Der Zero-Trust-Anbieter Zscaler erweitert sein Portfolio und hat die Browserschutz-Firma SquareX übernommen. Damit wollen die Kalifornier künftig auch unverwaltete Privatgeräte absichern, ganz ohne extra Spezial-Browser.
Am Donnerstag verkündete der Cloud-Sicherheitsanbieter die Übernahme von SquareX. Was die Akquisition gekostet hat, behalten beide Seiten für sich. Der Deal ging bereits am 5. Februar über die Bühne.
SquareX verfolgt einen pragmatischen Ansatz. Statt Unternehmen zu zwingen, auf spezielle Enterprise-Browser umzusteigen, bringt die Browser-Extension die nötigen Sicherheitsfunktionen direkt in Chrome, Edge und Co. Das Startup nennt sein Konzept “Browser Detection and Response” (kurz BDR).
Die Technik soll direkt im Browser eine Vielzahl von Bedrohungen abwehren: bösartige Extensions, Phishing-Versuche, unerwünschten Datenabfluss über KI-Assistenten oder Insider-Risiken. Dabei verspricht SquareX, dass niemand auf gewohnte Funktionen verzichten muss. “VPNs und VDIs sind Auslaufmodelle mit eingebauten Sicherheitslücken”, sagt Zscaler-Chef Jay Chaudhry. Mit SquareX an Bord könne man nun auch Standard-Browser mit Zero-Trust-Schutz ausstatten.
BYOD ohne Bauchschmerzen
Für Zscaler ist besonders ein Aspekt interessant: Mit der SquareX-Technologie lassen sich auch die berüchtigten “Bring Your Own Device”-Szenarien vernünftig absichern. Mitarbeiter können ihre privaten Laptops und Tablets nutzen, ohne dass die IT-Abteilung schwere Geschütze wie separate Firmenbrowser auffahren muss.
SquareX-Gründer Vivek Ramachandran sieht seine Technologie als Brückenbauer: Egal ob Firmen-Laptop oder privates MacBook, die Lösung funktioniere überall gleich gut. Alte Zugriffstechnologien könnten durch moderne, risikobasierte Sicherheitsregeln ersetzt werden.