassende Asset- und Compliance-Berichte. Dabei beschränkt sich System Center nicht auf mobile Endgeräte mit Microsoft-Systemen, sondern kann zur Verwaltung jedes Gerätes verwendet werden, dass sich über Exchange ActiveSync verbindet – hierzu gehören unter anderem Symbian-, iOS oder Android-Devices. Sehr wichtig für Hosting-Provider ist unter anderem die Möglichkeit, Mandanten sicher voneinander zu isolieren und im Zusammenspiel mit System Center Einblicke in die Auslastung von Infrastrukturressourcen zu erhalten. Des Weiteren bietet Windows Server 2012 Tools, die Kunden beim Übergang von On Premise- zu gehosteten Umgebungen helfen.

Auch Microsoft-Partnern eröffnet

Windows Server 2012 eine Vielzahl neuer Optionen, um cloud-basierte Service- und Lösungsszenarien für ihre Kunden bereitzustellen. So können diese auf Basis der neuen Windows Server-Version zum Beispiel Hosted Cloud-Umgebungen zur Verfügung stellen. Bei dieser Bereitstellungsform verwalten Unternehmen virtuelle Umgebungen in ihren eigenen Rechenzentren und bieten dies als Dienstleistung an. Auch der Kostenfaktor darf nicht unerwähnt bleiben: So erlaubt Hyper-V kostengünstigere Cloud-Lösungen umzusetzen, als dies zum Beispiel mit Virtualisierungslösungen von anderen Anbietern möglich ist. Studio Moderna beispielsweise, ein Anbieter von Multichannel-E-Commerce-Lösungen, konnte mit Windows Server 2012 seine Kosten reduzieren. „Wir haben uns gegen VMware und damit verbundenen Lizenzkosten in Höhe von 1,4Millionen Euro entschieden und nutzen nun Windows Server 2012 in Verbindung mit Hyper-V“, erläutert dazu Domen Ferbar, Leiter Systemadministration bei Studio Moderna. „Innerhalb unserer regionalen Rechenzentren sind wir dadurch in der Lage, eine Private Cloud zu nutzen. Da Windows Server 2012 auch kosteneffiziente dateiserver-basierte Speicherlösungen für Hyper-V und SQL Server bietet, konnten wir zügig eine neue Plattform für unsere ECommerce-Lösung bereitstellen.” Zum Abschluss bleibt festzustellen, dass Kunden und Partner mit Windows Server 2012 eine verbesserte IT-Effizienz und Agilität sowie eine schnelle Einführung von Cloud-Nutzungsmodellen verbinden. Diese Erfahrungen werden auch durch eine Umfrage bestätigt, die bei den weltweit 70 Kunden des „Rapid Deployment-Programms“ durchgeführt wurde, also Kunden die in Zusammenarbeit mit Microsoft bereits mit Vorabversionen von Windows Server 2012 produktiv gearbeitet haben. Im Durchschnitt haben diese durch den Einsatz von Windows Server 2012 im Vergleich zu den bisher eingesetzten Plattformen eine Verringerung der Systemausfallzeiten um 52 Prozent erzielt und konnten den Arbeitsaufwand für die Einführung und Inbetriebnahme ihrer Systeme und Anwendungen um 41 Prozent reduzieren. Für Interessierte, die eine Private Cloud-Umgebung mit Windows Server 2012 und System Center 2012 SP1 einführen oder diese neuen Produkte näher evaluieren wollen, steht eine kostenlose Testversion zur Verfügung.

KATJA KOL
MARKUS RAMM

Interview mit Katja Kol (Private Cloud Lead, Microsoft) und Markus Ramm (Strategic Channel Development, Microsoft) in it management 2013-03.

Windows Server 2012 und System Center 2012 SP1:
Plattform und Management für die Private Cloud


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