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Mann an Laptop

Am ersten Weihnachtsfeiertag schnell ein paar Mails beantworten und an Silvester kurz mit dem Chef telefonieren: Der Mehrheit der Berufstätigen in Deutschland fällt es schwer, zu Jahresende vom Job abzuschalten. 

  • Mehrheit der Beschäftigten ist telefonisch, per SMS oder Mail erreichbar
  • Zwei Drittel geben Vorgesetzte als Grund an, ein Drittel die Kollegen

Sieben von zehn Berufstätige, die Urlaub haben (71 Prozent), sind trotzdem an den Feiertagen und zwischen den Jahren dienstlich erreichbar. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 1.007 Befragten ab 16 Jahren in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, darunter 435 Berufstätige, die Urlaub haben. Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Zahl derjenigen, die auch während ihrer freien Tage für Vorgesetzte, Kollegen oder Kunden ansprechbar bleiben, geringfügig gesunken. Im vergangenen Jahr waren 73 Prozent zwischen den Jahren erreichbar. „Gerade Weihnachten sollte Familie und Freunden gehören – und nicht der Firma und dem Chef“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Zu verantwortungsvoller Führung gehöre, neben der Rechtslage auch dieses Bedürfnis anzuerkennen. „Der Urlaub dient zur Erholung. Die ist nicht gewährleistet, wenn sich Arbeitnehmer ständig auf Abruf befinden und permanent damit rechnen müssen, vom Chef, Kollegen oder Kunden gestört zu werden.“ Besonders inakzeptabel seien Situationen, in denen eine permanente Erreichbarkeit stillschweigend vorausgesetzt werde, ohne dass dies kompensiert wird.

Erreichbarkeit im Weihnachtsurlaub ist klar geregelt

Arbeitgeber können ihre Mitarbeiter nicht dazu verpflichten, außerhalb der Arbeitszeit, also zum Beispiel im Urlaub oder an Feiertagen, erreichbar zu sein. Das Arbeitszeitgesetz gilt allerdings nicht für leitende Angestellte. In jenen Ausnahmefällen, in denen eine Erreichbarkeit doch notwendig ist, sollte eine klare und einvernehmliche Regelung zum Beispiel im Sinne eines Bereitschaftsdienstes getroffen werden.

Sieben von zehn Berufstätigen (70 Prozent, 2017: 66 Prozent) sind telefonisch erreichbar und haben für Kollegen, Vorgesetzte und Kunden ein offenes Ohr. Zwei Drittel können über Instant-Messaging-Dienste wie WhatsApp, iMessage oder Google Hangouts (66 Prozent, 2017: 65 Prozent) kontaktiert werden. Sechs von zehn Befragten (59 Prozent, 2017: 55 Prozent) geben an, berufliche E-Mails über die Feiertage zu lesen.

Als Grund für die dienstliche Verfügbarkeit sagen zwei von drei Befragten (66 Prozent, 2017: 62 Prozent), ihr Vorgesetzter erwarte das. Vier von zehn (39 Prozent, 2017: 38 Prozent) geben an, ihre Kollegen würden die Erreichbarkeit von ihnen erwarten, bei fast jedem Dritten (31 Prozent, 2017: 25 Prozent) sind es die Kunden. Knapp jeder Vierte (22 Prozent, 2017: 23 Prozent) will auf eigenen Wunsch zwischen den Jahren trotz Urlaubs erreichbar bleiben.

Nur jeder Vierte (29 Prozent, 2017: 27 Prozent) ist während seines Urlaubs zwischen den Jahren nicht für Kollegen, Vorgesetzte und Kunden erreichbar und schaltet komplett von der Arbeit ab. Vor allem jüngere Arbeitnehmer zwischen 16 und 29 Jahren (44 Prozent, 2017: 33 Prozent) wollen sich in diesem Jahr zwischen Weihnachten und Silvester beruflich komplett ausklinken. 

Erreichbarkeit über die Feiertage

Hinweis zur Methodik:

Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom im Dezember 2018 durchgeführt hat. Dabei wurden 1.007 Personen ab 16 Jahren in Deutschland telefonisch befragt, darunter 435 Berufstätige mit Weihnachtsurlaub. Die Fragestellungen lauteten: „Sind Sie Weihnachten, zwischen den Jahren und Neujahr beruflich per E-Mail, telefonisch oder per Kurznachricht erreichbar, sofern Sie Urlaub haben?“ | „Warum sind Sie im Urlaub erreichbar?“

www.bitkom.org
 


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