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Dr. Wolfgang MartinDie Mensch-Maschine-Beziehung: Wie soll die Zukunft aussehen? Die Kombination von Big Data mit maschinellem Lernen wird uns eine künstliche Intelligenz bringen, die es erlauben wird, jeden Menschen in jedem Job zu ersetzen. Beängstigend, oder nicht?

Denn dann könnte die gesamte Menschheit arbeitslos werden. Das wäre die Konsequenz der einfachen Tatsache, dass Automaten immer billiger arbeiten können als Menschen, die einen Lohn beziehen, vor allem dann, wenn es einen Mindestlohn gibt. (Halt, hier wird keine Politik gemacht, dies ist ein technischer Beitrag!) Diese Folgerung ist nur auf den ersten Blick richtig, denn wenn es keine Menschen mehr gibt, die Lohn erhalten und damit Geld haben, gibt es auch keine Kunden mehr. Und wenn es keine Kunden mehr gibt, dann kann auch kein Unternehmer mehr einen Profit machen.

Das Modell hat also eine eingebaute Selbstkorrektur. Die besteht ganz einfach aus den menschlichen Konsequenzen. Automation wird also da an Grenzen stoßen, wo Profite in Frage gestellt sind. Und genau wie spätestens bei der Frage, wie man durch Big-Data-Analytik gewonnenes Wissen über seinen Kunden einsetzt – zum Wohle oder zum Schaden des Kunden – Ethik beginnt, so stellt sich auch bei der fortschreitenden Automatisierung die Frage der Ethik. Diese Diskussion will ich hier mit Information aus drei unterschiedlichen Artikeln zu dieser Mensch-Maschine-Beziehung anstoßen.


Der Fortschritt macht nicht halt


Beginnen wir mit einem Statement von Josh Sullivan, Leiter der Data Science und Analytik bei Booz Allen. Er ist in meinen Augen zu optimistisch und glaubt: „Machines do analytics, humans do analysis. Computers are good at detail and examining the past, but real data science requires imagination and cognitive ability.“ Er sagt weiter: „I can take 10 tools, U.S. Census data and agriculture data and determine that people who were strangled by their bed sheets tracks cheese consumption. A human knows that makes no sense. You can‘t commoditize reasoning by a human.“ Wird man aber demnächst können. Davon bin nicht nur ich überzeugt, wenn man sich die Fortschritte anschaut, die künstliche Intelligenz macht.

Wenn das so ist, was garantiert uns dann, dass künstliche Intelligenz Menschen als irgendwie besonders ansehen wird. Selbst wenn wir künstliche Intelligenz so konditionieren, ist das keine Garantie, dass doch falsche Schlüsse gezogen werden könnten! Ein Beispiel dazu liefert der CNet Journalist Eric Mack: „Just a few weeks ago, [Elon] Musk [CEO and CTO of SpaceX, CEO and chief product architect of Tesla Motors, co-founder of PayPal, and chairman of SolarCity] half-joked on a different stage that a future artificial intelligence system tasked with eliminating spam might decide that the best way to accomplish this task is to eliminate humans.“

Noch haben wir es (hoffentlich) in der Hand, hier die Weichen zu stellen. Eine Studie von Pew Research zeigt dazu ein Stimmungsbild unter den Experten in künstlicher Intelligenz. Bei einer Befragung im Rahmen dieser Studie stimmten alle zu, dass im Jahre 2025 Roboter und künstliche Intelligenz das tägliche Leben durchdrungen haben werden. 48% sehen das mit Ratlosigkeit und Resignation, 52% denken, dass solche technologische Fortschritte letztendlich dem Wohle der Menschheit dienen werden.

Die gute Frage ist hier, warum sind nicht deutlich mehr dieser Experten der Zukunft gegenüber positiv oder positiver gestimmt? Gibt es hier keine Ethik als Regulativ? Können und sollten wir diskutieren. Schreiben Sie mir an:

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Artikel aus it management Januar-Februar 2015

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