Rittal und der auf industrielle Stromversorgungen spezialisierte Hersteller PULS haben eine strategische Partnerschaft vereinbart.
Ziel der Zusammenarbeit ist es, Stromverteilung und Energieversorgung im Maschinen- und Anlagenbau enger miteinander zu verzahnen und technologisch weiterzuentwickeln. PULS wird dabei erster Technologiepartner innerhalb der Funktionsgruppe Power Supplies der RiLineX Plattform von Rittal.
Gemeinsamer Ansatz für effizientere Anlagen
Im Mittelpunkt der Kooperation steht die Integration von Netzteilen in das RiLineX System. Rittal positioniert RiLineX als neue Standardplattform für die Stromverteilung im industriellen Umfeld. Durch die Einbindung der PULS Netzteile soll die Plattform funktional erweitert und noch stärker auf Effizienz und einfache Handhabung ausgerichtet werden.
Während viele Netzteile bislang klassisch auf der DIN Schiene montiert und aufwendig verdrahtet werden, planen die Partner künftig speziell angepasste Varianten. Diese sollen sich direkt auf dem RiLineX Board kontaktieren lassen. Damit entfällt ein Teil der bisherigen Verdrahtung, was Zeit spart und potenzielle Fehlerquellen reduziert.
Weniger Platzbedarf, geringerer Aufwand
Ein wesentlicher Vorteil liege im geringeren Platzbedarf auf der Sammelschiene. Anlagenbauer können die Netzteile kompakter integrieren und profitieren gleichzeitig von einem hohen Wirkungsgrad von bis zu 97 Prozent.
Hinzu kommt die werkzeuglose Montage. Sie ermöglicht eine schnellere Installation und vereinfacht Wartungsarbeiten. Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels gewinnen solche Vereinfachungen im Schaltschrankbau zunehmend an Bedeutung.
Auch im Engineering versprechen sich die Unternehmen Vorteile. Die Planung von 60 Millimeter Sammelschienensystemen gilt bislang als vergleichsweise komplex. Durch die standardisierte Integration der Stromversorgungen in die Plattform soll sich der Konstruktionsaufwand reduzieren.
Bedeutung für wachsende Märkte
Gerade in dynamischen Anwendungsfeldern wie der Gebäudetechnik oder bei Batteriespeichersystemen steigt der Bedarf an effizienten und schnell realisierbaren Lösungen. Hier zählen kurze Projektlaufzeiten und eine hohe Energieeffizienz zu den entscheidenden Wettbewerbsfaktoren.
Die Partnerschaft zielt darauf ab, genau diese Anforderungen zu adressieren und Anlagenbauern eine durchgängige, systemintegrierte Lösung bereitzustellen.
Markteinführung ab 2026 geplant
Erste Produkte aus der Kooperation sollen im Laufe des Jahres 2026 vorgestellt werden. Geplant ist die Entwicklung verschiedener Leistungsklassen, um unterschiedliche Einsatzbereiche abzudecken.
Ein erstes Anwendungsbeispiel wird bereits auf der Fachmesse Light and Building in Frankfurt am Main präsentiert. Dort zeigen die Unternehmen Netzteile, die direkt mit dem RiLineX Board verbunden werden können und sich ohne Werkzeug montieren lassen.