Mehr Privatsphäre

Mozilla startet kostenlosen VPN-Dienst für Firefox

Firefox
Bildquelle: Primakov-Shutterstock.com

Der Browser Mozilla Firefox wird um eine neue Funktion erweitert: Eine integrierte, kostenlose VPN-Lösung soll künftig direkt im Browser verfügbar sein.

Entwickelt wurde das Feature von Mozilla, das damit den Fokus stärker auf Datenschutz und Sicherheit legt.

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Die neue Funktion arbeitet als Proxy innerhalb des Browsers. Das bedeutet: Der Internetverkehr wird über einen externen Server geleitet, wodurch IP-Adresse und Standort der Nutzer verschleiert werden. Ziel ist es, das Surfen sicherer zu machen, ohne dass zusätzliche Software installiert werden muss.

Allerdings beschränkt sich dieser Schutz ausschließlich auf den Datenverkehr innerhalb des Browsers. Andere Anwendungen oder Systemprozesse bleiben davon unberührt.

Begrenztes Datenvolumen und regionaler Start

Zum Start ist die Nutzung des integrierten VPNs mit einem monatlichen Datenvolumen von 50 Gigabyte begrenzt. Für viele Anwender dürfte das ausreichend sein, bei intensiver Nutzung – etwa beim Streaming oder großen Downloads – kann die Grenze jedoch schnell erreicht werden.

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Zudem wird das Angebot zunächst nur in ausgewählten Ländern verfügbar sein, darunter Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die USA. Eine spätere Ausweitung auf weitere Regionen gilt als wahrscheinlich, konkrete Zeitpläne gibt es jedoch noch nicht.

Teil einer längeren Entwicklung

Die Integration eines VPN-Dienstes in Firefox ist kein völlig neuer Ansatz. Bereits in der Vergangenheit hatte Mozilla mit entsprechenden Lösungen experimentiert. Aus ersten Tests entwickelte sich schließlich ein eigenständiger Dienst, der heute unter dem Namen Mozilla VPN angeboten wird.

Dieser kostenpflichtige Service geht deutlich weiter als die neue Browser-Funktion: Er schützt den gesamten Internetverkehr eines Geräts und nicht nur einzelne Anwendungen.

Der integrierte VPN-Dienst ist vor allem als einfache Einstiegslösung gedacht. Er bietet grundlegenden Schutz beim Surfen, ersetzt jedoch keinen vollwertigen VPN-Dienst. Wer umfassende Sicherheit für alle Online-Aktivitäten benötigt, muss weiterhin auf separate Lösungen zurückgreifen.

Mit der neuen Funktion reagiert Mozilla auf das wachsende Bedürfnis nach mehr Privatsphäre im Netz. Die Integration eines VPNs direkt in den Browser senkt die Einstiegshürde für Nutzer deutlich. Gleichzeitig zeigen Einschränkungen bei Datenvolumen und Funktionsumfang, dass es sich eher um eine Ergänzung als um einen vollständigen Ersatz für umfassende Sicherheitslösungen handelt.

Pauline Dornig

Pauline

Dornig

Online-Redakteurin

IT Verlag GmbH

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