Der Cyberangriff auf den Medizintechnikkonzern Stryker wirkt sich weiterhin massiv auf den Betrieb aus. Beschäftigte wurden erneut nach Hause geschickt.
Die Folgen des Cyberangriffs auf den Medizintechnikhersteller Stryker sind noch lange nicht überstanden. Wie das Nachrichtenportal MLive berichtet, konnten Beschäftigte mehr als eine Woche nach Bekanntwerden des Vorfalls, nicht an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Seit dem 11. März kam es demnach immer wieder zu Tagen, an denen Mitarbeiter zu Hause bleiben mussten.
Betrieb weiterhin eingeschränkt
Die Auswirkungen betreffen nicht nur den Hauptsitz in Portage im US-Bundesstaat Michigan, sondern Standorte weltweit. Laut dem Mitarbeiter, der anonym gegenüber MLive sprach, wurden unter anderem die Mobiltelefone einiger Führungskräfte vollständig zurückgesetzt.
Das Unternehmen hatte vergangene Woche bestätigt, dass die interne Microsoft-Umgebung von dem Angriff betroffen ist. Man habe weder Ransomware noch andere Schadsoftware festgestellt. Vernetzte Medizinprodukte seien nicht betroffen. Die Untersuchung läuft mit Unterstützung externer Sicherheitsexperten.
Frustration bei den Betroffenen
Hinter dem Angriff wird Berichten zufolge eine Hackergruppe mit Verbindungen zum Iran vermutet. Für die betroffenen Mitarbeiter in Michigan macht das die Situation besonders belastend. Der gegenüber MLive zitierte Beschäftigte äußerte Unverständnis darüber, dass geopolitische Konflikte letztlich auf dem Rücken normaler Arbeitnehmer ausgetragen würden.
Wann der Betrieb bei Stryker wieder vollständig aufgenommen werden kann, ist derzeit nicht absehbar.