Technische Unterstützung vor allem im privaten Umfeld

Technikprobleme? Viele Deutsche fragen nur ungern nach Unterstützung

Technikprobleme

Ob streikender Drucker, Probleme bei Videokonferenzen oder ein plötzlich abstürzender Computer – technische Schwierigkeiten gehören für viele Menschen zum Alltag.

Dennoch fällt es zahlreichen Deutschen schwer, bei digitalen Problemen andere um Hilfe zu bitten. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1.000 Personen ab 16 Jahren.

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Zwischen Selbstständigkeit und Hilfsbereitschaft

Die meisten Menschen greifen bei technischen Herausforderungen auf ihr persönliches Umfeld zurück. Freunde, Familienmitglieder oder Arbeitskollegen sind oft die erste Anlaufstelle, wenn digitale Anwendungen oder Geräte nicht wie gewünscht funktionieren. Insgesamt suchen 78 Prozent der Befragten Unterstützung bei anderen Personen.

Gleichzeitig besteht bei vielen der Wunsch, Probleme eigenständig zu lösen. Mehr als die Hälfte der Befragten gibt an, technische Schwierigkeiten lieber selbst bewältigen zu wollen. Dieser Anspruch führt jedoch häufig dazu, dass das Nachfragen als unangenehm empfunden wird.

Jüngere Menschen fragen seltener nach Hilfe

Laut der Bitkom-Erhebung empfindet mehr als ein Drittel der Deutschen es als unangenehm, bei IT-Problemen um Unterstützung zu bitten. Besonders ausgeprägt ist diese Haltung bei jüngeren Menschen.

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Fast die Hälfte der 16- bis 29-Jährigen gibt an, nur ungern nach Hilfe zu fragen. Bei den über 65-Jährigen liegt dieser Anteil deutlich niedriger. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass gerade die Generation, die mit digitalen Technologien aufgewachsen ist, einen höheren Anspruch an die eigenen technischen Fähigkeiten stellt und deshalb seltener Unterstützung einfordert.

Auch zwischen den Geschlechtern zeigen sich Unterschiede. Männer tun sich etwas schwerer damit, Hilfe anzunehmen als Frauen. Während vier von zehn Männern das Nachfragen als unangenehm empfinden, gilt dies für etwa ein Drittel der Frauen.

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Digitale Kompetenz bleibt eine Herausforderung

Die rasante Entwicklung digitaler Technologien sorgt dafür, dass selbst erfahrene Nutzerinnen und Nutzer regelmäßig vor neuen Herausforderungen stehen. Anwendungen werden komplexer, Geräte vielseitiger und digitale Dienste verändern sich in immer kürzeren Abständen.

Bitkom verweist in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung von leicht zugänglichen Unterstützungsangeboten. Digitale Kompetenzen müssten kontinuierlich ausgebaut werden, um mit den technischen Entwicklungen Schritt halten zu können. Der Verband macht auf dieses Thema auch im Rahmen des bundesweiten Digitaltags aufmerksam, der am 26. Juni 2026 stattfindet.

Viele Deutsche helfen selbst regelmäßig weiter

Während zahlreiche Menschen bei technischen Problemen Unterstützung benötigen, sehen sich viele gleichzeitig als Ansprechpartner für andere. Fast die Hälfte der Befragten gibt an, Freunden, Verwandten oder Kollegen häufig bei Fragen rund um digitale Geräte und Anwendungen helfen zu können.

Zwischen Männern und Frauen unterscheiden sich die Angaben dabei kaum. Deutlich stärker fallen die Unterschiede zwischen den Altersgruppen aus. Vor allem jüngere Menschen übernehmen häufig die Rolle des technischen Unterstützers. Mehr als die Hälfte der 16- bis 29-Jährigen hilft regelmäßig anderen bei digitalen Fragen. Bei den über 65-Jährigen trifft dies nur auf rund ein Viertel zu.

Technische Unterstützung findet in Deutschland nach wie vor vor allem im privaten Umfeld statt. Gleichzeitig zeigt sich ein Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach Eigenständigkeit und der Notwendigkeit, bei komplexen digitalen Problemen Unterstützung anzunehmen. Mit der zunehmenden Digitalisierung des Alltags dürfte die Fähigkeit, Hilfe zu suchen und Wissen weiterzugeben, künftig noch wichtiger werden.

(red/Bitkom)

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