Dienstreisen sind ein fester Bestandteil der Arbeitswelt: Laut dem Holafly Summer Travel & eSIM Report 2026 hat mittlerweile fast jede vierte geplante Sommerreise einen beruflichen Zweck.
Doch während Flugtickets gebucht und Hotels reserviert werden, bleibt ein kritischer Erfolgsfaktore in der Praxis oft unberücksichtigt: der stabile und sicherer Zugang zu Unternehmenssystemen und zum Internet, auch unterwegs.
In der Praxis wird genau dieser Zugang häufig zum Problem. 83,7 Prozent der befragten europäischen Geschäftsreisenden berichten laut Holafly von Stress durch schlechte oder fehlende Internetverbindungen. Mobiles Arbeiten endet keineswegs am Flughafen, scheitert unterwegs jedoch häufig an vermeidbaren Verbindungsproblemen. Für Unternehmen ergibt sich daraus Handlungsbedarf, der über den individuellen Komfort der Mitarbeitenden hinausgeht.
Drei Risikofelder schlechter Verbindungen: Produktivität, Sicherheit und Employee Wellbeing
Unzuverlässige Verbindungen betreffen drei zentrale Bereiche des Enterprise Managements:
- Produktivität: Ein blockierter Zugriff auf Cloud-Systeme, abgebrochene Video-Calls oder nicht versendbare dringende E-Mails können Arbeitsabläufe verzögern und zusätzliche Kosten verursachen.
- IT-Sicherheit: Aus der Not heraus weichen Mitarbeitende auf öffentliche, teilweise unverschlüsselte WLAN-Netzwerke an Flughäfen, in Cafés oder Hotels aus. Manipulierte Zugangspunkte und unzureichend geschützte Verbindungen erhöhen das Risiko von Phishing, Datenabfluss und Man-in-the-Middle-Angriffen.
- Employee Wellbeing: Der ohnehin hohe Stresspegel auf Dienstreisen wird durch die Sorge, nicht erreichbar zu sein oder Deadlines zu verpassen, zusätzlich verstärkt. Unternehmen, die ihre Mitarbeitenden mit diesen Infrastrukturproblemen allein lassen, riskieren Frustration und eine sinkende Mitarbeiterzufriedenheit.
Konnektivität gehört in die Reisevorbereitung
Bislang galt beim Thema mobiles Internet im Ausland oft das Prinzip des reaktiven Handelns oder die Erwartung, dass sich die Mitarbeitenden vor Ort selbst kümmern – sei es durch den Kauf lokaler SIM-Karten am Flughafen oder durch die Aktivierung kostenintensiver Roaming-Optionen des bestehenden Mobilfunkvertrags.
Im Sinne einer modernen Corporate Governance sollten Personalabteilungen und IT-Verantwortliche hier umdenken. Konnektivität darf kein Problem sein, das erst am Zielort gelöst wird. Sie muss als fester Bestandteil der Fürsorge für die Mitarbeitenden verstanden und bereits vor dem Verlassen des Büros abschließend geklärt werden.
eSIMs als Baustein der mobilen IT
Digitale eSIMs können die Bereitstellung von Mobilfunktarifen vereinfachen. Im Unterschied zu einer physischen SIM-Karte wird das benötigte Profil digital auf einem kompatiblen Gerät eingerichtet. Gegenüber einer klassischen physischen SIM-Karte bietet die eSIM-Technologie einige Vorteile für Unternehmen:
- Digitale Bereitstellung: Die IT- oder Personalabteilung kann die eSIM bereits vor der Reise digital bereitstellen. Die Mitarbeitenden aktivieren diese je nach Anbieter einfach per QR-Code oder App, noch bevor sie die Reise antreten. Bei der Ankuft im Zielland steht die Verbindung sofort zur Verfügung.
- Erhöhte IT-Sicherheit: Durch die Nutzung von Mobilfunknetzen wie 4G oder 5G anstelle öffentlicher WLAN-Netzwerke kann das Risiko von Datenlecks reduziert werden. Zudem lassen sich eSIM-Profile über moderne Mobile-Device-Management-Systeme (MDM) zentral verwalten.
- Kostentransparenz: Der gefürchtete Kostenschock durch unkontrolliertes Datenroaming entfällt. Unternehmen erhalten mehr Kontrolle über die entstehenden Kosten.
- Entlastung der Belegschaft: Kein Suchen nach lokalen Geschäften im Ausland, keine Sprachbarrieren beim Kauf vor Ort und keine Unsicherheit darüber, ob ein bestimmtes Angebot den Unternehmensrichtlinien entspricht.
Die Befragung zeigt, dass fehlende oder unzureichende Verbindungen für viele Geschäftsreisende ein praktisches Problem darstellen. Fehlen klare Prozesse für den mobilen Zugang, können Arbeitsabläufe, Sicherheit und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden beeinträchtigt werden. eSIMs können die Bereitstellung von Datentarifen vereinfachen, sofern Geräte und interne Systeme die Technologie unterstützen. Es liegt nun an HR und IT, diese Brücke zu bauen und Konnektivität als Standardleistung moderner Mitarbeiterfürsorge zu etablieren.