An der Purdue University in den USA sind zwei neue Lernlabore für Engineering und Fertigung eröffnet worden.
Purdue University eröffnet zwei Technik-Labs von Rittal und Eplan

Gemeinsam mit Rittal und Eplan soll dort praxisnah vermittelt werden, wie digitale Engineering-Prozesse mit der industriellen Fertigung verbunden werden und welche Kompetenzen dafür in der modernen Produktion benötigt werden.
Die Labore befinden sich in der Dudley Hall und sind Teil des Engineering and Polytechnic Gateway Complex. Die Kooperation zwischen dem Purdue Polytechnic Institute, Rittal und Eplan ist zunächst auf fünf Jahre angelegt.
Vom digitalen Entwurf bis zur Fertigung
Im Mittelpunkt der neuen Ausbildungsumgebung steht ein durchgängiger Prozess. Studierende sollen nicht nur einzelne Softwarelösungen oder Fertigungstechnologien kennenlernen, sondern nachvollziehen können, wie Daten und Arbeitsschritte vom Engineering bis zur Produktion ineinandergreifen.
Das Eplan Lab widmet sich dem computergestützten Engineering und der elektrischen Konstruktion. Studierende können dort mit der Eplan Plattform arbeiten und lernen, wie sich Engineering-Daten automatisiert an nachgelagerte Fertigungsprozesse übergeben lassen.
Im Rittal Lab steht dagegen die praktische Umsetzung im Vordergrund. Dazu gehören unter anderem Schaltschränke, Stromverteilungssysteme und Automatisierungstechnik. Auch automatisierte Prozesse wie die Verdrahtung mit dem Rittal Wire Terminal WT C sollen Teil der Ausbildung werden.
Praxis soll auf den Berufseinstieg vorbereiten
Die Zusammenarbeit reagiert auf den wachsenden Bedarf der US-Industrie an technisch qualifizierten Fachkräften. Studierende sollen bereits während ihres Studiums mit Technologien und Arbeitsabläufen in Berührung kommen, die später auch in Unternehmen eingesetzt werden.
Daniel Castro, Dekan des Purdue Polytechnic Institute, beschreibt den Ansatz als Verbindung von praktischem Lernen und industrieller Anwendung. „Durch die Integration von Rittal und Eplan in unseren Lehrplan erhalten unsere Studierenden Einblicke in einen nahtlosen Prozess vom Design bis zur Produktion.“
Damit soll die Ausbildung stärker auf konkrete Anforderungen aus der industriellen Praxis ausgerichtet werden. Die erworbenen Kenntnisse lassen sich laut den Partnern unter anderem auf Bereiche wie Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt sowie den allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau übertragen.
Automatisierung ist Teil des Ausbildungskonzepts
Neben den Engineering-Prozessen spielt die Automatisierung eine zentrale Rolle. Im Rittal Lab ist unter anderem der Einsatz eines Wire Handling Systems vorgesehen. Damit können konfektionierte Drähte automatisiert zu entsprechenden Verdrahtungsarbeitsplätzen transportiert werden.
Für die Studierenden entsteht dadurch eine Lernumgebung, in der digitale Planung und physische Fertigung zusammen betrachtet werden. Sebastian Seitz, CEO von Eplan, betont entsprechend die Bedeutung des Zusammenspiels beider Bereiche: „Sie müssen verstehen, wie Engineering und Fertigung zusammenwirken.“
Kooperation geht über die Labore hinaus
Die beiden Lernlabore sind Teil einer umfassenderen Zusammenarbeit. Purdue, Rittal und Eplan planen zusätzlich Stipendien, Praktika und Weiterbildungsangebote. Auch gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte sind vorgesehen.
Innerhalb des Rittal und Eplan Partner Network nimmt die Purdue University damit eine zentrale Rolle als akademischer Forschungspartner in den USA ein. Die Kooperation soll langfristig nicht nur die Ausbildung verbessern, sondern auch die Verbindung zwischen Hochschulforschung und industrieller Praxis stärken.
(red/Rittal)





