Durch den erfolgreichen Nasdaq-Börsengang von SpaceX steigt das Vermögen von Elon Musk auf über eine Billion US-Dollar – ein historischer Rekord.
Das Raumfahrtunternehmen SpaceX hat seinen lang erwarteten Börsengang vollzogen und ist unter dem Tickersymbol SPCX an der US-Technologiebörse Nasdaq gestartet. Bei dem Börsengang sammelte das Unternehmen frisches Kapital in Höhe von 75 Milliarden US-Dollar ein. Der Ausgabepreis der Aktie lag bei 135 US-Dollar, was einer implizierten Unternehmensbewertung von rund 1,77 Billionen US-Dollar entsprach. Am ersten Handelstag eröffnete die Aktie den Handel bei 150 US-Dollar. Durch diesen Kursanstieg stieg der Wert des rund 40-prozentigen Firmenanteils von Elon Musk auf über 800 Milliarden US-Dollar.
Zusammen mit seinen bestehenden Beteiligungen am Elektroautohersteller Tesla überschreitet das persönliche Vermögen des Unternehmers damit die Grenze von einer Billion US-Dollar. Damit ist Musk der erste Dollar-Billionär der Weltgeschichte. Sein Nettovermögen übersteigt nun das jährliche Bruttoinlandsprodukt von Ländern wie Taiwan, Irland, Singapur und Schweden. Zudem ist sein Vermögen mehr als doppelt so hoch wie das Bruttoinlandsprodukt seines Geburtslandes Südafrika. Zu dem Erfolg trug auch ein im vergangenen Jahr von den Tesla-Aktionären bewilligtes, erfolgsabhängiges Vergütungspaket bei.
SpaceX von Elon Musk macht wirtschaftliche Verluste
Trotz des historischen Marktwerts operiert SpaceX wirtschaftlich derzeit mit Verlusten. Im ersten Quartal des Jahres 2026 verzeichnete das Unternehmen einen Nettoverlust von 4,3 Milliarden US-Dollar, nachdem im gesamten Geschäftsjahr 2025 bereits ein Verlust von 4,9 Milliarden US-Dollar gemeldet wurde. Demgegenüber steht ein Gesamtumsatz, der im Jahr 2025 auf 18,7 Milliarden US-Dollar anstieg.
Die Haupteinnahmequelle des Konzerns stellte im Jahr 2025 der Satelliten-Internetdienst Starlink dar, auf den rund 61 Prozent des Gesamtumsatzes entfielen. Die hohen finanziellen Verluste des Unternehmens resultieren primär aus den massiven Investitionen in die Entwicklung der Starship-Rakete, den fortlaufenden Ausbau des Starlink-Netzwerks sowie in das gesamte Trägerraketengeschäft.
Ungewöhnlich hohe Zuteilung für Privatanleger
Beim Börsengang von SpaceX wurde ein überdurchschnittlich hoher Anteil der Aktien für Privatanleger reserviert. Während bei herkömmlichen Börsengängen üblicherweise nur fünf bis zehn Prozent der Anteile für Kleinanleger vorgesehen sind, lag die Zielquote bei SpaceX bei rund 30 Prozent. Die hohe Nachfrage von Privatinvestoren spiegelt das Vertrauen in die langfristige Entwicklung des Unternehmens wider. Der Kleinanleger Mikey Moran kommentierte die Marktstimmung gegenüber dem Fernsehsender CNBC mit den Worten: „Es ist wirklich schwer zu bestreiten, dass [Musk] nicht der größte Unternehmer aller Zeiten ist.“
(red)