Mit 14-Zoll-OLED und einer Akkulaufzeit von bis zu 42 Stunden will HP Apples Einsteiger-Macbook Konkurrenz machen.
HP hat mit dem Omnibook 5 14 AI PC ein neues Einsteiger-Notebook vorgestellt, das sich klar am Macbook Neo orientiert. Apple hatte sein günstigstes Macbook im März 2026 mit dem A18 Pro aus dem iPhone für 599 US-Dollar auf den Markt gebracht. Das hatte für viel Unruhe in der Branche gesorgt. Der Asus-CEO sprach von einem „Schock“. Infolge der angespannten Lage bei Speicherbausteinen ist der Preis inzwischen auf rund 700 US-Dollar gestiegen. In genau diesem Segment positioniert HP nun sein Omnibook 5, das ebenfalls ab 700 US-Dollar kosten soll. Zuvor hatten bereits Dell mit dem XPS 13 und Lenovo mit dem angekündigten Ideapad Vibe Modelle für diese Preisklasse vorgestellt.
OLED-Display als Hauptargument
Das auffälligste Merkmal ist das 14 Zoll große OLED-Display, das HP in allen Varianten verbaut. Es löst mit 1.920 x 1.200 Pixeln auf, was HP als 2K vermarktet, technisch aber WUXGA entspricht. Das Panel gibt es mit und ohne Touchfunktion. Damit fällt die Anzeige größer aus als beim 13-Zoll-Macbook-Neo und beim 13,6 Zoll großen Macbook Air. Die maximale Helligkeit liegt mit 300 cd/m² allerdings eher niedrig, was im Freien zum Problem werden dürfte. Ein OLED-Touchdisplay mit 2,5K-Auflösung und bis zu 620 cd/m² hat HP angekündigt, es soll aber erst im März 2027 verfügbar sein.
| HP Omnibook 5 14 AI PC |
| Prozessor: Intel Core 5 (Wildcat Lake); Core 7 350 folgt im Oktober RAM: 8 GB LPDDR5 (Basis); 12 GB ab November SSD: 256 GB (Basis); 1 TB ab November Display: 14 Zoll OLED, 1.920 x 1.200, 60 Hz, 300 Nits, 100 % DCI-P3, mit oder ohne Touch Display (später): 2.560 x 1.600 OLED-Touch ab März 2027 Akku: 60 Wh, laut HP bis zu 42 h lokale Videowiedergabe Anschlüsse: 2x USB-C, 1x HDMI 2.1, Kombibuchse für Headsets, kein USB-A Funk: Wi-Fi 6E, Bluetooth Gehäuse: Aluminium, 11,7 mm dünn, ab ca. 1,16 kg Farben: Silber, Blau, Rosa, Grün Preis und Marktstart: ab 699,99 US-Dollar, Oktober 2026 (HP.com, Best Buy) |
HP verspricht 42 Stunden Laufzeit
Bei der Akkulaufzeit macht HP große Versprechungen: Bei lokaler Videowiedergabe soll das Omnibook 5 bis zu 42 Stunden durchhalten. Unabhängig überprüft ist dieser Wert noch nicht, und Messungen mit Streaming oder unter Last dürften deutlich niedriger ausfallen. Zum Vergleich: Apple gibt für das Macbook Neo bis zu 16 Stunden Videostreaming an. Tom’s Guide hat in seinem Test rund 13,5 Stunden beim Surfen gemessen.
Magere Basisausstattung
Im Inneren arbeitet in der Grundkonfiguration ein Intel Core 5 der Wildcat-Lake-Generation. Ihm stehen lediglich 8 GByte Arbeitsspeicher und eine SSD mit 256 GByte zur Seite. Für ein Windows-Notebook ist das knapp bemessen; macOS kommt mit vergleichbar wenig Arbeitsspeicher erfahrungsgemäß besser zurecht.
Größere Ausstattungen hat HP angekündigt, sie sind aber noch nicht erhältlich. Modelle mit Core 7 sollen Mitte Oktober folgen. Eine Variante mit 12 GByte RAM und eine 1-TByte-SSD sind für November geplant. Für 16 GByte RAM nennt HP noch keinen Termin und keinen Preis. Mit mehr Ausstattung dürfte sich das Gerät preislich allerdings schnell der Mittelklasse nähern.
Überschaubar fällt auch die Anschlussausstattung aus: Es gibt zwei USB-C-Ports, einen HDMI-2.1-Ausgang und eine Kombibuchse für Headsets. USB-A fehlt komplett, wer ältere Peripherie nutzt, braucht also einen Adapter. Das Aluminiumgehäuse ist rund 11,7 mm dünn, wiegt ab etwa 1,16 kg und kommt in Silber, Blau, Rosa und Grün. Die gedeckten Pastelltöne erinnern deutlich an die Farbpalette des Macbook Neo.

Business-Ableger Probook 4 G2iS
Zusammen mit dem Omnibook 5 hat HP das Probook 4 G2iS 14 AI PC angekündigt. Das Business-Notebook ist 12 mm dick und wiegt ab rund 1,18 kg. HP bezeichnet es als sein bislang dünnstes Business-Notebook. Das 14-Zoll-OLED-Display ohne Touchfunktion löst mit 2.880 x 1.800 Pixeln auf, arbeitet mit 120 Hz und erreicht bis zu 500 cd/m². Der Akku fasst 70 Wh.

Als Prozessoren stehen Intels Core 5 und Core 7 der Wildcat-Lake-Generation zur Wahl. Sie werden mit 8 bis 32 GByte fest verlötetem RAM und 256 GByte bis 1 TByte SSD kombiniert. Die NPU der Wildcat-Lake-Chips kommt auf maximal 17 TOPS und liegt damit klar unter den 40 TOPS, die Microsoft für Copilot+ PCs voraussetzt. Intels Panther Lake und Qualcomms Snapdragon X2 sind in diesem Punkt deutlich stärker. Bei den USB-Anschlüssen ist das Probook großzügiger als das Omnibook: Es bietet je zwei USB-A- und USB-C-Ports sowie eine Kombibuchse für Headsets. Einen HDMI-Ausgang hat es dagegen nicht.
| HP Probook 4 G2iS 14 AI PC |
| Prozessor: Intel Core 5 oder Core 7 (Wildcat Lake), NPU bis 17 TOPS RAM: 8 bis 32 GB LPDDR5x-6400, fest verlötet SSD: 256 GB bis 1 TB Display: 14 Zoll OLED, 2.880 x 1.800, 120 Hz, 500 Nits, 100 % DCI-P3, kein Touch Akku: 70 Wh mit HP Fast Charge, 65-W-USB-C-Netzteil Anschlüsse: 2x USB-C (10 Gbit/s, DisplayPort 1.4, Power Delivery), USB-A Sonstiges: FHD-HDR-Webcam mit IR, Poly-Studio-Lautsprecher, spritzwassergeschützte Tastatur, 180-Grad-Scharnier, MIL-STD Gehäuse: Aluminium, 12 mm dünn, ab ca. 1,18 kg Farben: Eclipse Gray, Atmospheric Blue, Mist Silver Preis und Marktstart: Preis noch offen, November 2026 (HP.com) |
Was kostet die ganze Sache?
Das Omnibook 5 14 soll im Oktober 2026 in den USA über HP und Best Buy erhältlich sein und kostet ab 699,99 US-Dollar. Das Probook 4 G2iS folgt später: Die Angaben schwanken zwischen November und Dezember, einen Preis hat HP noch nicht genannt. Ob und wann die Geräte nach Deutschland kommen, ist bislang nicht bekannt.
(red)